Ein Schlüssel für das Glück, Gedicht – Festgestaltung

Ein Schlüssel für das Glück

Kinder überreichen einen Schlüssel

Hier ist der Schlüssel für das Glück,
geformt aus einem Eisenstück.
Ja, seht nur grad, wie unsre Braut
begierig nach dem Schlüssel schaut!
Der junge Gatte - kann das sein? -
wird ganz auffallend still und klein.
Und seine Augen sprechen Bände!
Der Schlüssel kommt in andere Hände.
Von Frauenhänden, fein und zart,
sei dieses Kleinod stets bewahrt.

(übergibt ihn der Braut)

Hier, liebe Braut, ich bin so frei.
Gebrauchsanweisung liegt dabei:
Der Herr im Haus kriegt ihn nur dann,
wenn er schön "bitte" machen kann:
Doch sei dabei nicht gar zu streng,
halt ihm die Zügel nicht zu eng.
Er wird dir dafür dankbar sein.
Und bist du klug, dann richt es ein,
dass er den Schlüssel kaum begehrt.
Schenk ihm das Glück am eig’nen Herd.

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Was ist dunkler: schwarz oder weiß?

Kommentare (1)

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Stefansagt...

Bin so froh, das alte Gedicht doch noch gefunden zu haben. Ich hatte es vor 50 Jahren zur Hochzeit meines Bruders vorgetragen. Jetzt haben die bald Goldene Hochzeit und werden große Augen machen, wenn ich es noch einmal mache