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Der Laubbläser, Gedicht – Festgestaltung

Der Laubbläser

Autorin: Heidi Hollmann

Herbstlaub rechen statt blasen
Herbstlaub rechen statt blasen
Bild von congerdesign auf Pixabay
Laubbläser und -sauger mit Verbrennungsmotor stoßen Abgase wie Stickoxide und Kohlenmonoxide aus. Der Geräuschpegel von über 100 Dezibel – ungefähr so laut wie ein Presslufthammer – schadet der Gesundheit. In der Streuschicht am Boden leben zahlreiche Kleintiere, die ihren Lebensraum verlieren können.

Mit Getös’ jagt er die Blätter
die der Herbststurm abgemäht.
Ich persönlich fänd’ es netter,
wenn er’s mit dem Rechen tät.

Ach, was sehen meine Augen,
Blätter schweben auf und nieder.
Wozu soll’n Geräte taugen.
Wenn die Blätter kehren wieder.

Freigelegt ist ein Stück Rasen.
Das gefällt den Bunten nicht.
Mögen weiterhin dort grasen.
Sind auf Wirbeln nicht erpicht.

Auf dem vormals dichten Rasen
zeigen kahle Stellen sich.
Der Bläser hat zu viel geblasen.
Ehrlich, es erschüttert mich.

Kann man nicht auch leise fegen.
Wie in frühr’en schönen Zeiten.
Ach, was wäre das ein Segen.
Ließ man lautlos Rechen gleiten.

Aber warum einfach handeln,
wenn es auch geht kompliziert.
So wird sich der Rasen wandeln,
weil er an Substanz verliert.

Der Laubjäger entfernt die Blätter
die der Herbststurm abgemäht.
Ach, was wäre er ein Netter,
wenn er’s mit dem Rechen tät.

© Heidi Hollmann


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