Sommergedichte

bekannte und weniger bekannte Sommergedichte,
Sammlung schöner Gedichte über den Sommer

Übersicht

Sommergedichte

An den Sommer

Autorin: Anita Menger

„Oh Sommer wann fängst du denn an?“
hörst du uns alle fragen.
Weil er dich nicht erwarten kann
beginnt der Mensch zu klagen.

So gehst du also an dein Werk,
bringst warme Sonnentage,
doch kaum kommst du so recht in Fahrt
erreicht dich neue Klage.

„Oh weh, so schwül und drückend heiß –
jetzt treibst du´s auf die Spitze!“
„Das hält der stärkste Mensch nicht aus –
die reinste Affenhitze!“

„Nun denn!“ denkst du und schickst sogleich –
wie immer edler Ritter –
mit Blitz und Donner obendrein,
ein herrliches Gewitter.

Wir atmen auf und sind erlöst:
„Hab Dank für diesen Segen!“
und doch vernimmst du bald darauf:
„Wann hört denn auf der Regen?“

So stehst du unter Dauerstress.
Es jedem Recht zu machen
gelingt dir nie – doch bitt´ ich dich:
„Lass´ oft die Sonne lachen!“

© Anita Menger – meine-festtagsgedichte.de

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Fliederbusch

Autorin: Heidi Hollmann

Sind erst die Fliederdolden hin
und frisch ergrünt die Tannen.
Weiss ich, warum ich traurig bin:
Der Frühling schleicht von dannen.

Der Sommer kommt sacht über Nacht.
Wie könnt es anders sein.
Er ist es, der mir Laune macht,
er schenkt uns auch den Wein.

Der Herbst setzt gern noch einen drauf.
Er muss sich immer zeigen.
Er regt so lang die Winde auf,
bis alle Drachen steigen.

Der Winter gar nicht mehr so fern
mit Eis und Schneekristallen,
er ist und bleibt mein Augenstern.
An ihm find ich Gefallen.

Im nächsten Frühjahr alsodann,
erfreut mich neuer Flieder.
Das Blühen fängt von vorne an.
Verlässlich, immer wieder.

© Heidi Hollmann, www.heidihollmann.de

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Gewitter

Autorin: Sieglinde Seiler

Bedrohliche finstere Regenwolken
ziehen nachmittags am Horizont auf.
Zu lange wird es nicht mehr dauern
und das Gewitter nimmt seinen Lauf.

Der Vögel Liedergesang verstummt,
als von fern der erste Donner grollt,
Das Sommergewitter kommt näher,
das sengender Hitze Rechnung zollt.

Es wird rasch dunkler, beinahe finster
und es zeigt sich ein mächtiger Wind.
Eine Frau schließt ein offenes Fenster
und ruft ins Haus zu kommen ihr Kind.

Fast gespenstisch ist die Stimmung
und auch die Natur hält den Atem an.
Fühlbar ist die aufgestaute Energie,
die sich nun drastisch entladen kann.

Der erste Blitz zuckt grell vom Himmel.
Laut prasselt starker Regen hernieder,
gibt dem durch die Hitze ausgedörrten
Erdboden reichlich Feuchtigkeit wieder.

Der Regen klopft an Fensterscheiben
und der Sturm peitscht den Regen an.
Das Sommerunwetter bleibt eine Zeit.
Dann bricht sich die Sonne die Bahn.

Endlich zieht die Gewitterfront weiter.
Die Luft ist abgekühlt und riecht frisch.
Das Gewitter hat der durstigen Sonne
randvolle Wasserpfützen aufgetischt.

In ihnen spiegelt sich gern die Sonne
wenn sie strahlend die Erde anscheint.
Ihre Anblick ist uns viel lieber, als wenn
der Himmel sich so austobt und weint.

© 24.03.2005 Sieglinde Seiler
weitere Gedichte von Sieglinde Seiler unter www.feiertagsgedichte.de

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Herr Sommer und Frau Sonne

Autorin: Anita Menger

Der Sommer ist ein fescher Mann
drum liebt ihn auch die Sonne.
Sie zeigt ihm gern was sie so kann
und strahlt ihn an mit Wonne.

Doch heute da vergisst sie sich
zeigt heiß ihm die Gefühle.
Er ruft die Wolken: Rettet mich,
verschafft mir etwas Kühle.

Da ziehen dunkle Wolken auf
vermindern so die Hitze.
Die Sonne reagiert darauf
und schleudert wütend Blitze.

Sofort ist hier die Hölle los
mit Donner, Blitz und Regen.
Der Sommer denkt – wie kann man bloß
sich derartig erregen.

Da er ein Mann ist mit Verstand
lässt er sie erst mal toben.
Er sieht dem Schauspiel zu gebannt,
bevor er geht nach oben.

Dort sagt er zärtlich dann zu ihr:
Ich will bestimmt nicht prahlen
doch denke ich du passt zu mir.
Nun kann sie wieder strahlen.

© Anita Menger – meine-festtagsgedichte.de

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Reise

Autorin: Heidi Hollmann

Sommer, du bist gar nicht nett.
Schickst Wolken uns und Regen.
Da bleiben wir in unsrem Bett.
Es ist uns Freund und Segen.

Dein Bruder Wind reisst voller Wut
die Früchte von den Bäumen.
Entwendet manchen schönen Hut,
bringt manchen arg zum Schäumen.

Wozu bist Sommer, du uns gut?
Zum Gähnen und Sinnieren?
Du nimmst uns unser bißchen Mut.
Den woll`n wir nicht verlieren.

Als Wandervögel reisen wir
im Flugzeug, Richtung Süden.
In ein viel schöneres Revier.
Um nicht so zu ermüden.

Wir suchen auf den Ballermann,
wo wir uns einen heben.
Und lächelt uns die Sonne dann,
winkt uns ein neues Leben.

© Heidi Hollmann, www.heidihollmann.de

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Sommerfreuden

Autorin: Anita Menger

Faltertanz auf Blumenwiesen.
Sommernächte lau und still.
Herrlich, kühles Nass genießen.
Vater schürt den Gartengrill.

Sommernächte lau und still.
Zauberhafter Duft der Rosen.
Vater schürt den Gartengrill.
Endlich wieder kurze Hosen.

Zauberhafter Duft der Rosen.
Trubel herrscht am Badestrand.
Endlich wieder kurze Hosen.
Barfuß durch den heißen Sand.

Trubel herrscht am Badestrand.
Herrlich, kühles Nass genießen.
Barfuß durch den heißen Sand.
Faltertanz auf Blumenwiesen.

© Anita Menger – meine-festtagsgedichte.de

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Sommerfrust

Autorin: Sieglinde Seiler

Der Menschen Sommerlust
weicht dem Sommerfrust,
denn vor Kälte schnaubend
kommt der Sommer daher.
Man kocht sich heißen Tee
für die arg erkältete Brust.
Statt einem Sommergefühl
hadert man mit ihm sehr.

© 14.06.2012 Sieglinde Seiler
weitere Gedichte von Sieglinde Seiler unter www.feiertagsgedichte.de

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Sommerwind

Autorin: Anita Menger

Behaglich sitze ich in diesem Garten
genieß den leichten, warmen Sommerwind.
Freu mich an Blumen, die in vielen Arten
und bunten Farben hier versammelt sind.

Belausche Vögel – suche zu entdecken
zu welchem Tier wohl jener Ruf gehört.
Die zwei dort scheinen sich verliebt zu necken,
ein and´rer schimpft – ob ihn das so empört?

Begeistert lass ich meine Blicke schweifen,
ich träume einfach nur so vor mich hin.
Versuche nichts Bestimmtes zu begreifen.

und frag auch nicht nach meines Lebens Sinn.
Will diesmal nur die Möglichkeit ergreifen
um mich zu freuen – daran, dass ich bin.

© Anita Menger – meine-festtagsgedichte.de

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Vergissmeinnicht

Autorin: Heidi Hollmann

Tausend Äuglein schaun mich an,
mit Blicken voller Süsse.
Sie ziehen mich in ihren Bann,
senden mir tausend Grüsse.

Jede Blum ein Augenstern
zu meinem Wohl und Frommen.
Der Sommer nicht mehr allzufern
ist mir auch sehr willkommen.

Blühet nur und samet aus
erneuert eure Blüten.
Umwuchert Beete und mein Haus.
Ich werde euch behüten.

Mir ist, als wenn mein Herz fast bricht
müsst ihr dereinst verblassen.
Herzige Vergissmeinnicht,
wie fühl ich mich verlassen.

Zum Trost jedoch, im nächsten Jahr
weiss ich, ich seh euch wieder.
Weil die Natur ist wunderbar,
in ihrem Auf - und Nieder.

© Heidi Hollmann, www.heidihollmann.de

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Seite zuletzt geändert: 13.03.2016