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Weihnachtsmann

Gedichte und Lieder über den Weihnachtsmann

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Inhalt

Inhaltsverzeichnis

Gedichte

Geschichten

Lieder

Gedichte

Der alte Weihnachtsmann

Autor: Alexander

Die Hände voll mit Tüten von Aldi und Netto,
und bestimmt hat der Alte auch noch andere Marken in petto.
Jetzt wird mir’s auch klar und ich wund’re mich nich,
das ich jedes Jahr von Aldi nen Schlafanzug krich.

Er schleppt sich kraftlos dahin durch Fichte und Tann.
Und es ist nicht mehr aus der Kindheit der Weihnachtsmann.
Denn der kam mit einen Schlitten und Rentier davor,
darauf einem Sack voll Spielzeug und Süßen und dazu sang ein Engelchor.

Der Weihnachtsmann aus der Kindheit war ein lustiger Mann,
doch der hier ist traurig, man sieht es ihm an.
Er schleppt keinen Sack mehr mit kleinen Geschenken!
Nein, er hält duzende Plastiktüten in seinen knorrigen Händen.

He Alter, so sag ich ganz still vor mich hin,
was ist nur aus dir geworden, was ist des Weihnachtsfest Sinn?
Da plötzlich dreht er sich zu mir um,
er macht einen Schritt auf mich zu und ich werde stumm.

Dann spricht er zu mir, der alte Weihnachtsmann,
und es fällt ihm wohl schwer, man sieht es ihm an.
Das Fest der Liebe ist es lange nicht mehr,
alle wollen viel Essen und der Geschenke noch mehr.

Nur die teuersten Geschenke müssen es sein,
aber es gibt auch welche, für die kauf bei Aldi ich ein.
Die Menschen wurden undankbar, geldgeil und gierig
und sagt überhaupt einer Danke, dann klingt das schon schmierig.

Dabei gibt es anderswo viel Kummer und Leid.
Doch daran zu denken hat wohl keiner mehr Zeit.
Auch der Sinn des Christfest von einst ging verloren,
wurde einst doch laut Bibel der Heiland geboren.

Doch besinnliche Weihnacht das kannst du heute vergessen,
erst Geschenke aufreissen dann kräftig essen,
welch Kind singt heut noch ein Lied, wer kennt noch ein Gedicht
und nach dem Ursprung der Weihnacht frag ich lieber nicht.

Das heilige Fest, wie wir einst es gedacht ,
wurde lange schon durch euch zum Konsumrauschfest gemacht.
Ich schleppe mich ab jedes Jahr mit den teuersten Geschenken
aber an den Ursprung der Weihnacht tut heut keiner mehr denken.

Und als seine Worte zu Ende er bringt,
eine Träne mehr über seine Wangen rinnt.
„Mach’s besser, mein Freund“, so ruft er mir noch zu,
dann verschwindet er zwischen den Bäumen im Nu.

Noch lange steh ich zwischen Fichten und Tannen,
dann mehme ich meine Gedanken zusammen,
ich gehe nach Hause und für mich steht es fest:
Ich feiere dieses Jahr das alte Weihnachtsfest.

Wir werden zusammen sitzen unterm Tannenbaum
und ich erzähle meinen Kindern von einem Traum.
Von einem Traum eines alternden Mann
den dennoch jeder, der will, auch erfüllen kann.

Und wir werden der wahren Weihnacht gedenken
und uns nicht sinnlos mit Werten beschenken,
und singen die alten Lieder im Kerzenschein
ja und wer weis vielleicht kehrt der alte Weihnachtsmann dann bei uns ein.

Ich wünsche es mir und euch allen von Herzen:
Eine frohe gesunde Weihnacht ohne Ärger und Schmerzen,
ohne viel Stress mit viel mehr besinnlicher Zeit,
die Ohren macht auf, die Herzen macht weit.

Ich hoffe, es wird ein Fest der Liebe und Freude
denn dann, und das sage ich euch schon heute,
gibt es irgendwo zwischen Sträuchern und Tann
einen alten, aber glücklichen Weihnachtsmann.

Weihnachtsfrau oder Weihnachtsmann?

Autor: Helmut Schreiber

Im Sinne der Emanzipation
stellt sich jeder die Frage schon:
Warum heißt es „Weihnachtsmann“?
Hörte es sich nicht besser an,
wenn es hieße „Weihnachtsfrau“?
Nun ja, ich weiß es nicht genau.
Auf jeden Fall fiel es mir schwer,
käm da ’ne Frau mit Bart daher,
mir das Lachen zu verkneifen.
Weil Frauen doch gewöhnlich keifen,
erfreute es mich sowieso,
rief sie noch lauthals: Ho Ho Ho!
Man stelle sich vor, dann schwänge die Gute
während des Rufens auch noch ihre Rute.
Doch die Grenze zum guten Geschmack,
das wäre wohl der pralle Sack.
Nach dieser Analyse des Geschlechtes
und im Eifer des Gefechtes,
ergeben meine Argumente dann:
Es kann nur heißen: „Weihnachtsmann“!

Brief von einer Anwaltskanzlei

„Lieber guter Weihnachtsmann,
jetzt ist's soweit, jetzt bist du dran.
Mein Chef ist nämlich Rechtsanwalt.
Der klagt dich an, der stellt dich kalt.

Schon seit vielen hundert Jahren,
bist du nun durch das Land gefahren,
ohne Nummernschild und Licht.
Auch TÜV und ASU gab es nicht.

Dein Schlitten eignet sich nur schwer,
zur Teilnahme am Luftverkehr.
Es wird vor Gericht zu klären sein:
Besitzt du 'nen Pilotenschein?

Durch den Kamin ins Haus zu kommen,
ist rein rechtlich streng genommen
Hausfriedensbruch - Einbruch sogar.
Das gibt Gefängnis, das ist klar.

Und stiehlst du nicht bei den Besuchern,
von fremden Tellern Obst und Kuchen?
Das wird bestraft, das muss man ahnden.
Die Polizei lässt nach dir fahnden.

Es ist auch allgemein bekannt,
du kommst gar nicht aus diesem Land.
Wie man so hört, steht wohl dein Haus
am Nordpol, also sieht es aus,
als kämmst du nicht aus der EU.
Das kommt zur Klageschrift dazu!

Hier kommt das Deutsche Recht zum Tragen.
Ein jeder Richter wird sich fragen,
ob deine Arbeit rechtens ist,
weil du ohne Erlaubnis bist.

Der Engel, der dich stets begleitet,
ist minderjährig und bereitet
uns daher wirklich Kopfzerbrechen.
Das Jugendamt will mit dir sprechen!

Jetzt kommen wir zu ernsten Sachen.
Wir finden es gar nicht zum Lachen,
dass Kindern du mit Schläge drohst.
darüber ist mein Chef erbost.

Nötigung heißt das Vergehen
und wird bestraft, das wirst du sehen,
mit Freiheitsentzug von ein paar Jahren.
Aus ist’s bald mit dem Schlittenfahren.

Das Handwerk ist dir bald gelegt,
es sei denn dieser Brief bewegt
dich, die Kanzlei reich zu beschenken.
Dann wird mein Chef es überdenken“

Geschichten

Gibt es einen Weihnachtsmann?

Eine 100 Jahre alte Antwort für Erwachsene und Kinder macht auch heute noch nachdenklich:

Im Jahre 1897 unterhielt sich Virginia mit ihren Freunden über Santa Claus, den amerikanischen Weihnachtsmann. Während Sie an ihm glaubte, meinten die anderen, es gebe überhaupt keinen Weihnachtsmann. Die gesäten Zweifel wollte sie mit ihrem Vater Dr. Philip O'Hanlon klären, doch seine Antwort war ausweichend.

Die Achtjährige hatte mitbekommen, dass sich die Familie bei auftretenden Zweifelsfragen an die Frage- und Antwort-Kolumne der Zeitung New York Sun wandte, einem Blatt, auf das ihr Vater große Stücke hielt.

„Gut, dann werde ich darangehen, an die Sun zu schrieben und die wirkliche Wahrheit herauszufinden“, entschied sich sich Virginia. Ihr Vater bestärkte sie in ihrem Vorhaben mit den Worten: „Nur zu, Virginia. Ich bin sicher, dass dir die Sun die richtige Antwort gibt, wie sie es immer macht.“ Das Kind schrieb an die Lieblingszeitung ihrer Eltern.

Den Auftrag, diese diffizile Anfrage zu beantworten, erhielt der langjährige Journalist Francis Pharcellus Church. Ihm gelang ein Editoral, dass zu den berühmtesten Veröffentlichungen in der US-Presse zählt. Es wurde in der Folge jedes Jahr von der New York Sun nachgedruckt. Nach dem Einstellen Ihres Erscheinens im Jahr 1950 übernahmen andere den Text, so auch wir an dieser Stelle. Die Sun schreib 1897:

Mit Freude antworten wir sofort und auf die in ihrer Weise herausragende Mitteilung unten und drücken gleichzeitig unsere große Befriedigung aus, dass ihr gewissenhafter Autor zu den Freunden der Sun zählt:

Lieber Redakteur: Ich bin 8 Jahre alt. Einige meiner kleinen Freunde sagen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt. Papa sagt: Wenn du es in der Sun siehst, ist es so. Bitte sagen Sie mir die Wahrheit; gibt es einen Weihnachtsmann?
Virginia O'Hanlon.
115 West Ninety-fifth Street."

Virginia, deine kleinen Freunde haben unrecht. Sie sind beeinflusst von der Skepsis eines skeptischen Alters. Sie glauben nichts, was sie nicht sehen. Sie denken, dass es nichts geben kann, was für ihren kleinen Geist nicht fassbar ist. Alle Gedanken, Virginia, ob sie nun von Erwachsenen oder Kindern sind, sind klein. In diesem unseren großen Universum ist der Mensch vom Intellekt her ein bloßes Insekt, eine Ameise, verglichen mit der grenzenlosen Welt über ihm, gemessen an der Intelligenz, die zum Begreifen der Gesamtheit von Wahrheit und Wissen fähig ist.

Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Er existiert so zweifellos wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung bestehen, und du weißt, dass sie reichlich vorhanden sind und deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben. O weh! Wie öde wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe. Sie würde so öde sein, als wenn es dort keine Virginias gäbe. Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik, die diese Existenz erträglich machen. Wir hätten keine Freude außer durch Gefühl und Anblick. Das ewige Licht, mit dem die Kindheit die Welt erfüllt, wäre ausgelöscht.

Nicht an den Weihnachtsmann glauben! Du könntest ebenso gut nicht an Elfen glauben! Du könntest deinen Papa veranlassen, Menschen anzustellen, die am Weihnachtsabend auf alle Kamine aufpassen, um den Weihnachtsmann zu fangen; aber selbst wenn sie den Weihnachtsmann nicht herunterkommen sehen würden, was würde das beweisen? Niemand sieht den Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können. Sahst du jemals Elfen auf dem Rasen tanzen? Selbstverständlich nicht, aber das ist kein Beweis, dass sie dort nicht sind. Niemand kann die ungesehenen und unsichtbaren Wunder der Welt begreifen, oder sie sich vorstellen.

Du kannst die Babyrassel auseinander reißen und nachsehen, was darin die Geräusche erzeugt; aber die unsichtbare Welt ist von einem Schleier bedeckt, den nicht der stärkste Mann, noch nicht einmal die gemeinsame Stärke aller stärksten Männer aller Zeiten, auseinander reißen könnte. Nur Glaube, Phantasie, Poesie, Liebe, Romantik können diesen Vorhang beiseite schieben und die himmlische Schönheit und den Glanz dahinter betrachten und beschreiben. Ist das alles wahr? Ach, Virginia, in der ganzen Welt ist nichts sonst wahrer und beständiger.

Kein Weihnachtsmann! Gottseidank! Er lebt, und er lebt auf ewig. Noch in tausend Jahren, Virginia, nein, noch in zehnmal zehntausend Jahren wird er fortfahren, das Herz der Kindheit zu erfreuen.

Quelle: www.wikipedia.de

Weihnachtsmann – gelandet

Autor: Christian Busche, Berlin

Am Flughafen und auch am Bahnhof sieht man nicht selten Menschen stehen, die Schilder mit Worten in großen Buchstaben in die Luft halten. Darauf stehen die Namen von Reiseunternehmen, Reisegruppen oder auch einzelnen Menschen. Das wirkt immer noch persönlicher, als einfach eine Lautsprecherdurchsage in Auftrag zu geben. Außerdem geht das nicht überall so einfach.

Im Dezember stand schon einige Tage lang immer am Mittag ein Herr mit einem großen weißen Schild in der Hand. Besonders auffällig war der Mann nicht, aber auf dem Schild stand in Großbuchstaben zu lesen: "Weihnachtsmann". Zuerst lächelten die Leute an den Schaltern der Fluggesellschaften noch und tuschelten: "Was ist denn das für ein Verrückter? Will der hier wirklich auf den Weihnachtsmann warten?"

Nach drei Tagen beachteten sie ihn gar nicht mehr. Nur die Touristen schmunzelten, ein paar Kinder lachten und verspotteten den Mann. Der aber blieb freundlich und lächelte. Er stand in der Halle mit den Flugsteigen, an denen hauptsächlich die Flüge aus Skandinavien abgefertigt wurden.

Der Nikolaustag war längst vorbei und Weihnachten zog herauf. Wie üblich war wieder der unbekannte Mann mit seinem Schild erschienen. Aus einem der Ausgänge schob sich ein etwas behäbiger Herr mit einem ungewöhnlich langen weißen Bart. Sein Gepäck war ziemlich reichhaltig. Es lag aufgetürmt auf einer Transportkarre, die er schob. Er blickte sich suchend um und steuerte dann direkt auf den Mann mit dem Schild zu. Den Flughafenleuten verschlug es die Sprache. Sollte das vielleicht doch...? Ehe sie aber nachfragen konnten, waren beide Männer aus der Halle verschwunden und fuhren mit einem besonders großen Taxi davon.

In den nächsten Tagen geriet die Sache mehr und mehr in Vergessenheit. Jeder dachte an die eigenen Weihnachtsvorbereitungen, die noch zu besorgenden Geschenke und das gute Essen. Einige ärgerten sich auch, ausgerechnet wieder an den Weihnachtstagen Dienst schieben zu müssen. Die Feiertage verliefen ruhig, eigentlich so wie immer.

Am 27. Dezember tauchte der Weißbärtige plötzlich wieder auf. Sein Gepäck war diesmal auffallend klein. Es bestand aus einer Aktentasche und einem nicht allzu großen Sack. "Wegen der neuen Sicherheitsbestimmungen können Sie diesen Sack nicht mit in die Kabine nehmen", erklärte man ihm freundlich, aber bestimmt. "Ja, das hätte ich beinahe vergessen", antwortete der Mann und schnürte den Sack auf. Allen Angestellten an den Schaltern überreichte er ein kleines, wunderbar verpacktes Geschenk. "Vielleicht bis zum nächsten Jahr", sagte er und verschwand im Abfertigungsbereich.

Lieder

Jingle Bells

Text: Autor unbekannt
Melodie: J. S. Pierpont, 1857

Jingle Bells, Jingle Bells,
klingt’s durch Eis und Schnee.
Morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt dort von der Höh’.
Jingle Bells, Jingle Bells,
es ist wie ein Traum.
Bald schon brennt das Lichtlein hell
bei uns am Weihnachtsbaum.

Wenn die Winter Winde weh'n,
Wenn die Tage schnell vergeh'n,
Wenn im Schranke ganz verheimlichvoll,
Die bunten Päckchen steh'n.
Dann beginnt die schöne Zeit,
Auf jeder sich schon freut,
Und die Menschen seh'n so freundlich aus
Und singen weit und breit.

Jingle Bells, Jingle Bells,
klingt’s durch Eis und Schnee.
Morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt dort von der Höh’.
Jingle Bells, Jingle Bells,
es ist wie ein Traum.
Bald schon brennt das Lichtlein hell
bei uns am Weihnachtsbaum.

Morgen kommt der Weihnachtsmann

Text und Melodie: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt mit seinen Gaben,
Trommel, Pfeifen und Gewehr,
Fahn’ und Säbel, und noch mehr,
Ja, ein ganzes Kriegesheer
möcht’ ich gerne haben.

Bring’ uns lieber Weihnachtsmann,
Bring’ auch morgen, bringe
Musketier und Grenadier,
Zottelbär und Panthertier,
Roß und Esel, Schaf und Stier,
lauter schöne Dinge!

Doch du weißt ja unsern Wunsch,
Kennst ja uns’re Herzen.
Kinder, Vater und Mama,
Auch sogar der Großpapa,
alle, alle sind wir da,
warten dein mit Schmerzen.



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Seite zuletzt geändert: 25.08.2010