Nobby on Tour

Lustige Gedichte zum Schmunzeln
von Norbert Heßler

Übersicht

Nobby on Tour

Gedichte

Nobby on Tour

Nobby un dat Mittelmeer!

Autor: Norbert Heßler

Et is soweit, et geht wieder los.
Urlaub! Nur wohin? Wat mach ich bloss?
Ich zu meiner Frau: „Uschi, bitte sehr,
komm wir fahren dieses Jahr annet Mittelmeer.“

Meine Frau die guckt mich komisch an:
„Das, das geht nicht lieber Mann,
denn für ’ne Reise an das Mittelmeer,
haben wir keine Mittel mehr.“

Da bin ich dann wieder wech - bin wieder auf Tour,
manche Leute fragen: „Habt ihr gesehen wer da fuhr?“
Es grüßt euch herzlich, denn dafür bin ich bekannt,
Nobby - so werde ich genannt!

Nobby auffe Rennbahn!

Autor: Norbert Heßler

Ich war noch nie beim Pferderennen,
ich denk mich: Nobby, dat musse auch kennen,
nich mit’m Auto, nich mit’m Kahn,
ich mit mein Moped zur Düsseldorfer Rennbahn.

Ich denk, - guckse dich wat um,
mach zum „Schuhzubinden“ den Rücken krumm,
ich seh nich hoch, seh nich auf,
plötzlich hab ich’n Sattel drauf.

Dat hab ich dann meiner Frau erzählt,
die lächelt mich an, etwas gequält:
„Du kannst doch gar nicht reiten.“
„Wieso“, sach ich, „gemacht hab ich den Zweiten!“

Nobby un Wellenreiten!

Autor: Norbert Heßler

Mein Frau sacht: „Nobby, so’n Wellenritt,
der macht Spass, da bleibste fit.“
Ich sach zu meiner Frau: „Dat is nich einfach, geh mich wech,
oder hat ich, wie immer Pech?
Ich hab dat probiert, un dat haben alle gesehen,
dat Pferd wollte keinen Schritt, in dat Wasser gehen.“

Dann bin ich wieder wech - bin wieder auf Tour,
manche Leute fragen: „Habt ihr gesehen wer da fuhr?“
Es grüßt euch herzlich, denn dafür bin ich bekannt,
Nobby - so werde ich genannt!

Nobby un dat 1/2 Hähnchen!

Autor: Norbert Heßler

Ich kann nix dafür, dat dat so is,
bin ich im Ausland, versteht man mich miss.
Da bin ich in London, hab Hunger - will wat essen,
jetz geht et los - dat mit de Fremdsprache messen.

Ich steh da so - vor sonne Bude, wat mach ich da in meinem Wahn,
man ich hab Hunger - ich will ne’n ½ Hahn!
„Ein halbes Hähnchen, bitte!“
„Sorry“, sacht de Mann, da in der Mitte.

„Chicken?“ -
Mann, ich konnte nich mal nicken.
„Nee, nich schicken, lieber Mann,
ich dat doch auch hier essen kann?“

Nach’em Essen bin ich dann wieder wech, bin wieder auf Tour,
manchmal fragen die Leute: „Habt ihr gesehen wer da fuhr?“
Es grüßt euch herzlich, denn dafür bin ich bekannt,
Nobby - so werde ich genannt!

Nobby hat Übergewicht!

Autor: Norbert Heßler

Ich auf mein Moped, dat is wat für mich,
da fällt mir ein - wat is mit meinem Gewicht.
Dat Rauchen, dat tu ich nu nich mehr,
zugenommen hab ich - man wat bin ich schwer.

Als Geschenk zum Geburtstag, krieg ich ne Waage,
die spricht mit mir - ja, keine Frage!
Da sacht die doch: „Geh von mir runter!“
Ich denk, die spinnt, dann werd ich munter.
Die spricht vom Postamt: „Hör wat ich sage,
geh da rüber - da steht die Frachtwaage!“

Ich also rüber un stell mich drauf,
de Zeiger geht hoch - dann hörte auf -
nur dreißig Kilo zeicht se an,
ich denk mich - man, wie kann dat dann?

Zwei kleine Jungen kucken zu
und denken ganz bestimmt - nanu,
de Dicke - un nur 60 Pfund,
dat geht nich - dafür is de viel zu rund.

De eine Junge kuckt mich an,
wie ich weiland den Kohl.
„Mir dir stimmt doch wat nich Mann,
he, - bisse vielleicht hohl?“

So bin ich dann wieder wech, bin wieder auf Tour,
manche Leute fragen: „Habt ihr gesehen wer da fuhr?“
Es grüßt euch herzlich, denn dafür bin ich bekannt,
Nobby - so werde ich genannt!

Nobby un „Oma Tiger“!

Autor: Norbert Heßler

Ihr wisst dat ich en Moped hab, 98 PS, Spitze 240 - dat sind Sachen,
da kannse richtig wat mit machen.
Un mit dem Gerät bin ich dann auf Tour,
na, dat hatten wir schon - mit dem, der da fuhr,
aber et gibt Dinge im Leben, da machtet einfach - wumm,
da bisse sprachlos, dat haut dich um.

Ich mit mein Moped, die Ampel war rot,
ich guckte links un rechts, so ganz ohne Not.
Da kommt so’n Gerät, drauf sitzt ne Oma,
die strahlt mich an - gehört die nich schon ins Koma?,
die sacht zu mir: „Hey, Cowboy, bin ich nicht fleißig,
komm nenn mich Tiger, mein Moped fährt Dreißig“!

Dann gibt se Gas, dann isse wech,
ich denk für mich: So’n Pech,
dat nit jeder so’ne flotte Oma haben kann,
so isset, - dat Leben, - jo, Mann!

Der, der da is, ist mal wieder auf Tour,
manchmal fragen die Leute: „Habt ihr gesehen wer da fuhr?“
Es grüßt euch herzlich, denn dafür bin ich bekannt,
Nobby - so werde ich genannt!

Nobby, willse ewig leben?

Autor: Norbert Heßler

Et gibt so Dinge, die versteh ich nit,
die krieg ich manchmal auch nit mit.
Inne Zeitung stand - un dat soll et geben,
dat Junggesellen länger leben.

Ich zu mein Frau un sach ihr dat.
„Wat hasse gesacht, wat?
Als Ehemann du alter Tor,
kommt dir das bloss viel länger vor.“

Englischer Kaffee!

Autor: Norbert Heßler

Mit sonem Moped kommse überall schnell hin,
zwischendurch machse Pause, haust dir en Kaffee rin,
in England bin ich gewesen, da kannse nich viel wählen,
da gibbet fast nur Tee - und dat musste ich erzählen.

Ich sach zu mein Frau - nu isset mir klar,
seit ich en paar Tage in England war,
warum die Tommis seit eh und je,
kaum Kaffee trinken - sondern Tee.

„Ich weiß es nicht“, sacht da mein Frau,
„ich nehm das auch nicht so genau!“
„Ich aber, ich hab dat direkt kapiert,
als ich den Kaffee hab probiert!“

Da bin ich dann wieder weiter - bin wieder auf Tour,
manche Leute fragen: „Habt ihr gesehen wer da fuhr?“
Es grüßt euch herzlich, denn dafür bin ich bekannt,
Nobby - so werde ich genannt!

Nobby un dat Kapital!

Autor: Norbert Heßler

Ich les ganz gern, dat is nich neu,
grad les ich dat Kapital - von Karl Mai.
Und dat erzähl ich meiner Frau,
da sacht die: „Mann - hast du nen Hau?
Karl Marx schrieb doch das Kapital!“
„Jo, jo“, sach ich, „momente mal,
dat dat so is, dat wusst ich nich,
jetz kommt die Erkenntnis über mich,
ich hab mich schon gewunnert - man ich Tor
da kamen gar keine Indianer vor.“

Nobby un de Scheibenwischer!

Autor: Norbert Heßler

Ich hab auch en Auto,
mit dem komm ich auch immer an,
et is zwar en bisschen komisch,
ich hab keine Scheibenwischer mehr dran.

Denn ich park mein Auto oft, wo ich grad steh,
komm ich dann zurück, wat ich seh,
da hat mir doch so’ne Politesse wat versteckt,
un unter meinen Scheibenwischer, en „Bettelbrief“ gesteckt.

Drum hab ich die Scheibenwischer dann abmontiert,
die Polizei hat et zwar moniert,
dann war’n se freundlich, haben mich erkannt,
wen - den Nobby - so werde ich genannt!

Nobby un die „Libido“!

Autor: Norbert Heßler

Ich galt immer als en flotten Jung,
doch im Alter komm ich nich mehr so richtig in Schwung,
dat ging sogar soweit, ich brauchte Rat,
da sich selbst in Punkto Liebe nix mehr tat.

Komm ich nach Haus, muss dat denn sein,
schlief ich doch schon im Stehen ein.
Selbst mein Frau hätt gern gewusst,
warum ich zu nix mehr hab die Lust.

Ich zum Doktor, dä guckt mich an,
ob dä da wat dran ändern kann?
„Hör auf wie’n Jungen rumzutollen,
du gehörs jetz zu de Ollen!“

„Als Medizin schreib ich wat auf,
dat weckt sogar en Toten auf.“
14 Tage später treff ich den Doc dann inne Bahn,
de spricht mich auch direkt drauf aan.

„Na, Nobby, nun wie geht es dir?“
„Sehr, sehr gut, Herr Doktor“ und dann noch zu mir:
„Was sagt denn deine Frau dazu,
das du wieder selbst bist - du!“
Ich denk mich: Nobby - jetz muss et raus:
„He Doc, ich war seitdem noch nich zu Haus!“

Dann bin ich wieder schnell wech - bin wieder auf Tour,
manche Leute fragen: „Habt ihr gesehen wer da fuhr?“
Es grüßt euch herzlich, denn dafür bin ich bekannt,
Nobby - so werde ich genannt!

Nobby als Geisterfahrer

Autor: Norbert Heßler

Feierabend - ich komm nach Haus.
Meine Frau sacht: „Du siehst aber komisch aus.“
„Ja, sach ich - auf de Autobahn war die Hölle los,
20 Punkte auf einmal in Flensburg - wat mach ich bloss?“

„Wie 20 Punkte auf einmal - das gibt es doch nicht!“
„Doch“ sach ich - und meine damit,
dat is mir gelungen - ich hab et zwar nich gewollt,
hab ich doch en Geisterfahrer überholt.“

Angehalten haben se mich - un nur gelächelt,
haben sich mit meinem Lappen Luft zugefächelt!
„Den nehmen wir jetzt mit - un aus unserer Sicht,
wird spazierengehen für Sie nun Pflicht.“

Nobby un „Leere Flaschen“

Autor: Norbert Heßler

„Du, Nobby“, sacht meine Frau für mich,
„manchmal versteh ich dich wirklich nicht,
nur leere Flaschen hast du im Kühlschrank drin,
das hat doch überhaupt keinen Sinn.“

„Lass mal“, sach ich zu meiner Frau, „dat hat schon Sinn,
die ganzen leeren Flaschen im Kühlschrank drin,
et kann doch mal sein - auch wenn et komisch klingt,
dat wir’n Besuch kriegen - der garnichts trinkt.“

Dann bin ich wieder weiter - bin wieder auf Tour,
manche Leute fragen: „Habt ihr gesehen wer da fuhr?“
Es grüßt euch herzlich, denn dafür bin ich bekannt,
Nobby - so werde ich genannt!

Nobby un Liegestütze!

Autor: Norbert Heßler

Ich un Sport - in meinem Leben,
hat et ihn doch viel gegeben.
Ob Judo, Leichathletik, Surfen un auch Frauen,
da bleibse „jung“, da kannze drauf bauen.

Radfahren un danach en lecker Pils,
dat passt grad noch zwischen Leber un Milz,
so nem ich dat Leben, wennet geht meist heiter,
wennet nich so klappt, geht et doch weiter.

Ich innen Wald, Waldlauf ist Pflicht,
nur renn ich nich zu schnell - dat tu ich nicht.
Stop ab un zu - um Liegestütze zu machen,
da is mich wat passiert - da kannze nur lachen.

Ich also Liegestütze - ich auf un nieder,
ich mach durch - immer wieder,
kommt son’ Opa doch vorbei,
lacht mich an, is locker, sagt:„Hei!“
„Junge“ sagt de, „da hasse aber Pech,
du kanns aufhör’n, die Frau is doch schon wech.“

Jetz isset aber genug, ich hoch un bloss weg nur,
drum bin ich mal wieder, wieder auf Tour.
So grüßt euch herzlich, denn dafür bin ich bekannt,
Nobby - so werde ich genannt!

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Seite zuletzt geändert: 26.08.2015