Inhaltsverzeichnis
Gedichte
- Geburtstag ist
schon wieder da
- Eine Feier kann sehr nervend sein!
- Ihr Hobby
- Das 18jährige Geburtstagskind hat ein
interessantes Hobby
- Wir Frauen
um die 60
- … sind immer noch so schön
Geschichten
- Das Rezept für die
nächsten 365 Tage
- Gute Ratschläge für das neue Lebensjahr
- Warum ich
meine Sekretärin feuerte
- Ein Missverständnis mit Folgen
- Das Geschenk
- Durch ein Versehen wird das Geburtstagsgeschenk
eines jungen Mannes an seine Freundin vertauscht
Gedichte
Einleitung:
Liebe(r) _______________, du hast uns eingeladen, um mit
dir heute Geburtstag zu feiern. Dies kann mitunter auch
sehr nervend sein. Warum? Dies möchte ich einmal kurz in
Gedichtform vortragen:
Geburtstag ist schon wieder da,
der gleiche Scheiß wie letztes Jahr.
Horden kommen angerannt,
schütteln dir wie blöd die Hand,
küssen und umarmen Dich,
ach wie ist das widerlich!
Tätscheln süßlich deine Wange,
da wird dir mit Recht ganz bange,
und jeder gar ein Sprüchlein weiß -
mein lieber Mann, ist das ein Scheiß.
Doch es kommt ja noch viel schlimmer:
Denn hast du sie erst mal im Zimmer,
dann fängt ein großes Tratschen an,
man spricht vom Geld, vom Kind, vom Mann.
Und zwischendurch wird eingestreut,
hast du nicht dies und das bereut,
was da so im vergangenen Jahr
an Schwierigkeit zu regeln war?
Kurzum man rädert Dich mit Fleiß -
mein lieber Mann, ist das ein Scheiß.
Beinahe hätte ich noch vergessen:
Die wollen ja alle auch was essen!
Da du den Ablauf ja schon kennst,
jetzt schnurstracks in die Küche rennst,
um für die buckligen Kadetten,
die blöden und auch für die netten,
den Mampf zu holen - kalt und heiß -
mein lieber Mann, ist das ein Scheiß.
Damit auch wirklich jedermann
den Futtersack sich vollhauen kann,
sind die Portionen, das ist klar,
noch größer als im letzten Jahr.
Jetzt sieht man alle emsig kauen,
man hört ein heimliches Verdauen,
nur einer schreit noch nach mehr Reis -
mein lieber Mann, ist das ein Scheiß.
Kaum dass alle abgefüllt,
man schon nach was zu saufen brüllt.
Hier zeigt sich jetzt Organisation,
denn deine Schluckis kennst du schon,
zuerst kommen die leichten Sachen,
die reichen gerade zum Muntermachen.
Doch richtig fetzig wird's erst dann,
wenn man auch Schnäpse saufen kann.
Dazu noch Bier, gleich kastenweis' -
mein lieber Mann, ist das ein Scheiß.
Bald hörst du nur noch stöhn und lall,
dann weißt du, jetzt sind alle prall!
Der eine ist im Suff ganz still,
die andre schreit, und zwar ganz schrill.
Ein Dritter weint still in sein Kissen,
ihm geht es plötzlich ganz beschissen,
weil er nicht mehr weiter weiß -
mein lieber Mann, ist das ein Scheiß.
Der Morgen bricht schon langsam an,
auf der Toilette bricht ein Mann.
Jetzt heißt es mutig zuzupacken,
sonst woll'n sie auch noch bei dir knacken.
Mit sehr viel List und noch mehr Tücke,
sagst du jetzt jedem mach 'ne Mücke.
Und vorsichtig, mit viel Gespür,
schiebst du den letzten aus der Tür.
Der schaut Dich an und sagt betroffen:
Junge, bin ich heut besoffen,
dann wird ihm schlecht, dir wird ganz heiß -
mein lieber Mann, ist das ein Scheiß.
Dann machst du leise die Türe zu
und weißt, jetzt hast du deine Ruh.
Ein letzter Blick ins Partyzimmer,
der Saustall wird auch immer schlimmer,
voll Grausen wendest du Dich ab,
für heute reicht es, und nicht zu knapp.
Noch ein kurzer Spiegelblick,
du prallst fast vor dir selbst zurück:
Die Augen rot, die Haut ganz weiß -
mein lieber Mann, ist das ein Scheiß.
Jetzt schmeißt du Dich auf die Matratzen,
um augenblicklich einzuratzen,
und noch im Traum da wird dir klar,
jetzt hast du Zeit bis nächstes Jahr!
Dann treffen sich hier wieder alle,
Kleine, Große, Dünne, Dralle,
mit irrem Blick und leerem Magen,
sind sie bereit voll zuzuschlagen.
Auf deiner Stirne perlt der Schweiß -
mein lieber Mann, ist das ein Scheiß!
Jetzt könnte man denken, du hast genug,
doch das ist jedenfalls ein Trug.
Der Raum ist kaum sauber, der Kopf kaum klar,
da denkst Du schon ans nächste Jahr.
Und freust Dich drauf und planst schon sehr,
dir armen Teufel hilft nichts mehr.
Dann stehst du wieder, bereitest vor
und bist und bleibst - ein armer Tor.
Alles steht wieder stapelweis',
das ist und bleibt der alte Scheiß.
Vorzutragen zum 18. Geburtstag, es gibt
auch eine
Version für die Hochzeitsfeier
Die *_______________ ist ab heut eine erwachsene
Frau,
*Name Geburtstagskind
darum ich euch ihr Hobby jetzt anvertrau’
Sie kann nicht kochen und nicht flicken,
sie kann nicht putzen, kann nicht stricken,
nur eines gibt’s das sie wunderbar kann,
und dies schätzt auch ein jeder Mann.
Sie kann es langsam und gelinde,
sie kann es kräftig und geschwinde,
sie kann es stehend und auch im Bücken,
besonders gut geht’s auf dem Rücken.
Sie kann’s im Dunkeln und bei Licht,
auch Sturm und Regen stören nicht.
Und wenn sie mal die Laune packt,
dann kann sie es auch pudelnackt.
Sie kennt davon fast jeden Brauch,
kann’s auf dem Bauch natürlich auch.
Sie fing schon zeitig damit an,
gelehrt hat ihr’s ein junger Mann.
Am Anfang war sie öfter bange
und hielt sich fest an einer Stange,
doch mit der Zeit kam die Routine,
die *______________ ist ne flotte Biene.
Name Geburtstagskind
Und – ihr werdet es vielleicht nicht
glauben,
sie ist kein Freund von Gummihauben.
Nur für Natur hat sie Interesse,
ihr Element, das ist die Nässe.
Doch meine Lieben nicht erschreckt,
hier liegt der zweite Sinn versteckt -
meint’s nicht im Bösen, nicht im
Schlimmen,
denn was sie kann ist nämlich - SCHWIMMEN.
Autorin: Helga Kugler
Hier stehen wir, wir Frauen, so grad um
sechzig,
in der Blüte der Jahre, appetitlich und würzig,
so richtig in Form und auch mal gefährlich,,
drum fragen wir euch und bitte, seid ehrlich!
Ihr dürft uns dabei gern mal näher
beseh’n,
sind wir um die 60 nicht immer noch schön?
Bei uns gehen die Künstler noch immer ins
Volle,
ob der Rubens oder gar der Oswald Kolle.
Wir waren stets sexy und bleiben auch so,
und das vom Scheitel bis hin zum .........oho !
Bei uns da stimmt alles, bis hinab zu den
Zeh’n,
sind wir um die 60 nicht immer noch schön?
Wir ernähren uns richtig, mit viel Vitamine,
Gemüse, Salat und auch mal Apfelsine.
Das Fleisch gebraten, ohne Fett in der
Pfann’,
den Salat ohne Öl, das essen wir dann.
Drum ist die Haut glatt, das könnt Ihr doch
seh’n,
sind wir um die 60 nicht immer noch schön?
Krankheit, Wehwehchen, sind bei uns verpönt,
uns merkt man nichts an, wir sind nicht
verwöhnt!
Wir steigen stets singend aus dem Bett,
das ganze Jahr fröhlich und immer sehr nett.
Ihr Männer, es wird Zeit, es einmal
einzugesteh’n,
sind wir um die 60 nicht immer noch schön?
Wir lieben Amore und sind immer noch high,
wo etwas los ist, sind wir immer dabei.
Die Jugend der Welt hat uns stets schon
kopiert,
Wir sagen, wie man sich a la Mode frisiert.
Man liebt uns in Rom, Paris und Athen,
sind wir um die 60 nicht immer noch schön?
Zu uns kommt ein Mann nie mit ganz leeren
Händen,
das macht nichts, wir lassen uns gerne was
schenken.
Schmuck oder Pelze, das ist uns nicht peinlich,
wir nehmen was kommt, da sind wir nicht
kleinlich.
Wir tragen die Nerze, wenn es sein muß auch
zehn,
sind wir um die 60 nicht immer noch schön?
An uns ist was dran, wir sind nicht von
Pappe,
alles ist echt und noch keine Attrappe.
Die Taille ist schlank und elastisch die Knie,
an uns verdiente nicht die Korsettindustrie.
Wir bieten noch Täler, noch Kurven und
Höh’n,
sind wir um die 60 nicht immer noch schön?
Und die Männer, die klug sind, haben’s
längst schon erkannt,
wir haben nicht nur Kurven, wir haben auch
Verstand.
Wir sind keine Liebchen, wir wissen was wir
wollen
Und die Männer wissen, was sie von uns halten
sollen.
Wir lassen sie auch mal um Zärtlichkeit
fleh’n,
schließlich sind wir um die 60 und immer noch
schön!
Die Geschichte der Menschheit beweist es ganz
klar,
dass die Frau um die 6o stets der Mittelpunkt
war.
Seht nur die Lollo,
die Silvana Mangano,
die Röck, die Marika und die Lili Marlen,
ja, sind wir, wie die, nicht ebenso schön?
Selbst hier in * _______________ ist längst schon
bekannt,
* Wohnort des Geburtstagskindes
die Frau um die 60 hat’s Heft in der
Hand.
Und dass heut hier was los ist, das ist doch ganz
klar,
dafür sorgen wir Frauen, um die sechziger Jahr.
Drum heißt es von Köln über Mainz bis zur Rhön:
Mensch, die Sechziger, die sind vielleicht schön!
Und sind wir mal 70, dann werdet ihr
staunen,
wie wir noch sorgen für blendende Launen!
Wir werden der Schwarm aller Männer stets
bleiben,
und die ganze Konkurrenz aus dem Felde
vertreiben!
Und müssen wir auch dann ganz langsam schon
geh’n,
trotzdem sind wir mit 70 immer noch schön!
Man nehme zwölf Monate, putze sie sauber von
Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Neid und zerlege jeden
Monat in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat genau für 1
Jahr reicht.
Jeder Tag wird dann einzeln angerichtet aus einem Teil
Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine
Prise Takt.
Dann wird die ganze Masse sehr reichlich mit Liebe
übergossen!
Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen
kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit
Heiterkeit!
Vor zwei Wochen hatte ich meinen 40. Geburtstag und
fühlte mich ohnehin nicht sehr wohl. Ich ging zum
Frühstück. Meine Frau sagte nicht einmal „Guten
Morgen“, schon gar nicht „Alles Gute“.
Die Kinder sagten auch kein Wort und ließen mich völlig
links liegen.
Auf dem Weg ins Büro fühlte ich mich ziemlich
niedergeschlagen. Ich ging durch die Eingangstüre meines
Büros. Als Janet, meine Sekretärin, auf mich zukam und
„Alles Gute zum Geburtstag, Boss“ sagte,
fühlte ich mich ein bisschen besser. Wenigstens eine
hatte sich erinnert.
Ich arbeitete bis mittags. Pünktlich um zwölf klopfte
Janet an die Tür und sagte: „Es ist ihr Geburtstag.
Lassen Sie uns doch Mittagessen gehen, nur Sie und
ich“. Wir gingen nicht in das übliche Lokal, fuhren
aufs Land zu einem kleinen gemütlichen Restaurant, um ein
wenig Privatsphäre zu haben. Wir tranken zwei Martinis
und erfreuten uns am hervorragenden Mahl.
Auf dem Weg zurück ins Büro sagte Janet: „Wissen
Sie, es ist so ein schöner Tag, und es ist ihr
Geburtstag. Wir müssen doch nicht zurück ins Büro fahren,
oder? Fahren wir doch zu mir in meine Wohnung und trinken
noch einen Kaffee.“ Als wir in ihrem Appartement
ankamen, tranken wir statt Kaffee noch ein paar weitere
Martinis und rauchten gemütlich eine Zigarette.
Nach einiger Zeit sagte Janet: „Wenn es Sie
nicht stört, würde ich mir gerne etwas Bequemeres
anziehen. Ich gehe nur schnell ins Schlafzimmer und bin
gleich wieder da.“ Nach einigen Minuten kam sie
wieder heraus. Sie trug eine Geburtstagstorte in den
Händen - gefolgt von meiner Frau, den Kindern sowie den
engsten Mitarbeitern. Alle sangen „Happy
Birthday“. Und ich saß auf der Couch und hatte
außer meinen Socken nichts mehr an.
Es war einmal ein junger Mann, der in die Stadt ging,
um ein Geburtstagsgeschenk für seine neue Freundin zu
erwerben. Da die beiden noch nicht sehr lange zusammen
waren, beschloss er - nach reiflicher Überlegung - ihr
ein paar Handschuhe zu kaufen, ein romantisches, aber
doch nicht zu persönliches Geschenk.
In Begleitung der jüngeren Schwester seiner Freundin
ging er zu Marks Spencer und erstand ein paar weiße
Handschuhe. Die Schwester kaufte ein Unterhöschen für
sich. Beim Einpacken vertauschte die Verkäuferin aus
Versehen die Sachen; so bekam die Schwester die
Handschuhe eingepackt und der junge Mann bekam unwissend
das Paket mit dem Höschen, das er auf dem Rückweg zur
Post brachte und mit einem kleinen Briefchen an seine
Liebste verschickte:
Mein Schatz, ich habe mich für dieses Geschenk
entschieden, da ich festgestellt habe, dass du keine
trägst, wenn wir abends zusammen ausgehen. Wenn es nach
mir gegangen wäre, hätte ich mich für die langen mit den
Knöpfen entschieden, aber deine Schwester meinte, die
kurzen wären besser. Sie trägt sie auch und man kriegt
sie leichter aus.
Ich weiß, dass das eine empfindliche Farbe ist, aber
die Dame, bei der ich sie gekauft habe, zeigte mir ihre,
die sie nun schon seit drei Wochen trägt, und sie waren
überhaupt nicht schmutzig. Ich bat sie, deine für mich
anzuprobieren und sie sah echt klasse darin aus. Ich
wünschte, ich könnte sie dir beim ersten Mal anziehen,
aber ich denke, bis wir uns wiedersehen, werden sie mit
einer Menge anderer Hände in Berührung gekommen sein.
Wenn du sie ausziehst, vergiss nicht, kurz
hineinzublasen, bevor du sie weglegst, da sie
wahrscheinlich ein bisschen feucht vom Tragen sein
werden. Denk immer daran, wie oft ich sie in deinem
kommenden Lebensjahr küssen werde. Ich hoffe, du wirst
sie Freitagabend für mich tragen. In Liebe
PS: Der letzte Schrei ist, sie etwas hochgekrempelt zu
tragen, so dass der Pelz rausguckt.
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