Sketche für zwei Personen
Sketche für drei oder mehr Personen
Sketche für zwei Personen
| Bill Gates: |
Ich hätte gerne einen Big Mac. |
| McDonalds: |
Ein Big Mac, eine Cola. Macht 6.99. |
| Bill Gates: |
Ich habe nur einen Big Mac bestellt! |
| McDonalds: |
Die Cola gehört dazu, ist Teil eines
Gesamtpakets. |
| Bill Gates: |
Wie bitte? Die Cola zahle ich nicht. |
| McDonalds: |
Brauchen sie auch nicht. Die Cola ist
gratis. |
| Bill Gates: |
Aber kostete der Big Mac alleine bisher nicht
3.99? |
| McDonalds: |
Stimmt, aber der Big Mac hat jetzt neue
Leistungsmerkmale. Er hat eine Cola im
Lieferumfang! |
| Bill Gates: |
Ich habe eben erst eine Cola getrunken. Ich
brauche jetzt keine Cola. |
| McDonalds: |
Dann gibt's auch keinen Big Mac. |
| Bill Gates: |
Na gut, ich zahle 3.99 und verzichte auf die
Cola. |
| McDonalds: |
Man kann die Teile des Gesamtpaketes nicht
trennen. Big Mac und Cola sind nahtlos
integriert. |
| Bill Gates: |
Quatsch. Big Mac und Cola sind
zweierlei! |
| McDonalds: |
Passen sie mal auf. (Er tunkt den Big Mac in
einen Becher Cola.) |
| Bill Gates: |
Was soll denn das? |
| McDonalds: |
Das ist im Interesse des Kunden, So können
wir einen einheitlichen Geschmack in allen
Komponenten garantieren. |
Personen: Hotline, DAU
Geschichten aus dem Alltag im Büroberufsleben: Eines
Tages an der Strippe der Hotline geschah, was einmal
geschehen musste! Ein SUPER-DAU (dümmster anzunehmender
User) rief die Hotline an!
| Hotline: |
Firma D & V Hotline, guten Tag. |
| DAU: |
Guten Tag, mein Name ist Daumeier. Ich habe
ein Problem mit meinem Computer. |
| Hotline: |
Welchen denn, Herr Daumeier? |
| DAU: |
Auf meiner Tastatur fehlt eine Taste. |
| Hotline: |
Welche denn, Herr Daumeier? |
| DAU: |
Die Enikei - Taste. |
| Hotline: |
Wofür brauchen Sie denn diese Taste? |
| DAU: |
Das Programm verlangt diese Taste. |
| Hotline: |
Was ist das für ein Programm? |
| DAU: |
Das weiß ich nicht, aber es will, das ich die
Enikei-Taste drücke. Ich habe ja schon die STRG-,
die ALT-, und die Großmachtaste ausprobiert, aber
es tut sich nichts. |
| Hotline: |
Herr Daumeier, was steht denn gerade auf
Ihrem Monitor? |
| DAU: |
Eine Blumenvase. |
| Hotline: |
Nein, Herr Daumeier, lesen Sie mal vor, was
auf Ihrem Monitor steht! |
| DAU: |
I be em. |
| Hotline: |
Nein, Herr Daumeier, was auf ihrem Schirm
steht, möchte ich wissen. |
| DAU: |
Moment, der hängt an der Garderobe. |
| Hotline: |
Halt, Herr Daumeier, .......... Herr
Daumeier? |
| DAU: |
So, jetzt habe ich Ihn aufgespannt. Da steht
aber nichts drauf. |
| Hotline: |
Herr Daumeier, schauen Sie mal auf Ihren
Bildschirm und lesen Sie mal genau vor, was da
geschrieben steht. |
| DAU: |
Ach so, Sie meinten, .......... Oh,
Entschuldigung! Da steht: Plies, press Enikei tu
kontinu". |
| Hotline: |
Aha, das heißt: "Please Press Any Key To
Continue." Der Computer meldet sich also in
Englisch. |
| DAU: |
Nein, wenn er was sagt, dann piepst er
nur. |
| Hotline: |
Drücken Sie mal auf die Enter-Taste. |
| DAU: |
Jetzt geht’s. Das ist also die Enikei-Taste.
Das können Sie aber auch gleich draufschreiben.
Gut, wie kann ich denn jetzt dieses Programm
beenden, damit ich wieder arbeiten kann? |
| Hotline: |
Sie müssen erst mal rausgehen. |
| DAU: |
Gut, Moment. |
| Hotline: |
Nein, Herr Daumeier, bleiben Sie doch am
Telefon. Ich meinte ........... Herr Daumeier?
........ Hallo! ........ Hallo ........? |
| DAU: |
Ja, da bin ich wieder. Ich habe Sie im Flur
kaum hören können. |
| Hotline: |
Sie sollten auch nicht in den Flur gehen. Ich
wollte nur, das Sie das Fenster schließen! |
| DAU: |
Warum sagen Sie das nicht gleich? Warten Sie
........ |
| Hotline: |
Herr Daumeier? |
| DAU: |
Ja, ich bin wieder dran. Soll ich Tür auch
zumachen? |
| Hotline: |
Nein, Herr Daumeier. Nein, wirklich nicht!
Eigentlich sollten Sie nur das Programmfenster
schließen, aber ich glaube, es ist das beste,
wenn Sie gleich den Stecker aus der Dose
ziehen! |
| DAU: |
Wenn Sie meinen ........ |
| Hotline: |
Halt! Das war doch nur ein Scherz, Herr Daum
....... |
| DAU: |
Alles klar. Ich habe ihn herausgezogen.
Hallo? Hallo? Sind Sie noch dran? Komisch, jetzt
ist die Leitung tot. Also, die in der Hotline
haben aber auch überhaupt keine Ahnung! |
| Kunde: |
Also Ihre Scheiss-Computer! Ich hab mir eben
so ein Ding im Laden geholt und jetzt ist die
Kiste schon im Arsch. |
| Hotliner: |
Was geht denn nicht? |
| Kunde: |
Ja zum Beispiel die Schlitze, wo die CD's
reinkommen ... |
| Hotliner: |
Wieso CD's? Haben Sie 2
CD-ROM-Laufwerke? |
| Kunde: |
Ja! Eins fuer die runden und eins fuer die
eckigen CD's. |
| Hotliner: |
Es gibt doch keine eckigen CD's. |
| Kunde: |
Na dann möchte ich wissen, wie die kleinen
schwarzen Dinger heissen!? |
| Hotliner: |
Sie meinen bestimmt die Disketten? |
| Kunde: |
Das ist mir völlig wurscht, jedenfalls ist
die Kiste kaputt! |
| Hotliner: |
Wie äussert sich denn der Fehler? |
| Kunde: |
Sagen Sie mal, was kostet eigentlich die
0190er Nummer, unter der ich bei Ihnen
anrufe? |
| Hotliner: |
2,40 € die Minute ..... |
| Kunde: |
Dann rufen Sie mich jetzt zurück, das kann ja
kein Mensch bezahlen! |
| Hotliner: |
Tut mir leid, das kann ich nicht machen! |
| Kunde: |
Dann helfen Sie mir jetzt schleunigst, sonst
verklage ich Ihre Firma! |
| Hotliner: |
Schildern Sie mir doch bitte Ihr
Problem! |
| Kunde: |
Wenn ich die CD's einlege, tut sich gar
nichts. Der Bildschirm sieht aus wie vorher. |
| Hotliner: |
Wie sprechen Sie denn die Laufwerke an und
unter welchem Betriebssystem arbeiten Sie
denn? |
| Kunde: |
Sag' mal Jungchen, willst Du mich
verscheissern? |
| Hotliner: |
Ooohh, bitte, bitte, keinswegs. Sie müssen
die Laufwerke aber mit verschiedenen Buchstaben
ansprechen. Das Diskettenlaufwerk hat den
Buchstaben A:, die Festplatte den Buchstaben C:
und das CD-ROM den Buchstaben D:. |
| Kunde: |
Ja und – ich hab doch nur 2 Schlitze
hier dran. Haben die mich im Geschäft etwa
beschissen? |
| Hotliner: |
Nein, nein. Die Festplatte befindet sich im
Gehäuse. |
| Kunde: |
Und da soll ich wohl den Kasten aufschrauben,
wenn ich da eine CD reinstecken will? |
| Hotliner: |
Nein, in die Festplatte koennen Sie nichts
reinstecken. |
| Kunde: |
Wieso sagt mir sowas niemand im Laden? |
| Hotliner: |
Die nahmen sicherlich an, Sie wüssten
das. |
| Kunde: |
Na denen werd ich was erzählen. Jetzt bring
ich das Dreckding wieder zurück!!! |
| Hotliner: |
Äh … |
| Kunde: |
Klick. Tuuuuuuut … |
| Kunde: |
So ein blödes Programm, ich kann mich nicht
mehr anmelden |
| Hotline: |
Wieso? |
| Kunde: |
Naja, wenn ich meinen Nutzernamen eintippe,
passiert nichts? |
| Hotline: |
Wie, es passiert nichts? Das Programm loggt
Sie nicht ein? Ist das Passwort richtig? |
| Kunde: |
Soweit komme ich nicht |
| Hotline: |
Wie, soweit kommen Sie nicht? Nach den
Nutzernamen Tab und dann Passwort |
| Kunde: |
Das geht nicht! |
| Hotline: |
Warum geht das nicht? |
| Kunde: |
Wenn ich den Nutzernamen schreibe, erscheint
nichts auf dem Bildschirm. |
| Hotline: |
Haben Sie heute schonmal versucht in Word zu
schreiben? |
| Kunde: |
Word, ne ich brauche ja meist nur Ihr
Programm |
| Hotline: |
Öffnen Sie bitte Word und schreiben
irgendwas |
| Kunde: |
Das funktioniert nicht- |
| Hotline: |
Kann es sein, dass Ihre Tastatur nicht
richtig angeschlossen ist? |
| Kunde: |
Wie weiß ich das? |
| Hotline: |
Prüfen Sie ob das Kabel von der Tastatur
richtig im Rechner steckt |
| Kunde: |
Ok! Rumpel, stöhn, Fluch |
| Kunde: |
Ich finde das Kabel nicht |
| Hotline: |
Gehen Sie vom Kabel der Tastur entlang zum
Rechner |
| Kunde: |
An der Tastatur ist kein Kabel |
| Hotline: |
Man, ist das zu glauben. Gibt es an Ihrem
Computer einen kleinen grauen Kasten etwa
Zigarettenschachtel groß? |
| Kunde: |
Ja |
| Hotline: |
Ok, drehen Sie die Tastatur und öffnen Sie
das Batteriefach. |
| Kunde: |
Das ist leer. |
| Hotline: |
Dumpfes aufschlagen der Stirn auf die
Tischkante. |
| Kunde: |
Mein Monitor ist kaputt! |
| Hotline: |
Haben sie schon ein bisschen an den Reglern
rumgemacht? |
| Kunde: |
Ja, rührt sich trotzdem nichts. |
| Hotline: |
Aber eingeschaltet ist er schon? |
| Kunde: |
Ja sicher doch! |
| Hotline: |
Dann schalten Sie den Monitor mal aus. |
| Kunde: |
Wahnsinn, jetzt geht er wieder |
Personen: Computer (versteckt), Anrufer
| Computer: |
Hotel International, guten Tag. Womit kann
ich Ihnen dienen? |
| Anrufer: |
Ja, äm, ich wollte wissen, ob Sie ein
Doppelzimmer mit Bad haben. |
| Computer: |
Ja, wir haben 120 Doppelzimmer mit Bad. |
| Anrufer: |
Was, alle frei? |
| Computer: |
Nach freien Zimmern haben Sie nicht
gefragt. |
| Anrufer: |
Also, wie viele haben Sie frei? |
| Computer: |
Heute haben wir nichts frei. |
| Anrufer: |
Ich komme ja auch erst übermorgen, nur eine
Nacht. |
| Computer: |
Ach so. übermorgen haben wir noch fünf frei.
Sie möchten eins dieser herrlichen, preiswerten
Zimmer, nicht wahr? Bitte buchstabieren Sie Ihren
Namen. |
| Anrufer: |
Em. Ü. El. El. E. Er. |
| Computer: |
Danke, Herr Emü el Eller. Ich bestätige Ihre
Buchung: Ein ruhiges Doppelzimmer mit Bad.
übermorgen für eine Nacht, zum Preis von 450 DM.
Wann bitte kommen Sie an? |
| Anrufer: |
Das weiß ich nicht... wo ist denn mein
Flugschein?... |
| Computer: |
Das weiß nur die Flugauskunft, ich
verbinde. |
| Computer: |
Flugauskunft, guten Tag. |
| Anrufer: |
... ach ja, hier. Flug LH 4523, wann kommt
der? |
| Computer: |
Flug El Al 4523 ist nicht in der Datei. |
| Anrufer: |
Nicht El Al, El Ha, El Haaaaaaa,
Haaaaaarghhh! |
| Computer: |
Zentralrechner Bundesgesundheitsamt. Sie
haben behandlungsdürftige Erkältungssymptome. Zur
weiteren Diagnose sagen sie bitte 'aahh'. |
| Anrufer: |
Aaa. Bin ich denn bescheuert? Ich wollte ein
Zimmer buchen und keinen Arzt. Oh, hätte ich doch
bloß noch einen guten alten Apple! |
| Computer: |
(schweigt) |
| Anrufer: |
Hallo, sind Sie noch da? |
| Computer: |
Zentrallager. Entschuldigen Sie die
Verzögerung. Ich habe einen Apple, Baujahr 1976
im 'Used Comp Shop', Castrop-Rauxel, zu einem
Preis von 1800 DM. Möchten Sie ihn haben? |
| Anrufer: |
Nein. Vergiss es! |
| Computer: |
Ihr Benutzercode erlaubt keine Löschung von
Zentrallagerdaten. |
| Anrufer: |
Ich will ein Zimmer, Du Hirsch, Du
damischer! |
| Computer: |
String Recognition Error at
Susra$('damischer'$$$Aswi42S): Syntax Check at
200DE Rec83749: Error Recovery in Progress.
Please wait. |
| Anrufer: |
Herrje, verschwinde. Ich will zurück zum
anderen Computer. |
| Computer: |
Zentralrechner Bundesgesundheitsamt. Zur
Beurteilung, ob Sie bescheuert sind, einige
Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand. Gab es früher
Probleme? |
| Anrufer: |
Du verdammter …. Du kannst mich mal
…. |
| Computer: |
Achtung, Achtung, hier spricht der
Polizeirechner. Ihnen wird eine Straftat nach
Paragraph 1523 StPO, Beleidigung zentraler
Intelligenzsysteme, zur Last gelegt. Ihre
Personal-Chipkarte wird eingezogen. Ich weise Sie
auf Ihr Aussageverweigerungsrecht hin. Sie können
außerdem einen Computer des
Rechtsanwaltverbandes konsultieren. |
| Anrufer: |
(bricht zusammen) |
| Ober: |
Hallo, mein Name ist Bill und ich werde Sie
am heutigen Abend bedienen! Ihr Aufenthalt wird
eventuell zum Zwecke der Qualitätssicherung
überwacht. Kann ich zuerst Ihre Anschrift und
Telefonnummer bekommen?... Gut, was kann ich für
Sie tun? |
| Gast: |
Da ist eine Fliege in meiner Suppe |
| Ober: |
Verlassen Sie das Restaurant und betreten Sie
es neu, die Fliege ist vielleicht das nächste mal
nicht mehr da. |
| Gast: |
Nein, die Fliege ist immer noch da! |
| Ober: |
Vielleicht essen Sie die Suppe falsch,
probieren Sie es mit der Gabel! |
| Gast: |
Selbst wenn ich die Gabel verwende: Die
Fliege ist immer noch da! |
| Ober: |
Passt denn der Teller zur Suppe? Was für einen
Teller verwenden Sie denn? |
| Gast: |
Einen SUPPENTELLER! |
| Ober: |
Hmmm, das sollte eigentlich funktionieren.
Vielleicht ist es ein Konfigurationsproblem: Wie
wurde der Suppenteller gebracht? |
| Gast: |
Sie brachten mir den Suppenteller auf einem
Unterteller - aber was hat das mit der Fliege in
meiner Suppe zu tun? |
| Ober: |
Können Sie sich an alles erinnern, bevor Sie
feststellten, dass eine Fliege in Ihrer Suppe
ist? |
| Gast: |
Ich setzte mich hier hin und bestellte die
Tagessuppe. |
| Ober: |
Haben Sie schon daran gedacht, auf die
neueste Tagessuppe umzusteigen?? |
| Gast: |
Sie haben mehr als eine Tagessuppe? |
| Ober: |
Ja, wir wechseln stündlich die
Tagessuppe. |
| Gast: |
Gut, was ist denn die jetzige
Tagessuppe? |
| Ober: |
Die aktuelle Tagessuppe ist
Tomatensuppe. |
| Gast: |
Prima, bringen Sie mir die aktuelle
Tagessuppe und die Rechnung - ich bin
mittlerweile spät dran... ... |
| Ober: |
(Der Ober bringt die Suppe und die
Rechnung.)Hier ist alles: Die Suppe und Ihre
Rechnung. |
| Gast: |
Aber das ist ja Kartoffelsuppe!? |
| Ober: |
Ja, die Tomatensuppe verzögert sich um ca. 6
Monate, in denen wir ein paar Klümpchen entfernen
wollen... |
| Gast: |
Na gut, ich bin so hungrig, ich esse die
Kartoffelsuppe... (Ober geht.) |
| Gast: |
Ober! Da ist eine Wanze in meiner Suppe! |
RECHNUNG:
Tagessuppe: € 10,00
Upgrade auf die neue Tagessuppe: € 25,00
Support: € 120,00
Fehler in der Tagessuppe: ohne Aufpreis (wird ab der
morgigen Tagessuppe geändert)
Sketche für drei Personen
Personen: Interviewer, Torvalds, Gates
Requisiten: 3 Stühle
| Interviewer: |
Zwei große Betriebssystementwickler (Bill
Gates und Linus Torvalds) wollen jetzt auch auf
dem Automobilmarkt mitmischen. Seit kurzer Zeit
stehen die ersten Modelle zur Verfügung: Das
Microsoft-Auto und das Linux-Auto.
Freundlicherweise haben sich die Herren Gates und
Torvalds zu einem Interview bereiterklärt. Guten
Tag die Herren! Kommen wir gleich zur Sache: Was
ist das Besondere an Ihren Autos? |
| Gates: |
Kurz gesagt: Das besondere an dem
Microsoft-Auto ist, daß es sehr leicht zu
bedienen ist. Einfach einsteigen und losfahren!
Wir wollen, daß der Kunde mit dem Fahrzeug gut zu
Recht kommt. |
| Torvalds: |
Das Linux-Auto ist leider nicht so leicht zu
bedienen: Als erstes muß man die Tür aufsperren.
Das verhindert, daß einem die Klamotten aus dem
Auto geklaut werden. Wenn man sich in den Wagen
setzt, dann muß man sich unbedingt anschnallen!
Eine Sicherung verhindert, daß man nicht
losfahren kann, wenn man nicht angeschnallt ist.
Das verringert das Verletzungsrisiko bei
Unfällen! Um das Auto zu starten, wird ebenfalls
der Schlüssel benötigt. Das verhindert, daß das
Auto von Fremden genutzt wird. Wir wollen, daß
der Kunde in seinem Auto sicher ist! |
| Gates: |
Das ist ja extrem umständlich! Auch die
ganzen Schalter und Knöpfe im Linux-Auto sind
sehr verwirrend! Das Microsoft-Auto ist, wie
gesagt, sehr leicht zu bedienen. Wir haben nur
ein Gas- und Bremspedal - alles andere verwirrt
nur die Kunden! |
| Interviewer: |
Stimmt! Das Microsoft-Auto sieht sehr viel
leichter zu bedienen aus! Wozu sollen all diese
Knöpfe, Schalter und Hebel sein, Herr Torvalds?
Sind die Kunden da nicht wirklich überfordert?
Erklären Sie doch bitte ein paar Funktionen
davon. |
| Torvalds: |
Gerne! Verglichen mit dem Microsoft-Auto ist
das Linux-Auto tatsächlich komplizierter. Zum
Beispiel kann man mit diesem Hebel die Fahrer-
und Beifahrerscheibe herunterkurbeln – es
gibt auch eine elektrische Version! Mit diesem
Knopf kann man die Sitze verstellen, je nach
Wunsch des Fahrers und diese Knöpfe, in der
Mitte, sind für die Klimaanlage zuständig. Die
Hebel am Lenkrad sind für Blinker, Licht und
Scheibenwischer … All diese Schalter usw.
mögen verwirrend wirken, aber sie haben ihren
Sinn und werden recht rasch erlernt. |
| Interviewer: |
Ich verstehe! Ist ja nicht schlecht! Hat das
Microsoft-Auto keine Klimaanlage, Blinker,
verstellbare Scheiben usw., Herr Gates? |
| Gates: |
Nein, sowas bauen wir nicht. Aber man kann
alles nachkaufen. Teilweise bekommt der Kunde
solche Extras ab Werk, muß diese aber selbst
einbauen, oder in Werkstätten bekommt man auch
zahlreiche Extras, die man ebenfalls selbst
einbauen muß. |
| Interviewer: |
Und was kostet das dann etwa? |
| Gates: |
Das Microsoft-Auto kostet in der
Grundausstattung knapp 30.000 Euro. Für Extras
kommen nochmal 5.000 bis 30.000 Euro drauf. |
| Torvalds: |
In der Luxus-Version mit allen Extras zahlt
man für das Linux-Auto gerade mal 18.000 Euro. In
dem Preis sind Handbuch und drei Monate
kostenlose Werkstattbesuche, sowie Hilfe bei
evtl. Problemen mit dabei. Wenn man dieses
Zusatzpaket nicht möchte, bekommt man das Auto
gratis! |
| Interviewer: |
Preislich unterscheiden sich Ihre Autos ja
ganzschön. Mich wundert es vor allem, daß das
Linux-Auto trotz größeren Extra-Pakets günstiger
ist als das Microsoft-Auto. Herr Gates, wie ist
das zu erklären? |
| Gates: |
Es stecken viele Entwicklungsjahre in diesem
Auto, damit es so einfach zu bedienen ist. Zudem
hat das Auto eine wunderschöne, blaue
Lackierung! |
| Interviewer: |
Ja, die Lackierung ist wirklich schön! In
welcher Farbe wird denn das Linux-Auto
geliefert? |
| Torvalds: |
Das entscheidet der Kunde! Wir haben mehrere
Blautöne, aber der Lackierung sind keine Grenzen
gesetzt. |
| Interviewer: |
Gehen wir etwas in die Details! Herr
Torvalds, wie sieht es mit der Leistung des
Linux-Autos aus? |
| Torvalds: |
195 km/h Spitzengeschwindigkeit, von 0 auf
100 in 4,5 Sekunden, 6,2 Liter Verbrauch auf
100km. |
| Gates: |
142 km/h Spitzengeschwindigkeit, von 0 auf
100 in 7,3 Sekunden, 8 Liter Verbrauch... Aber
man kann die Leistung in einer Werkstatt
steigern! Dann schafft das Microsoft-Auto 200
km/h, von 0 auf 100 in etwa 4 Sekunden und das
bei 6 Liter Verbrauch! |
| Interviewer: |
Aber stimmt es, daß das Microsoft-Auto nach
einigen Wochen wieder an Leistung verliert? |
| Gates: |
Ja, das stimmt schon … Aber man kann
sich ein Pflege- und Reparaturset kaufen, womit
man das Auto wöchentlich wieder auf
Höchstleistung bringt. Dieses Set ist sowieso
dringend empfehlenswert, da es sonst vorkommt,
daß das Auto nicht anspringt oder einfach
ausgeht. |
| Torvalds: |
Das Linux-Auto ist wartungsfrei! |
| Interviewer: |
Wartungsfrei? Das ist ja super! Aber was ist,
wenn doch mal was kaputt geht? |
| Torvalds: |
Da das Auto sehr komplex ist, ist es nur für
Profis möglich, das Auto zu reparieren.
Allerdings erhält man über das Internet sehr viel
Hilfe, zudem wird bei der Luxus-Version ein
umfangreiches Handbuch mitgeschickt und man
bekommt auch telefonische Hilfe von den
Herstellern. Wenn das Auto allerdings einmal
läuft, dann geht es praktisch nie kaputt. |
| Gates: |
Für das Microsoft-Auto gibt’s unzählige
Werkstätten, wo das Auto jederzeit repariert
werden kann. Zudem ist es recht einfach das Auto
selbst zu reparieren, vor allem, wenn man sich
ein Handbuch und das passende Werkzeug
dazukauft. |
| Interviewer: |
Herr Gates, wie kommt es, daß man sich nur
ein Microsoft-Auto kaufen kann, wenn man kein
anderes Auto besitzt? |
| Gates: |
Wer ein Microsoft-Auto hat, braucht kein
anderes Auto! |
| Interviewer: |
In den Werkstätten kann man sich viele Teile
für sein Microsoft-Auto dazukaufen. Kann man
diese Teile auch in ein Linux-Auto bauen? |
| Torvalds: |
Nein, das kann man nicht, aber das braucht
man auch nicht. Zum Beispiel die Winterreifen:
Beim Microsoft-Auto muß man diese extra in einer
Werkstatt besorgen - bei uns sind die
Winterreifen bereits als Zubehör im Lieferumfang.
Wozu dann noch Microsoft-Winterreifen? Ebenso ist
eine Anhängerkupplung im Lieferumfang, damit man
den mitgelieferten Server-Anhänger ziehen kann.
Und wie ist das beim Microsoft-Auto? Sie brauchen
nichts sagen, Herr Gates, ich weiß es: Man muß
sich ein zweites Microsoft-Auto in der
"Server-Anhänger-Edition" kaufen … |
| Gates: |
Das haben wir nur gemacht, da normale
Autofahrer keinen Server-Anhänger brauchen. |
| Torvalds: |
Woher wollen Sie wissen, was die Autofahrer
brauchen und was nicht? Und warum darf man das
Microsoft-Auto nicht verleihen?? |
| Gates: |
Man darf Leute im Auto mitnehmen, aber es
darf nur einen Fahrer pro Auto geben. Dieser
Fahrer wird mit seinem Auto bei uns
registriert. |
| Interviewer: |
OK, bevor Sie sich gegenseitig anfallen,
möchte ich an dieser Stelle das Gespräch langsam
zum Ende bringen. Eine Schlußfrage: Das
Linux-Auto ist wesentlich günstiger als das
Microsoft-Auto, alle nötigen Extras sind bereits
kostenlos dabei, das Auto ist wartungsfrei, hat
eine gute Leistung und das ohne es jede Woche
reparieren zu müssen, man kann es nach seinen
eigenen Wünschen lackieren lassen … Das
Microsoft-Auto ist bereits im Anschaffungspreis
höher, benötigt zudem teures Zubehör aus der
Werkstatt und muß regelmäßig gewartet und
repariert werden. Warum wird das Microsoft-Auto
dann so viel mehr verkauft, als das Linux-Auto?
84 von 100 Personen möchten lieber ein
Microsoft-Auto, als ein Linux-Auto. |
| Gates: |
Weil es so einfach zu bedienen ist. Manche
wollen eine Testfahrt mit dem Linux-Auto machen,
scheitern aber bereits am aufschließen der Tür,
da sie keine Schlösser gewohnt sind. Zudem ist
das Microsoft-Auto schön blau lackiert! |
| Interviewer: |
Achso … Vielen Dank für das
Gespräch! |
|