Inhaltsverzeichnis
- Aschenputtel
- Sketch für 6-7 Personen nach dem gleichnamigen
Märchen (auch unter Aschenbrösel bekannt)
- Märchen
aus der tausendundzweiten Nacht
- Sketch für 10 Personen nach den bekannten Märchen
„Das tapfere Schneiderlein“, „Der
Wolf und die sieben Geißlein“ und „Hänsel
und Gretel“
- Modernes Märchen
- Sketch für 2 Personen. Erzählt wird das Märchen
„Hänsel und Gretel“. Die Erzählung wird
laufend durch Werbung unterbrochen.
- Rotkäppchen und der krass BÖSE
Wolf
- Sketch für 5 Personen nach dem Märchen
„Rotkäppchen und der böse Wolf“
Sketche
Sketch für 6-7 Personen nach dem gleichnamigen
Märchen (auch unter Aschenbrösel bekannt)
Personen:
- Erzähler:
- Gütige Fee
- 2-3 hässliche Schwestern
- Aschenputtel
- Prinz
Es wird ein Tuch gehalten von zwei Leuten.
Dahinter sitzen die einzelnen Spieler. Nur der, der
etwas sagt, steht kurz auf und verschwindet dann
wieder hinter dem Tuch.
Requisiten:
- 2-3 Kopftücher,
- 1 Arbeitsschuh,
- 1 hässliche, später eine hübsche Kopfbedeckung
für Aschenputtel,
- 1 Krone für den Prinz
Charaktere:
- Prinz sprüht vor Arroganz und Snobismus (Marke
"Strahlemann")
- Schwestern reden in betont falscher, schräger
Stimmlage
- Aschenputtel redet monoton und
einschläfernd
- die gute Fee redet quirlig und freudig
| Erzähler: |
Ich bin der Erzähler |
| Prinz: |
Ich bin der Prinz Ihrer Träume |
| Schwestern: |
Wir sind die hässlichen Schwestern |
| Aschenputtel: |
Ich bin Aschenputtel |
| Fee |
Ich bin die gute Fee |
| Erzähler: |
Es war einmal ein Prinz, der Prinz unserer
Träume. |
| Prinz: |
Ich bin der Prinz Ihrer Träume. |
| Erzähler: |
Es gab auch die hässlichen Schwestern. |
| Schwestern: |
Wir sind die hässlichen Schwestern. |
| Erzähler: |
Und die Schwester der hässlichen
Schwestern. |
| Aschenputtel: |
Ich bin Aschenputtel. |
| Schwestern: |
Wir sind so froh, wir gehen zum Ball. |
| Aschenputtel: |
Ich bin so traurig, ich darf nicht zum
Ball. |
| Schwestern: |
Bring uns unsere Ballkleider. |
| Aschenputtel: |
OK. |
| Schwestern: |
Bring uns unsere Tanzschuhe. |
| Aschenputtel: |
OK. |
| Schwestern: |
Bring uns unsere falschen Zähne. |
| Aschenputtel: |
OK. |
| Schwestern: |
Wir sind so froh, wir werden mit dem Prinz
unserer Träume tanzen. |
| Aschenputtel: |
OK. |
| Schwestern: |
Wir gehen jetzt zum Ball. |
| Aschenputtel: |
OK. |
| Schwestern: |
Aschenputtel, bleibe hier und putze das
Haus. |
| Aschenputtel: |
OK. |
| Erzähler: |
Etwas Später Etwas Später. |
| Aschenputtel: |
Ich bin so traurig. |
| Fee |
Sei nicht traurig. Ich bin die gute Fee. |
| Aschenputtel: |
Oh, du erschreckst mich. |
| Fee |
Weshalb bist du traurig? |
| Aschenputtel: |
Ich darf nicht zum Ball. |
| Fee |
Doch, du darfst. |
| Aschenputtel: |
Ach nein, ich darf nicht. |
| Fee |
(energisch) Doch, du darfst. |
| Aschenputtel: |
Nein, ich darf nicht! |
| Fee |
(patzig) Doch! DU DARFST! |
| Aschenputtel: |
OK. |
| Fee |
Du darfst das schönste Ballkleid haben.
(schmeißt Aschenputtel mit einem Ping ein
schönes Kopftuch zu). |
| Aschenputtel: |
OK. (bindet das neue Kopftuch
um). |
| Fee |
Du wirst glänzende Tanzschuhe haben …
Ping! (Schmeißt Aschenputtel fast den Schuh
an den Kopf). |
| Aschenputtel: |
Danke, ich bin so froh |
| Fee |
Jetzt kannst du zum Ball gehen. Aber du musst
vor Mitternacht wieder zu Hause sein! |
| Aschenputtel: |
OK. |
| Erzähler: |
Etwas später … etwas später auf dem
Ball. |
| Prinz: |
ICH bin der Prinz deiner Träume. Und ich bin
so froh! |
| Aschenputtel: |
Du bist so schön. |
| Prinz: |
Ich weiß und ich werde mit dir tanzen! |
| Aschenputtel: |
OK. |
| Schwestern: |
Wir sind so eifersüchtig! |
| Aschenputtel: |
Ich bin so froh! |
| Prinz: |
Ich bin so schön! |
| Fee |
ICH bin die gute Fee (schaut nach rechts
und links) Oh, Entschuldigung! |
| Erzähler: |
Es wird Mitternacht. Die Uhr schlägt |
|
| Aschenputtel: |
Dong. |
| Prinz: |
Dong. |
| Schestern |
Dong. |
| Fee |
Dong. |
| Erzähler: |
Dong. |
| Aschenputtel: |
Dong. |
| Prinz: |
Dong. |
| Schwestern: |
Dong. |
| Fee |
Dong. |
| Erzähler: |
Dong. |
| Aschenputtel: |
Dong. |
| Prinz: |
Dong. |
| Aschenputtel: |
Oh, es ist Mitternacht. Ich muss gehen! |
| Prinz: |
OK. |
| Erzähler: |
Sie lief weg … sie lief weg. |
| Aschenputtel: |
Ach, ich habe den gläsernen Schuh verloren.
Aber ich muss zu Hause sein, bevor der
Zauberspruch gebrochen ist! |
| Prinz: |
Oh, Guck mal, sie hat den gläsernen Schuh
verloren. Ich muss sie finden. Ich möchte sie
heiraten. Ich bin so schön! |
| Erzähler: |
Am nächsten Tag |
|
| Aschenputtel: |
Ich bin so traurig. |
| Fee |
ICH bin die gute Fee (schaut nach rechts
und links) Oh, Entschuldigung! |
| Erzähler: |
Der Prinz unserer Träume kam zu dem Haus, und
er war schön. |
| Prinz: |
Ich bin so schön! |
| Schwestern: |
Du bist so schön! |
| Prinz: |
Ich weiß. Du bist sooo hässlich! |
| Schwestern: |
Ich weiß |
| Prinz: |
Ich habe den gläsernen Schuh dabei (Hält
den Arbeitsschuh hoch!). Möchtest du ihn
anprobieren? |
| Schwestern: |
Er passt! |
| Prinz: |
Nein, er passt nicht! |
| Schwestern: |
Doch, er passt |
| Prinz: |
Nein, er passt nicht! |
| Schwestern: |
Doch, er passt |
| Prinz: |
Nein, er passt nicht! |
| Schwestern: |
Doch, er passt wohl! |
| Prinz: |
Nein, er passt nicht! |
| Schwestern: |
OK |
| Prinz: |
Probiere du ihn an! |
| Aschenputtel: |
OK |
| Prinz: |
Er passt! |
| Aschenputtel: |
Ich bin so froh! |
| Prinz: |
Ich bin so schön. Ich werde dich
heiraten! |
| Aschenputtel: |
OK |
| Schwestern: |
Wir sind so eifersüchtig! |
| Prinz: |
Ich bin so schön! |
| Aschenputtel: |
Ich bin so froh |
| Fee |
ICH bin die gute Fee! |
| ALLE, laut |
WIR WISSEN ES! |
| Erzähler: |
Und sie lebten lange und bekamen viele
Kinder! |
| Aschenputtel: |
OK |
Sketch für 10 Personen nach den bekannten Märchen
„Das tapfere Schneiderlein“, „Der
Wolf und die sieben Geißlein“ und „Hänsel
und Gretel“
Personen:
- Erzähler
- Schneiderlein
- Bauersfrau
- Geißlein
- Stiefmutter
- Apfelbaum
- Backofen
- Gretel
- Müller
- Hänsel
Requisiten:
- allgemein: Sonne, Wiese (grüne Decke), Blumen
(Kunstblume), Backofen, Brotschieber
(Schneeschieber)
- Erzähler: „fliegenden Teppich“,
großes Märchenbuch
- Schneiderlein: Tisch mit 7 Leuten, die rein
zufällig darum sitzen, Nadel, Faden, Genähtes,
Brot, Messer, Fliegenklatsche, Gürtel „7 auf
einen Streich“, Pullover
- Bauersfrau: Mus in mehreren
„Töpfen“
- Geißlein: Haustür mit Fenster, 6 Plüschtiere
als Ersatzgeißlein an Leine
- Müller: Mehl
- Apfelbaum . Baum, Äpfel
- Hänsel: Stall (Vogelkäfig)
Anmerkungen:
- Mögliche Änderung im Text beachten!
- Toastbrot statt Brot
- Tuchlappen statt Fliegenklatsche
- Verstecke der Geißlein im Text ändern
1. Szene:
| Erzähler: |
(Darsteller sind an ihrem Ausgangsplatz.
Gretel sitzt wie rein zufällig im Publikum.
Gesprochene Texte der Darsteller werden von
diesen gesagt. Erzähler kommt auf fliegendem
Teppich in den Saal, schlägt Buch auf und fängt
an zu lesen.) Es war einmal ein
Schneiderlein. Das saß an einem Sommermorgen auf
seinem Tisch am Fenster, war guter Dinge und
nähte aus Leibeskräften. |
| Schneiderlein: |
(Schneiderlein tut sich mit Nadel schwer
und fragt umher sitzende Leute.)
„Haben sie schon mal aus Leibeskräften
genäht?“ |
| Erzähler: |
Da kam eine Bauersfrau die Straße herab und
rief: |
|
| Bauersfrau: |
„Gut Mus feil! Gut Mus feil! |
| Erzähler: |
Das klang dem Schneiderlein lieblich in die
Ohren, es steckte dein zartes Haupt zum Fenster
hinaus und rief: |
|
| Schneiderlein: |
„Hier herauf, liebe Frau, hier wird sie
die Ware los.“ |
| Erzähler: |
Die Frau stieg die 3 Treppen mit ihrem Korbe
zu dem Schneiderlein herauf und musste die Töpfe
sämtlich vor ihm auspacken. Er besah sie alle,
hob sie in die Höhe, hielt die Nase dran und
sagte endlich: |
|
| Schneiderlein: |
„Das Mus scheint mir gut, wieg sie mir
doch 4 Lot ab, liebe Frau, wenn’s auch ein
Viertelpfund ist, kommt es mir nicht darauf
an.“ |
| Erzähler: |
Die Frau, welche gehofft hatte, einen guten
Absatz zu finden, gab ihm, was er verlangte, ging
aber ganz ärgerlich und brummig fort. |
| Schneiderlein: |
„Nun, das Mus soll mir Gott segnen
…“, |
| Erzähler: |
rief das Schneiderlein, |
| Schneiderlein: |
„… und soll mir Kraft und Stärke
geben.“, |
| Erzähler: |
holte das Brot aus dem Schrank, schnitt sich
ein Stück über den ganzen Laib und strich das Mus
darüber. |
| Schneiderlein: |
„Das wird nicht bitter schmecken
…“, |
| Erzähler: |
sprach es, |
| Schneiderlein: |
„ …aber erst will ich das Wams
fertigmachen, ehe ich anbeiße.“ |
| Erzähler: |
Es legte das Brot neben sich, nähte weiter
und machte vor Freude immer größere Stiche. Indes
stieg der Geruch von dem süßen Mus hinauf an die
Wand, wo die Fliegen in großer Menge saßen, so
dass sie herangelockt wurden und sich scharenweis
darauf niederließen. |
|
| Schneiderlein: |
(Schneiderlein spricht zu Leuten.)
„Ei, wer hat euch eingeladen?“ |
| Erzähler: |
sprach das Schneiderlein und jagte die
ungebetenen Gäste fort. (Schneiderlein macht
Handbewegungen gegen Leute.) |
| Erzähler: |
Die Fliegen aber ließen sich nicht abweisen,
sondern kamen wieder. Da lief dem Schneiderlein
endlich, wie man sagt, die Laus über die Leber,
es langte aus seiner Hölle nach einer
Fliegenklatsche und rief: |
|
| Schneiderlein: |
„Wart, ich will es euch
geben!“ |
| Erzähler: |
Es schlug unbarmherzig drauf.
(Schneiderlein „schlägt“ auf
Leute.) |
| Erzähler: |
Als es abzog und zählte, so lagen nicht
weniger als 7 vor ihm tot und streckten die
Beine. |
| Schneiderlein: |
„Bist du so ein Kerl?“ |
| Erzähler: |
sprach es und musste selbst seine Tapferkeit
bewundern, |
| Schneiderlein: |
„Das soll die ganze Stadt
erfahren.“ |
| Erzähler: |
Und in der Hast schnitt das Schneiderlein
einen Gürtel, nähte ihn und stickte mit großen
Buchstaben darauf: |
|
| Schneiderlein: |
„7 auf einen Streich!“ –
„Ei, was Stadt …“ |
| Erzähler: |
sprach es weiter, |
| Schneiderlein: |
„ … die ganze Welt soll’s
erfahren!“ |
| Erzähler: |
Und sein Herz wackelte ihm wie ein
Lämmerschwänzchen. Das Schneiderlein band sich
den Gürtel um den Leib und wollte in die Welt
hinaus, weil es meinte, die Werkstätte sei zu
klein für seine Tapferkeit. |
2. Szene:
| Erzähler |
Nach einiger Zeit kam er an ein Haus. Er
klopfte an die Haustür und rief |
|
| Schneiderlein |
„Macht auf, ihr lieben Kinder, eure
Mutter ist da und hat jedem von euch etwas
mitgebracht.“ |
| Erzähler |
Aber die Geißerchen hörten an der rauen
Stimme, dass es nicht ihre Mutter war. |
| Geißlein |
„Wir machen nicht
auf…“, |
| Erzähler |
riefen sie, |
| Geißlein |
„ … du bist unsere Mutter nicht,
die hat eine feine und liebliche Stimme, aber
deine Stimme ist rau. Du bist das tapfere
Schneiderlein!“ |
| Erzähler |
Da ging das tapfere Schneiderlein fort zum
Kirchenchor und nahm Gesangsunterricht.
(Schneiderlein geht zu einem Kirchenchormitglied,
fragt nach Gesangsunterricht und übt ein paar
Töne.) |
| Erzähler |
Dann kam er zurück, klopfte an die Haustür
und rief |
|
| Schneiderlein |
(mit hoher Stimme) „Macht auf,
ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat
jedem von euch etwas mitgebracht.“ |
|
| Erzähler |
Aber der Schneider hatte seine schwarze Hand
in das Fenster gelegt, das sahen die Geißerchen
und riefen |
|
| Geißlein |
„Wir machen nicht auf, unsere Mutter
hat keine schwarze Hand wie du. Du bist das
tapfere Schneiderlein!“ |
| Erzähler |
Da lief das Schneiderlein zum Müller und
sprach |
|
| Schneiderlein |
„Streu mir weißes Mehl auf meine
Hand.“ (Müller gibt ihm
Mehl.) |
| Erzähler |
Nun ging der tapfere Bösewicht zum dritten
Mal zu der Haustür, klopfte an und sprach |
|
| Schneiderlein |
„Macht mir auf, Kinder, euer liebes
Mütterchen ist heimgekommen und hat jedem von
euch etwas aus dem Walde mitgebracht.“ |
| Erzähler |
Die Geißerchen riefen |
|
| Geißlein |
„Zeig uns erst deine Hand, damit wir
wissen, dass du unser liebes Mütterchen
bist.“ |
| Erzähler |
Da legte er die Hand ins Fenster, und als sie
sahen, dass sie weiß war, so glaubten sie, es
wäre alles wahr, was er sagte, und machten die
Tür auf. Wer aber hereinkam, das war das tapfere
Schneiderlein. Sie erschraken und wollten sich
verstecken.(Geißlein versteckt nun
nacheinander die Plüschtiere an den jeweiligen
Orten und setzt sich dann ins Publikum.) Das
eine sprang unter den Tisch. Das zweite ins
Klavier, das dritte unter die Jacke von …,
das vierte hinter das Bierglas von …, das
fünfte …, das sechste … und das
siebente im Publikum. Aber das tapere
Schneiderlein fand sie alle und machte nicht
lange Federlesen. (Schneiderlein stopft sich
Plüschtiere unter Pullover.) Eines nach dem
anderen schluckte er in seinen Rachen. Nur das
Jüngste (im Publikum), das fand er nicht. Als das
Schneiderlein seinen Hunger gestillt hatte,
trollte es sich fort, legte sich unter einen Baum
und fing an zu schlafen.(Plüschtiere wieder
raus und weg. Schneiderlein schnarcht.) Als
das tapfere Schneiderlein endlich ausgeschlafen
hatte, machte es sich auf die Beine, ging zum
Brunnen, setzte sich hin und fing an zu
nähen. |
Szene 3
| Erzähler: |
Nun trug es sich zu, dass die Nadel einmal
ganz blutig war. Es bückte sich damit in den
Brunnen und wollte sie abwaschen, sie sprang ihm
aber aus der Hand und fiel hinab. Es weinte, lief
zur Stiefmutter und erzählte ihr das Unglück. Sie
schalt es aber so heftig und war so unbarmherzig,
dass sie sprach: |
| Stiefmutter: |
„Hast du die Nadel hinunterfallen
lassen, so hol sie auch wieder
herauf.“ |
| Erzähler: |
Da ging das tapfere Schneiderlein zu dem
Brunnen zurück und wusste nicht, was es anfangen
sollte, und in seiner Herzensangst sprang es in
den Brunnen hinein, um die Nadel zu holen.
(Sonne, Wiese mit Blumen. Schneiderlein liegt
darauf.) Es verlor die Besinnung, und als es
erwachte und wieder zu sich selber kam, war es
auf einer schönen Wiese, wo die Sonne schien und
viele tausend Blumen standen. Auf dieser Wiese
ging es fort und kam zu einem Baum, der hing
voller Äpfel und rief ihm zu: |
| Apfelbaum: |
„Ach, schüttle mich, schüttle mich,
meine Äpfel sind alle miteinander
reif.“ |
| Erzähler: |
Da schüttelte es den Baum, dass die Äpfel
fielen, als regneten sie, und schüttelte, bis
keiner mehr oben war und legte sie alle in einem
Haufen (ins Publikum) zusammen. Danach ging es
weiter und kam zu einem Backofen, der war voller
Brot. Das Brot aber rief: |
| Backofen: |
„Ach, zieh mich heraus, zieh mich
heraus, sonst verbrenne ich. Ich bin schon längst
ausgebacken.“ (Schneiderlein nimmt
Brotschieber.) |
| Erzähler: |
Da trat es herzu und wollte mit dem
Brotschieber alles herausholen. (Gretel
springt auf.) Da gab ihm Gretel einen Stoß,
dass es weit hineinfuhr, machte die eiserne Tür
zu und schob den Riegel vor. Hu, da es an zu
heulen, ganz gruselig. Aber Gretel lief
schnurstracks zum Hänsel, öffnete sein Ställchen
und rief: |
|
| Gretel: |
„Hänsel, wir sind erlöst, das tapfere
Schneiderlein ist tot.“ |
| Erzähler: |
Da sprang Hänsel aus dem Käfig hervor, wie
ein Vogel, wenn ihm die Tür aufgemacht wird. Wie
haben sie sich gefreut und sind sich um den Hals
gefallen. Dann gingen sie Hand in Hand nach
Hause. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann
leben sie noch heute. |
Sketch für 2 Personen. Erzählt wird das Märchen
„Hänsel und Gretel“. Die Erzählung wird
laufend durch Werbung unterbrochen.
Personen:
Spieldauer: ca. 2 Minuten
| Großmutter: |
Hänsel und Gretel verirrten sich im
Wald. |
| Werbung: |
Aber sie streuten Kellogs Cornflakes, um den
Heimweg besser zu finden. |
| Großmutter: |
Doch freche Eichhörnchen fraßen die
gestreuten Cornflakes auf. |
| Werbung: |
Natürlich, Kellogs Cornflakes sind die
größten! |
| Großmutter: |
Endlich kamen Hänsel und Gretel zum
Lebkuchenhäuschen einer bösen Hexe. |
| Werbung: |
Vom Hug ist alles gut und tut gut. |
| Großmutter: |
Die böse Hexe sperrte Hänsel in einen Käfig
und fütterte ihn mit - |
| Werbung: |
Trim, die gesunde Hauptmahlzeit! |
| Großmutter: |
Er wurde fetter und fetter, doch er war klug
genug, der bösen Hexe einen Hühnerknochen durch
das Gitter zu strecken. |
| Werbung: |
Güggeli aus Dänemark! |
| Großmutter: |
Die böse Hexe wurde wütend, sie hatte sich
einen fetteren Braten erhofft, aber - |
| Werbung: |
Gard stoppt die Fetties! |
| Großmutter: |
Trotzdem wollte die böse Hexe Hänsel braten
- |
| Werbung: |
In Astra 10, mit dem feinen
Buttergeschmack |
| Großmutter: |
Doch die tapfere Gretel wußte sich zu helfen
- |
| Werbung: |
So klein und so stark |
| Großmutter: |
Und sie stieß die Hexe in den Ofen |
| Werbung: |
Muß das ein Mädchen sein, mit so einem Parfum
- fly away! |
| Großmutter: |
Die böse Hexe wurde also im Ofen
verbrannt. |
| Werbung: |
Röstfrisch von Eduscho |
| Großmutter: |
Hänsel und Gretel aber gingen glücklich nach
Hause, und wenn sie nicht gestorben sind, so
leben sie noch heute. |
| Werbung: |
Winterthur Unfall versichert |
Autorin: Bettina Rixner
Sketch für 5 Personen nach dem Märchen
„Rotkäppchen und der böse Wolf“
Personen:
- Erzähler
- Mutter
- Rotkäppchen
- Wolf
- Jäger
| Erzähler: |
Sodalla… dann werde ich mal so
beginnen, wie jedes gute Märchen beginnt und
zwar: Vor vielen, vielen Jahren lebte einmal eine
Mutter mit ihrer Tochter glücklich und zufrieden.
Doch eines Tages hörte man Geschrei im
Hause: |
| Mutter: |
Du undankbares Ding… Ich will dich
hier nie wieder sehen, wenn du mir noch mal
diesen Bauerndeppen anschleppst. Du weißt genau
das der net ganz dicht ist und das ich den hasse
wie die Pest. |
| Rotkäppchen: |
Oh Mutti, aber ich find ihn doch soooo
toll |
| Mutter: |
Nein, toll is der ganz sicher net…
such dir doch einfach jemand anderen. Ich kann
dir au bei der suche helfen. |
| Rotkäppchen: |
NEEEEIIIINNN… das kommt für mich nicht
in frage. Ich will nicht von dir verkuppelt
werden… und außerdem liebe ich meinen
Josephe soooo sehr |
| Mutter: |
Na gut… wenn dus anders net verstehst,
dann sag ichs dir direkt: Pack deine Sachen und
hau ab. Ich will dich hier soo schnell nich mehr
sehn. Geh zu deiner alten dummen Großmutter.
Vielleicht kann die dich ertragen. |
| Erzähler: |
Oh mann… das war ja wohl total
grausam. So eine böse Frau. Naja, Rotkäppchen
blieb also nix anderes über als ihre Sachen zu
packen und abzuhauen. --kleine Pause-- |
| Erzähler: |
Wenige Stunden später: |
|
| Rotkäppchen: |
Lalalalalala… Ich sollte öfter hier im
Wald spazieren gehen. Es ist total schön hier.
Mmmhh… nächstes Mal muss ich mein Josephe
unbedingt mitnehmen… ;) |
| Erzähler: |
Rotkäppchen lief immer weiter in den Wald.
Sie bemerkte gar nicht das sie von jemanden
beobachtet wurde. |
| Wolf: |
Bohr… Krass… Alta… Die
is ja wohl voll schööön!!! |
| Rotkäppchen: |
Lalalala… ich weiß das ich sooo schön
bin… und wer bist du? |
| Wolf: |
Ja sieht ma des net oder was? Ich bin da
Nikolaus… |
| Rotkäppchen: |
Oh… Hallo Nikolaus. Alles klar bei
dir? |
| Wolf: |
Ja sag mal spinnst du?? Hast du etwa schon
mal einen Nikolaus gesehen der ausschaut wie ein
krass BBBÖÖÖÖSSSEEERRR Wolf??? |
| Rotkäppchen: |
Lass mich überlegen… Ne… ich
glaub net… dann bist du wohl doch nur ein
Scherzkeks^^ |
| Wolf: |
Hey, willst mich jetza beleidigen au no oder
was? |
| Rotkäppchen: |
Ja… (ganz frech) |
| Wolf: |
Hey alda… die Tussi is ja voll fett
der Freak und verarschen will se mich au
no… |
| Rotkäppchen: |
Schön für dich. Kann ich jetza endlich weiter
gehen? |
| Wolf: |
Warte. Wo gehst den überhaupt hin? |
| Rotkäppchen: |
Zu meiner lieben Omiiiiii. Mei alde will mich
nämlich nich mehr haben… |
| Wolf: |
Oh du armes Kind. Magst net bei mir bleiben??
Du bist doch sooo schön |
| Erzähler: |
Diese Frage hätte der Wolf sich auch sparen
können… Die Antwort darauf war ja wohl
sooo klar… Rotkäppchen ging weiter und
endeckte wunderschöne Blumen. Auf dieser tollen
Wiese ruhte sie sich erst mal aus und pflückte
einen riesigen Straus für ihre Großmutter. |
| Rotkäppchen: |
Jetza geh ich endlich mal weiter, sonst komm
ich erst morgen Früh bei da Oma an. |
| Erzähler: |
Rotkäppchen konnte das Haus schon sehen. Aber
was war das: |
|
| Rotkäppchen: |
Warum steht den die Türe speer angel weit
offen?! |
| Erzähler: |
Sie ging näher und näher. Dann ging sie durch
die offene Tür ins Haus ihrer Großmutter und da
lag die alte Frau auch schon im Bett. |
| Rotkäppchen: |
Na, Alde alles fit? |
| Wolf: |
Ja aber sicher kleine… du bist ja sooo
schön |
| Rotkäppchen: |
Großmutter warum liegst du im Bett? |
| Wolf: |
Ach. Da kann ich mir die Decke weit hoch
ziehn, damit du mich nicht so leicht
erkennst. |
| Rotkäppchen: |
Und warum hast du Handschuhe an?? Es ist doch
Sommer und es hat draußen mehr als 30 Grad. |
| Wolf: |
Oh mann… du weißt ja au garnix…
ich sag ja dumme Tussi. Ich erklärs dir: Unter
den Handschuhen sind meine großen Krallen und die
sollst du ja nicht sehn. |
| Rotkäppchen: |
Achso… na wenn's sonst nix ist…
Oma, irgendwie hast du das letztes mal noch nicht
so an starken Haarwuchs gehabt. |
| Wolf: |
Ja Mann… Mädi… Klingelts immer
no net??Alta ich bin net dei oma… ich bin
da krass BÖSE Wolf und will dich jetza
fressen. |
| Rotkäppchen: |
Ohohohoho! Aber bevor du mich frisst no eine
Frage: Was hast du mit meiner Oma gemacht?? |
| Wolf: |
Die Alte hab ich in Schrank gesperrt. Die hat
mich so was von genervt. |
| Großmutter: |
*Klopf* *Klopf* Hier bin ich mein Kind. Keine
Angst mir geht's gut! |
| Rotkäppchen: |
Schön zu hören, Oma. Wolf, wo warn wir stehn
geblieben? |
| Erzähler: |
Nach diesen paar Wörtern war es ganz leise im
Haus der Großmutter. Man hörte nur noch ein
schmatzen und Rotkäppchen war weg. Nur die rote
Kappe war noch da: |
|
| Wolf: |
Ja genau, die gehört jetza mir. Voll die
krasse rote Mütze. Schau ich ja jetza au richtig
schön aus. |
| Erzähler: |
Der Wolf ging hinaus und legte sich in den
Schatten um zu schlafen. Ein wenig später kam der
Jäger vorbei. |
| Jäger: |
Hallo. Ich bin Josephe. Der Jäger hier im
Wald. Und ich geh jetza mal meine Freundin die
Großmutter besuchen. Ja wo is den mein
Hassal?? |
| Erzähler: |
Erst war nichts zu hören. Doch dann ein
Schnarchen. Es kam aus dem Schrank. Der Jäger
öffnete die verschlossene Schranktüre. Plumps.
Heraus fiel die Großmutter. |
| Jäger: |
Ja hallo Mausal. Hast dir aber einen komisch
Platz zum schlafen ausgesucht!? |
| Großmutter: |
Guten Morgen. Ja scho. Gut hab ich
geschlafen. Aber den Platz hab ich mir net selber
ausgesucht. Der krass Böse Wolf war hier und hat
mich eingesperrt und das arme Rotkäppchen hat er
aufgegessen. |
| Jäger: |
Oh Schnekala das is ja alles total
fürchterlich. Das arme Kind. Komm wir gehen raus
und sehen nach wo der Wolf ist. Vielleicht ist ja
noch etwas zu retten. |
| Erzähler: |
So und wie die Geschichte jetzt ausgeht das
wisst ihr ja selber. Am Schluss sind alle
zufrieden und glücklich.Und unser Rotkäppchen ist
sooo schön… |
|