Inhalt
Am Tauftag wünschen wir aus tiefster Seele,
dass es an Gottvertrauen niemals fehle.
Ja, wer an Gottes Hand durchs Leben schreitet,
der bleibt behütet und wird gut geleitet!
Dem Täufling möge es immer wohlergehen!
Ihm und den Eltern gratuliert man gern.
Es möge unter einem guten Stern
das ganze Leben der Familie stehen!
Der Gruß ist wirklich gut gemeint:
Wir wünschen herzlich alles Beste
Zu diesem feierlichen Feste,
das jung und alt so froh vereint.
Der Tauftag möge allgemein
Und rundum voller Freude sein!
Dich hat in dieser dreifach heiligen Stunde
gebbenedeit des frommen Priesters Wort.
Mit uns nun stehst du, junger Christ, im Bunde,
so sei der Glauben, Gläubiger, Dein Hort.
O halt’ ihn fest, du engelsreiner
Knabe!
Durchs wilde Leben, wenn Gefahren droh’n;
es sei dein Höchstes bis zum fernen Grabe,
sei dein Palladium vor Gottes Thron.
Sei deine Mutter Trost, die dich mit Qualen
ins Leben trug und schmerzlich dich gebar.
Willst du die große Schuld ihr einstens zahlen,
dann flechte Blumen ihr ins Silberhaar.
Sei deines braven Vaters, der mit Liebe
dich leiten wird, bis einst sein Auge bricht,
gerechter Stolz im Alter, und betrübe
ihn niemals durch Verletzung Deiner Pflicht.
Im frommen Wandel wohnt das Heil der Seele!
Noch kannst du fassen nicht den lautern Sinn,
Und alles, was ich dir, mein Kind, erzähle,
dringt noch nicht zu dem zarten Herzen hin.
Doch wirst du einst mich besser schon
begreifen,
und wirst du dann auch deine Pflichten tun,
Dann werden dir und uns die Früchte reifen,
die keimend jetzt in deiner Brust noch ruh’n.
Lieber Gott, wir bitten dich,
schau' herunter gnädiglich
auf dies kleine Menschenkind,
dem wir alle nahe sind.
Mach zum Glauben es bereit
Und schütz es zu jeder Zeit.
Sei ihm Halt im Weltgetriebe,
lass' es fühlen deine Liebe.
Bewahre es vor großem Schmerz
Und schenke ihm ein gutes Herz.
„Mit Gott“ zu wandeln
hat stets seinen Sinn.
„Mit Gott“ zu handeln
bringt Herzens-Gewinn.
„Mit Gott“ also wag’ es!
Es strahle der Schein
des festlichen Tages
ins Leben hinein!
Unser Wunsch kommt mit Bedacht:
Lass’ Dir niemals rauben,
was das Leben wertvoll macht:
Hoffen! Lieben! Glauben!
Unser Wunsch: Viel Glück dem Kleinen!
Mög’ dem Täufling leuchtend-froh
Stets die helle Sonne scheinen –
Und den Eltern ebenso!
Wir bringen ein Kind zur Taufe.
Gott gebe, daß es bald laufe.
Wir wünschen, daß es gedeihe
und nicht zu oft schreie.
Wir wollen dieses Kind begleiten
und heut` mit ihm zur Taufe schreiten.
Gott mag ihm den Segen geben
von nun an für sein ganzes Leben.
Zum Tauftag bringen wir die Wünsche dar,
die wir in unseren Gedanken hegen:
An jedem Tage und auf allen Wegen
Begleite Gottes reicher Vater-Segen
Den kleinen Täufling und das Elternpaar!
Zum Tauftag nur das Beste
und lauter liebe Gäste.
Freuen sollen sich gross und klein
- so soll Euer Tauffest sein
Zum Tauftag wünschen wir das Beste!
Es möge von dem hohen Feste
ein Strahlen ausgehn, das die Welt,
in der Du leben wirst, erhellt!
Auch von unserer Seite
ist der Taufwunsch klar:
Gott der Herr begleite
Kind und Elternpaar!
Alles wird gelingen,
wenn – was man auch tut –
über dem Vollbringen
Gottes Segen ruht!
Am Tauftag, den Sie heut’ begehen,
ist unser Glückwunsch pünktlich da.
Wir können uns heut’ zwar nicht sehen;
im Geist jedoch sind wir uns nah!
Heut', zur Taufe, sei beschlossen,
dass wir künftig unverdrossen
diesem Kind zur Seite stehen,
es soll beschützt durchs Leben gehen.
Tut ihm jemand was zu Leide,
zerklirrt die erste Fensterscheibe,
was auch immer, eins ist klar:
Wir sind für dies Menschlein da!
Autor: Reneé
Christian-Hildebrandt
Zum Gedicht wird vom Paten einem silbernes
Kettchen überreicht
Ein kleines Stück gehörst du mir,
drum will ich zum Gedenken
an diesem Tag der Freude hier
ein Silberkettchen schenken.
Es soll verbinden dich und mich
zu einem guten Bunde.
das kleine Wort „Gott schütze
dich!“
sei mit dir jede Stunde.
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