Polterabend — Gedichte, Vorträge, Sketche

Gedichte, Vorträge und Sketche zur Unterhaltung von
Brautpaar und Gäste, Textvorschläge für die Einladung

Übersicht

Einladung zum Polterabend

Vorträge zum Polterabend

Das Gasthaus Zum wilden Manne
Ein winziges Glöckchen bezwingt fünf trinkfeste Zecher.
Die Buße
der junge Bauer Dominik beichtet beim strengen Pater Quadrian
Die gute Nachbarin
Der Kochlöffel gehört in den Suppentopf und nicht an den Kopf des Ehemannes
Ein Bier ist besser ...
... als alle Ehefrauen
Eine Nonne
Alle Männer taugen nichts ...
Es ist allgemein bekannt
Scherben bringen Glück
Kauf dir lieber einen Hund
die letzte Warnung am Polterabend
Frauen
über die Vorteile von Frauen aus der Sicht von Männern
Männer
über die Vorteile von Männern aus der Sicht von Frauen
Vor-Hochzeitsrede einer Freundin
Gute Ratschläge an Braut und Bräutigam

Geschichten zum Polterabend

Aufklärung für die Braut/den Bräutigam
Sonderbericht vom Bundeswehrmanöver
Der Hochzeitstest
Ab und zu braucht man ein wenig Glück
Der Junggeselle
Kochbuch oder Hochzeit?
Die Hausbar
Wie man mit einem Säufer zu einem Vermögen kommt
Hochzeit oder Gefängnis?
Eine schwierige Entscheidung

Sketche zum Polterabend

Lob der Frauen und Mädchen
Sketch zum Polterabend: Streitgespräch zweier Herren über die Frauen.
O wie elend sind die Weiber
5 Mönche leiern vor sich hin …

Einladung zum Polterabend

Am … geht es mit poltern los

Am … um … geht es mit poltern los,
in unserem Garten, feiern wir groß.
Bringt einfach gute Laune mit,
und Porzellan das wär der Hit.

Ein Polterabend, so ist es Brauch

Ein Polterabend, so ist es Brauch,
denn feiert man ja schließlich auch.
Drum kommt am … um … alle geschwind,
und werft die Scherben in den Wind.
Mit einem leckeren Essen warten,
die zukünftigen Eheleute in ihrem Garten.

Liebe Gäste, lasst es euch sagen

Liebe Gäste, lasst es euch sagen,
für … und … hat es Polterabend geschlagen.
Sie wollen sagen in der Kirche ja,
deshalb seit doch alle da.
Am … um … wollen wir beginnen,
poltern laut und wie von Sinnen.

Polterabend feiert man nach alter Sitte

Polterabend feiert man nach alter Sitte,
wir haben dabei eine kleine Bitte.
Lasst das Glas in jedem Fall zurück,
nur echte Scherben bringen Glück.
Gepoltert wird am … um … Uhr,
dann gibt es auch Champagner pur.

Sei zum Poltern unser Gast

Sei am … um … zum Poltern unser Gast,
zerschepper was du über hast.
Das Glas lass aber besser zu Haus,
davor haben böse Geistern kein Graus.

Vorträge zum Polterabend

Das Gasthaus zum wilden Manne

Am Fuße des Brocken, im schönen Harz, da steht in des Bergkreises Banne
ein Wirtshaus, das man im Lande kennt als das Gasthaus „Zur grünen Tanne“.

Und wenn der Sommer zog in das Land, dann kam nach gewohnter Weise
zu dem freundlich-vornehm-diskreten Wirt manches Paar auf der Hochzeitsreise.

Und das beste Zimmer im ersten Stock - mit dem Erker und dem Balkone -
war stets gerüstet für die Nacht, die ein junges Paar erstmals dort wohne.

Und es sah das Zimmer im ersten Stock manch´ zärtlich-glückliche Stunde,
derweilen unten im Parterre beim Wirt saß die Stammtischrunde.

Fünf ältere Herren saßen am Tisch bei edlem Wein und Canasta:
der Apotheker, der Doktor, der Wirt, der Amtsrichter und der Herr Pastor.

Und jedes Mal, wenn ein Hochzeitspaar einzog in das Zimmer dort oben,
dann machte der Wirt nur leise „pst, pst!“ und zeigt´ mit dem Daumen nach oben.

Dann wurden die Alten wieder jung und steckten die Köpfe zusammen,
und es malte die Erinnerung in ihre Gesichter lodernde Flammen!

Und der Oberkellner, der würdige Franz, der stellte, sanft lächelnd in Milde,
im Kübel ´ne Flasche Söhnlein kalt - er war für die Fälle im Bilde.

Und es hoben die Blicke der Alten empor sich zur Decke an eine Stelle
grad´ über dem Tisch, wo an einem Holz hing eine silberne Schelle …

Und am Querholz sah man listig und klug sich ein zartes Fädchen befinden,
das geheimnisvoll zur Decke hinzog - dort sah man es plötzlich - verschwinden …

Und jedes Mal, wenn sich mit silbernem Klang tat die Stimme des Glöckleins erheben,
dann stießen die Alten die Kelche an und ließen das junge Paar leben!

Und der Ober füllte die Gläser frisch, er lächelte freundlich und milde
und stellte ´ne weitere Flasche kalt - er war für die Sachen im Bilde.

Bald glühte den Alten der graue Kopf bei Perlewein und Canasta -
dem Apotheker, dem Doktor, dem Wirt, dem Amtsrichter und dem Herrn Pastor.

Da geschah es mal wieder zur Zeit des Mai - im Gebüsch sang die Nachtigall leise -
dass in das Zimmer im ersten Stock zog ein Paar auf der Hochzeitsreise.

Und wieder hatte der Ober Franz - sein Antlitz strahlte in Milde -
die übliche Flasche kalt gestellt. Er war - wie immer - im Bilde!

Schon mehrmals hatte das Glöcklein getönt, schon mehrmals hob man die Becher,
und wieder brachten dem jungen Paar ein "Hoch!" die ergrauten Zecher!

Doch als das Glöcklein zum sechstenmal klang, hob der Doktor den Blick zu der Stange
und sprach, und die anderen nickten ihm zu: "Um deren Zukunft ist mir nicht bange."

Dann saßen sie wieder und lauschten gespannt, und als die Töne noch immer nicht schwiegen,
da paarte sich die Verwunderung mit der Hochachtung auf ihren Zügen!

Und als gar die achte Flasche geleert und die neunte bereits stand im Kübel,
zitierte der Pastor mit heiligem Ernst diesbezügliche Stellen aus der Bibel.

Und der Amtsrichter wollte - als strenger Jurist - sich über die "ius primae noctis" verbreiten,
da fing mit den andern Lateinern am Tisch der Apotheker bereits an zu streiten.

Und als ein weiteres Glockenspiel erklang wie das erste so milde,
verlor selbst der Kellner den Überblick - er war nicht mehr ganz im Bilde!

Es wurde dem Doktor im Frack zu schwül, er hat sich nur schwer gemeistert,
der Wirt aber sagte "Donnerkeil!" Er war von dem Glöckner begeistert!

Dem Amtsrichter stieg schon der Söhnlein zu Kopf, der Apotheker fing an zu toben,
der Pastor hingegen sang ´nen Choral von der Güte des Herrn dort oben...

Und wieder wurden die Becher gefüllt, und wieder gefüllt auch die Kanne...
das Glöcklein schwieg nicht in dieser Nacht im Gasthaus "Zur grünen Tanne"!

So geschah´s, dass ein winziges Glöckelein, das im Mai eine Nacht lang geklungen,
durch sein helles, silbernes Jubelgeläut fünf trinkfeste Zecher bezwungen.

Und als dann das Glöckelein endlich verstummt, da hat es am anderen Tage
der Wirt vergolden lassen geschwind - so geht jetzt im Lande die Sage.

Doch sucht ihr, dann sucht ihr vergeblich heut´ nach dem Gasthaus "Zur grünen Tanne" -
Seit jenem Tage heißt es im Land das Gasthaus "Zum wilden Manne"!

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Die Buße

Zur Beichte ging mit frommen Blick,
der junge Bauer Dominik.
Jedoch der Pater Quadrian
im Beichtstuhl war ein strenger Mann.
Und wer zu ihm zur Beichte kam
und den er ins Examen nahm,
dem stellte er gar viele Fragen,
wenn er nicht wollte alles sagen.
Und selbst wenn er nichts hat verbrochen,
er wurde nicht gleich losgesprochen.

Zu Dominik sprach er: „Mein Kind,
ich weiß, dass alle sündhaft sind.
Doch du, du hast es arg getrieben,
weil dich fast alle Mädchen lieben.
Darum sag' mir deine Sünden an -
du unglückseliger, junger Mann.“

Da sprach der Bauernbursch verschämt:
„Wenn ihr mir's nur nicht übel nehmt,
dann will ich euch ja nichts verhehlen,
von eurer Köchin was erzählen.
Ich ging einst abends spät zu ihr
und klopfte an die Küchentür,
da kam sie freudevoll heraus,
wir gingen in das Gartenhaus
und saßen dort auf jener Bank, die ihr gemacht,
wohl eine ganze lange Nacht.

Ihr wisst schon, unterm Apfelbaum,
wir saßen dort als wie im Traum.
Und endlich kam die Trennungsstunde
und auch ein Kuss von ihrem Munde.
Denn wie es ja gewöhnlich ist,
beim Abschied wird doch stets geküsst,
doch eure Köchin, die war dumm,
die fiel beim Küssen langsam um.
Dann aber hielt sie mich noch lange,
herrje, mir wurde schon ganz bange,
ich wusste gar nicht, was sie wollte
und was ich mit ihr machen sollte.“

„Wie“, rief der Pater voller Beben,
„die Köchin hat sich dir ergeben
und du hast dort in jener Nacht
dein Bubenstück an ihr vollbracht?
So höre nun was ich dir sage:
Du darfst mir jetzt durch 100 Tage
kein Fleisch und auch kein Bier genießen
und nicht ein einzig Mädchen küssen.

Ist dann vorüber diese Zeit
und hast du alles tief bereut,
durch strenges Fasten und durch Beten,
dann sollst du wieder vor mir treten.“
Der Bauernsohn ging traurig fort
und dachte oft an dieses Wort:
„Du darfst kein Fleisch, kein Bier genießen
und nicht ein einzig Mädchen küssen.“

Und qualvoll strich die Zeit dahin.
So stand er meist mit trüben Sinn
ganz einsam an dem Klostergarten
und wollte auf den Nachbarn warten.
Da kam zu ihm die Priorin
und sprach mit liebevollem Sinn:
„Dominik, ihr seid ein lustiger Geselle,
kommt, geht mit mir in meine Zelle.
Kommt, ich verriegele die Tür
und ihr bleibt heute Nacht bei mir.“

„Ich darf kein Fleisch, kein Bier genießen
und nicht ein einzig Mädchen küssen.“
Da sprach das Nönnlein: „Kommt nur rein,
ich habe kein Bier, ich gebe euch Wein,
und wenn ihr dürft kein Mädchen küssen -
nun ja, ihr müsst doch selber wissen,
ich bin kein Mädchen nicht mein Bester,
ich bin doch eine heilige Schwester.“

Und das begriff der Bursche schon,
denn unser junger Bauernsohn
der war doch auch von Fleisch und Bein,
er dachte sich - ein Gläschen Wein
und eine hübsche Nonne küssen,
das könntest du doch auch genießen. -
Kurzum, er machte was sie wollte,
und sie, sie machte, was sie sollte.

Sie schlichen sich zur Zelle beide
und leerten da den Kelch der Freude
bis auf den letzten Tropfen aus,
des morgens ließ sie ihn heraus.
Nun dachte Dominik mit Zagen,
was wird der gute Pater sagen.

Die 100 Tage war'n vorbei
und Dominik ging wortgetreu
zum zweitenmal mit frommen Sinn
zur Beichte zum Herrn Pater hin.
Und als der Pater ihn gefragt:
„Hast du gelebt, wie ich gesagt?“
Sprach Dominik: „Ihr müsst verzeihen,
ich trank kein Bier, ich trank nur Wein,
und hab' mit wahrer Götterwonne,
bei einer jungen Klosternonne
fast eine ganze lange Nacht,
in Lust und Liebe zugebracht!“

Der Pater fiel beinah' vom Stuhl:
„Du bist verdammt zum Höllenpfuhl,
wie kannst du so die Kirche lästern,
die Nonnen sind doch Christi Schwestern,
die Nonnen sind Gottes Töchterlein,
du musst ein Kind des Teufels sein.“

Da rief der Bauernbursch voll Lust:
„Ach, hätte ich das doch gleich gewusst,
wenn die Nonnen Christi Schwestern sind,
dann bin ich ja ein gutes Kind,
was hungere ich mich da so mager -
da ist ja Christus gar mein Schwager,
und sind sie Gottes Töchterlein,
dann wird mir Gott schon selbst verzeihen -
dann brauch' ich euch nicht mehr Herr Pater -
dann ist ja Gott mein Schwiegervater!“

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Die gute Nachbarin

(Dame mit Schürze, Kopftuch und Kochlöffel in der Hand; spricht schon beim Eintritt)

Na, hier poltert’s ja nicht schlecht,
oh, da kann man was erleben!
Komme ich denn noch zurecht,
meinen Senf mit zuzugeben?
Lustig poltern, das ist richtig
und gewissermaßen wichtig.
Denn das Glück kommt mit den Scherben
und kann dabei nicht verderben.
Doch nun hört mal zu ihr Leute:
Meine Mutter schickt mich heute
Mit dem Löffel hier herüber,
Denn den hat sie grade über;
Meint, ihr könntet ihn gebrauchen,
wenn die Hochzeitsessen rauchen?
Denn der mächt’ge Hochzeitsbraten
möchte doch recht gut geraten.
Und dazu die fett’ge Suppe
ist dabei auch nicht ganz schnuppe
Darum bringe ich nun stolz
schnell den Löffel hier aus Holz;
Seht, wie schön, wie weiß, wie rein
Und so soll er immer sein.
(zur Braut)
Dann gehört er, ohne Frage,
was ich dir zur Warnung sage,
immer in den Suppentopf,
Nie dem Männchen an den Kopf;
Und das gäb’ leicht dicke Beulen,
die mitunter sehr schlecht heilen.
Gleich ist ihm die schönste Suppe
Und der beste Braten schnuppe.
Geht zu ’ner andern Küchenfee,
Du rufst klagend „Ach und Weh!“
(Kochlöffel hochhalten)
Merk dir’s drum: Der hat allein
Für den Kochtopf da zu sein!

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Ein Bier ist besser als alle Ehefrauen

20 gute Gründe, darauf kannst du vertrauen,
weshalb ein Bier viel besser ist als alle Ehefrauen!

  1. Ein Bier kannst du jeden Abend genießen,
    eine Ehefrau kann dir schon den Morgen vermiesen.
  2. Ein Bier muss man nicht zum Essen ausführen,
    Ehefrauen haben da ganz andere Allüren.
  3. Ein Bier wartet geduldig, bist du mit dem Sportverein fort,
    die .......... schimpft: „Komm gleich Heim nach dem Sport.“
  4. Ist ein Bier abgestanden, kipp es einfach aus,
    die Ehefrau sitzt ein Leben lang im Haus
  5. Ein Bier kommt Abends nie zu spät,
    die ............. meistens erst, wenn der Hahn schon kräht.
  6. Dem Bier macht’s nichts aus, schaust du ein anderes Bier mal an,
    Probier das mal bei deiner ..............., aber dann....
  7. Ein Bier auszupacken ist nicht so schwer,
    eine Ehefrau dagegen um so mehr.
  8. Ein Bier hat niemals Kopfweh am Abend im Bett,
    Die .............. hat Migräne und sagt: „heut net!“
  9. Mehrere Biere kannst du gleichzeitig genießen,
    mehrere Frauen, ich glaub’, die ........... würd dich dafür erschießen.
  10. Eine Flasche Bier kann man immer vertragen,
    eine Ehefrau kann einem die beste Laune verjagen.
  11. Hast du mal 10 Bier pro Nacht gehabt, kein Problem,
    Bei Frauen wär das ein bisschen extrem.
  12. Deinen Freund lässt du auch mal von deinem Biere naschen,
    von ............ darf er nicht mal ein Lächeln erhaschen.
  13. Zischt dein Bier beim Öffnen, so ist es ganz frisch,
    Zischt die ........., dann schreit Sie bald und haut auf den Tisch.
  14. Dein Bier ist dir niemals böse, kommst du spät nach Haus,
    Bei Ehefrauen ist das anders, probier’s nur mal aus.
  15. Ein Bier wird dich immer glücklich machen,
    manche Frau dagegen wird zum Drachen.
  16. Die Pfandflasche des Bieres ist nur geliehen,
    eine Frau hat immer einen Schrank voll nichts anzuziehen.
  17. Ein Bier sagt einem nur, wann man Austreten muss.
    Die Frau sagt viel mehr und meistens nur Stuss.
  18. Ein Bier kommt stets mit, wenn’s sein muss aufs Klo,
    Die Ehefrau muss immer wissen wohin und wieso.
  19. Ein Bier fährt dir niemals ins Auto eine Beule,
    Die ........... schon, die ist blind wie ’ne Eule.
  20. Ein Bier will nicht wissen, wie viel Geld du hast zum Leben,
    Noch bevor du es hast, hat’s die ........... schon ausgegeben.

Und schaut die ............ jetzt vielleicht auch erbost,
ich pfeif drauf, ............., Prost!

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Eine Nonne

Wie, liebe Schwester, hört ich recht,
du willst dich nun vermählen?
Mit diesem männlichen Geschlecht
dein Leben durchzuquälen?

Oh, all ihr Himmlischen des Lichts,
lasst nicht dies Lamm erwürgen,
die Männer taugen alle nichts,
ich kann es euch verbürgen.

Hitzköpfe sind sie allzumal,
die Frau soll sich stets fügen,
und täglich, wohl ein duzend mal
kommt's, dass sie uns betrügen.

Von Treue ist auch nicht die Spur
bei Männern aufzufinden,
die flücht'ge Schmetterlingsnatur
ist gar nicht zu ergründen.

Zuerst da geht es allenfalls,
so in den Flitterwochen,
da könnten wir selbst ohne Salz
die Fleischbrühsuppen kochen.

Da sind sie voller Zärtlichkeit
und wir die reinsten Engel,
doch lange dauert nicht die Freud,
dann seh'n sie tausend Mängel.

Dann brummen sie den ganzen Tag
und quälen uns unsäglich,
man mach es denn auch wie mans mag,
sie finden nichts erträglich.

Und zieht er nur die Stirne kraus,
bemühen wir uns nach Kräften,
ihn zu erheitern, aber's Haus
verlässt er in Geschäften.

Oh, die Geschäfte kennen wir,
gefüllt wird erst die Tasche,
und abends brechen mit Manier,
den Hals so mancher Flaschen.

Und kommt ein hübsches Mädchen nur,
so geht das Bragmentieren;
„He, guck mal, die prächtige Figur,
die hübschen Manieren.“

Ach Schwester, ja, du tust mir leid,
ja, ja ganz ungeheuer,
besinne dich, noch ist es Zeit,
und nimm den Nonnenschleier.

Das Mannsvolk dient uns nie zum Heil,
ich werd es ewig hassen,
und willst den Grund du wissen, weil
er mich hat sitzen lassen.

Gibt's Hochzeit wo, schwillt mir der Kamm,
die Stirn tut sich in Falten,
ging es nach mir, kein Bräutigam
soll seine Frau behalten.

Doch seh'ich, meine Worte sind
hier in den Wind gesprochen,
wir sprechen uns, mein liebes Kind,
gleich nach den Flitterwochen.

Und sagst du, dass es dir gefällt,
schwör ich es hoch und teuer,
und setz dem Nonnentun ein Ziel
und such mir auch noch einen Freier.

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Es ist allgemein bekannt

Es ist allgemein bekannt,
trampelnd kommt der Elefant
und zerbricht das Porzellan
hält auch vor dem Glas nicht an.
Was er hinterlässt ist Stück-
werk und bringt niemand Glück.

Anders ist's wenn Nachbars Peter,
Hinz und Kunz, kurzum ein jeder,
Teller, Töpfe, Kannen, Tassen
statt sie im Regal zu lassen,
fröhlich oder tief bewegt
vor des Brautpaars Tür zerschlägt.
Dies wird Ihnen gar nicht wehren,
sondern emsig Scherben kehren,
bis ein Haufen sich erhebt,
der stracks in den Himmel strebt.

Als vor vielen hundert Jahren
unsere heidnischen Vorfahren
noch an böse Geister glaubten,
die dem Heim den Frieden raubten
jagten Sie mit Schimpf und Schreck,
diese argen Trolle weg.
Mit Gepolter und Getöse
kämpfen Sie gegen's Böse.
So liegt denn ein tiefer Sinn,
in dem Polterabend drin.

Böses weiche von der Schwelle,
Gutes nahe, Licht und Helle.
Viele Scherben wünschen wir
deshalb liebes Brautpaar, dir.

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Kauf dir lieber einen Hund

Die letzte Warnung am Polterabend!

Jüngling in den besten Jahren,
willst du nehmen eine Frau,
denke stets an die Gefahren,
überleg es dir genau.
Hüte Dich vor Liebesgaben,
Hüt´ Dich vor der schwachen Stund´.
Willst du leben ohne Klagen,
kauf dir lieber einen Hund.

So ein Hund gehorcht dir immer,
weil er Dich als Herrn erkennt.
Bei der Frau geschieht das nimmer,
denn Gehorsam ist ihr fremd.
Mitgift hat er freilich keine,
aber eins merk' dir genau:
So ein Hund wird immer treu sein,
weißt du das von deiner Frau?

So ein Hund weint keine Träne,
niemals braucht er Aspirin.
Abends hat er nie Migräne,
und braucht nie was anzuziehen.
Willst du mal auf Reisen gehen,
kannst du ruhig den Wauwau
einem Freund in Pflege geben,
versuch das mal mit deiner Frau.

Willst du wie in früheren Tagen,
abends auf den Bummel gehen,
musst du erst dein Frauchen fragen:
„Bitte - bitte“ musst du flehen.
deinen Hund den kannst du schließen
ein in seinen Hundebau.
Dann kannst du die Nacht genießen.
Versuch das mal mit deiner Frau.

Vor den Läden stehen die Frauen,
neue Kleider sind ihr Ziel
Können gar nicht satt sich schauen,
haben Schuhe nie zuviel.
Deinen Hund, den brauchst du nimmer
auszuschmücken wie 'nen Pfau;
Denn er geht ja nackend immer,
verlang' das mal von deiner Frau.

Und kommst du mal spät nach Hause,
willst zu ihr ins Bette gehen,
wird sie toben ohne Pause:
„Ach, geh weg, ich will dich nimmer sehen.“
Doch wie anders ist so ein Hündchen,
empfängt Dich freundlich mit Wauwau,
wedelt kräftig mit dem Schwänzchen,
verlang das mal von deiner Frau.

Gehst du mit ihr auf der Straße,
bleibt sie plötzlich stille stehen.
„Lieber Mann mich drückt die Blase“,
holt die Tasche, „ich muss mal gehen.“
Deinem Hund genügt ein Bäumchen,
denn er nimmt's nicht so genau.
Er hebt einfach hoch ein Beinchen,
verlang das mal von deiner Frau.

Mit den Kindern hast du Plage,
jedes Jahr kommt eines an.
Trotzdem musst du ohne Frage,
jeden Tag aufs neue ran.
Ohne dass du ihn musst lieben,
bringt dir Junge dein Wauwau,
und dann gleich so sechse - sieben,
verlang das mal von deiner Frau.

Drum ihr Männer, lasst euch sagen,
lasst die Finger von 'ner Frau,
denn in ihren späten Tagen,
wird sie hässlich, alt und grau.
Wird dein Hund dir mal zuwider,
dann verkaufst du den Wauwau.
Und kaufst dir 'nen neuen wieder,
verkauf' mal so 'ne alte Frau!

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Frauen

So unnütz wie Schminke, Puder und Paste,
so lästig wie dicke Füße und diätisches Fasten,
so störend wie'n Papagei und stets neunmal schlau,
dass ist die Rippe Adams – ihr Name ist Frau!

Sie ist stets am telefonieren und ständig am kaufen,
ist stundenlang am bummeln, auf Stöckelschuhen kann sie kaum laufen.
Sie stolziert hier auf Erden, ich sag's ohne Scham:
so tänzerisch spielend wie der sterbende Schwan.

Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad.
Ihr Leben kriegt Inhalt erst durch die Heirat.
Nur durch seine Nachsicht und Gutmütigkeit,
wird aus ihr eine Person voller Bescheidenheit!

Eine Frau meint, sie ist sexy und schön:
und glaubt ein Zwinkern macht ihn schwach wie der Fön,
stolziert durch die Gegend wie ein gepuderter Pfau,
und bleibt doch 'ne dumme Pute, eben 'ne Frau!

Fühl ich mich müde, krank und gestresst,
kann weder essen noch schlafen, gibt sie mir den Rest.
„Du bist'n Schlappschwanz und 'ne Niete!“
Sie jedoch ist ständig unpässlich! Du meine Güte!

Eine Frau macht sich schön und intelligent,
wenn auch ständig der Lockenwickler im Haare hängt.
Macht sie den Mund auf, was zu oft geschieht,
hat die Platte garantiert einen Knacks gekriegt.

Mit Liebe, Zartheit und Parfum, raffen Sie die Männer hin.
Ist jedoch der Lack erst ab und die Fasson ist hin,
gibt es kein Schmusen mehr und Kosen,
dann hält uns nur noch das Essen und die gebügelten Hosen!

Ihre Liebe und Schönheit war'n einst erste Sahne.
trotz Schminke und Gurkenmaske bröckelt nun die Fassade.
Zum Geburtstag gab es damals noch 'ne goldene Uhr,
heute reicht's jedes Mal zur Krawatte nur!

Als junge Maid war sie begehrlich,
als Ehefrau, sind wir doch mal ehrlich,
verlangt sie ihr Recht und sehr viel Geld.
Was gibt es, was uns da noch hält?

Sind es auch manchmal giftige Kröten,
sie helfen uns immer aus all uns´ren Nöten!

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Männer

So unnütz wie Unkraut, wie Fliegen und Mücken,
so lästig wie Kopfweh und Ziehen im Rücken,
so störend wie Bauchweh und stets ein Tyrann,
das ist dieser Halbmensch, sein Name ist Mann.

Er steht nur im Weg rum, zu nichts zu gebrauchen,
ist immer am Meckern und ständig am Fauchen.
Er ist auf der Erde, ich sag's ohne Hohn,
vom Herrgott die größte Fehlkonstruktion.

Ein Mann wäre doch ohne uns Frauen verloren,
er wäre ja ohne uns nicht mal geboren!
Erst durch unsere Hilfe wird mit viel Bedacht
so halbwegs ein Mensch aus dieser Kreatur gemacht.

Ein Mann hält sich oft für unwiderstehlich
und glaubt, schon ein Lächeln von ihm macht uns selig.
Stolziert durch die Gegend wie ein Hahn auf dem Mist
und merkt dabei gar nicht, wie dusslig er ist.

Fühl' ich mich unwohl und kann kaum gehen,
weder sitzen noch liegen noch stehen,
dann sagt er: „Komm mach nicht so 'nen Wind!“
Doch sitzt ihm ein Pumps quer, weint er wie ein Kind.

Mit dem Maul sind sie stark, da können sie prahlen,
doch wehe der Zahnarzt bereitet mal Qualen,
dann sind sie doch alle - verzeiht den Vergleich -
wie ein Korb voller Fallobst, so faul und so weich.

Ein Mann ist ganz brauchbar, solang er noch ledig,
da ist er oft schlank und sein Körper athletisch.
Da ist er voll Liebe und voller Elan,
kaum ist er verheiratet, wird nichts mehr getan.

Mit Gold und Brillanten tat er Dich beglücken,
das kriegt heut die Freundin, hinter dem Rücken.
Und du kriegst heut nur noch, wenn er daran denkt,
zum Geburtstag ´nen Schnellkochtopf geschenkt.

Als Jüngling wollte er dauernd kosen und küssen,
als Ehemann will er davon nichts mehr wissen.
Verlangst du dein Recht, dann wird er gemein:
Er gibt dir's Gebiss und sagt: „Küss Dich allein“.

Und pfeifen sie auch manchmal aus dem allerletzten Loch -
darin sind wir uns einig - wir lieben sie doch.

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Vor-Hochzeitsrede einer Freundin

Liebe ____________ und lieber ____________!

Bevor Ihr euch jetzt gleich das JA-Wort gebt
möchte ich euch noch etwas mit auf den Weg geben
Es ist nicht leicht durch die Ehe zu gehen,
sich verzeihen und verstehen,
sich versöhnen und nachzugeben
in einem ganzen Eheleben.
Sich gegenseitig zu respektieren,
die Schwächen des Anderen zu tolerieren,
seine Gefühle dem anderen auch mal zu zeigen,
und Probleme nicht tot zu schweigen.
Sich zu stützen und zu führen,
sich treu zu sein und zu akzeptieren,
Verantwortung gemeinsam tragen,
Dem Anderen auch mal Danke sagen.
Danke zu sagen dass er dich liebt,
danke zu sagen dass es ihn gibt,
danke zu sagen dass er dich sein läßt wie du bist,
weil das in der Ehe ganz wichtig ist.
Das eure Liebe ewig hält,
auch wenn einmal ein Schatten auf euch fällt,
wenn ihr ab und zu an diese Worte denkt,
wird eure Ehe auf sichere Wege gelenkt.

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Geschichten zum Polterabend

Aufklärung für die Braut/den Bräutigam

Sonderbericht vom Bundeswehrmanöver

In der Nacht von Samstag auf Sonntag rückte der Feind unter Führung von General Schwanz über den Kniehügel nach Schenkelhausen vor und belagerte die Festung Haarburg.

Leutnant Mittelfinger wurde beauftragt, den Wald vor der Festung abzutasten. Da der Wald von Partisanen nicht besetzt war, rückten Major Pimel und Hauptmann Sack vom Haarbeutelregiment gegen die Festung vor. Nach erbittertem Kampf wurde die Jungfernhöhe im Sturm genommen.

Obwohl die Nacht reichlich kühl war, schwitzten Angreifer und Verteidiger erheblich.

Der zu der Festung gehörende Oberst Kitzler mußte sich nach nochmaligem Vorstoß zurückziehen. Nachdem der Verteidigungsring in der Jungfernhöhe blutig zerfetzt wurde, drang Major Eichel tief in das Festungsgebiet ein. Feldwebel Steif ist bei diesem Kampf gefallen; Hauptmann Saft wagte sich zu tief in das Festungsgebiet und geriet in Gefangenschaft, aus der er in etwa 9 Monaten zurückkehren wird.

Die Großoffensive auf die Festung Haarburg wurde wegen Munitionsmangel und des Fehlens von Hauptmann Saft nicht mehr fortgeführt.

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Der Hochzeitstest

Nachdem meine Verlobte und ich uns seit einem Jahr kennen, haben wir beschlossen, nächsten Monat zu heiraten. Die Mutter meiner Verlobten, meine zukünftige Schwiegermutter also, ist genial (und ausserdem super sexy).

Sie hat sich um alles gekümmert: Zeremonie, Kirche, Fotograf, Abendessen, Blumen, usw. Gestern hat sie mich angerufen. Sie bat mich, bei ihr vorbeizukommenen, um die Liste der Gäste, die zur Hochzeitsfeier eingeladen werden sollten, nochmals durchzugehen. Ich bin dann hingefahren und wir einigten uns schliesslich auf 150 Gäste.

Auf einmal sagte sie zu mir, ich sei ein sehr attraktiver Mann. In einem Monat wäre ich verheiratet und dann würde nichts mehr möglich sein. Sie wünsche sich sich nichts anderes, als mit mir zu schlafen, und zwar sofort. Sie stand auf und ging voller Sinnlichkeit aufs Schlafzimmer zu. Sie flüsterte mir noch zu, ich wüsste ja sehr gut, wo sich die Haustür befand, falls ich gehen wollte. Ich blieb festgenagelt stehen, fast 3 Minuten lang. Und dann wusste ich, welchen Weg ich gehen würde. Ich rannte zur Haustür, ging hinaus und - fand meinen zukünftigen Schwiegervater lächelnd an meinem Auto stehen.

Ich glaube, er sagte etwas wie: „Wir wollten dich testen, um sicher zu sein, dass unsere geliebte Tochter einen ehrwürdigen und ehrlichen Mann heiratet.“ Diesen Test hätte ich bestanden. Er küsste mich, ohne das ich auch nur ein Wort sagen konnte, und gratulierte mir.

Zum Glück hatte ich meine Kondome im Auto und nicht in der Hosentasche.

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Der Junggeselle

Autor: Karl Valentin

Ich hatte es satt, ewig als Junggeselle durch die Welt zu laufen. Sehr gern wollte ich heiraten, allein schon' des wegen, weil ich nicht andauernd ins Gasthaus essen gehen wollte. Leider fand ich aber keine Frau.

Da riet mir mein Freund: „Kauf Dir doch ein Kochbuch. So kommst Du viel billiger weg.“

Ich ließ mich also überreden und kaufte mir tatsächlich ein Kochbuch. Zuerst suchte ich darin nach meinem Leibgericht: Semmelknödel. Dazu hieß es: Man schneide drei Tage alte Semmeln.

Ich ging also zum Bäcker und kaufte mir viele alte Semmeln, einen großen Korb voll, so dass die Leute glaubten, ich sei verrückt geworden ... dann fing ich an zu schneiden, 1 Stunde, 2 Stunden, nach 3 Stunden musste ich etwas verschnaufen und nach der 4. Stunde habe ich es ganz aufgegeben. Ich dachte mir: drei Tage alte Semmeln schneiden, nein, das ist unmöglich,denn man hält diese Arbeit ja kaum drei Stunden aus!

Ich wollte daher nun etwas anderes kochen und blätterte im Kochbuch etliche Seiten um. Ach ja, Kartoffeln isst jeder vernünftige Mensch, bloß was dazu? Richtig, Soße natürlich! Aber meinen Sie, ich konnte irgendwo das Wort „Soße“ finden? Sauce stand da nämlich. Na, dachte ich, weiter nicht schlimm, ist wohl ein Druckfehler. Jedenfalls hieß es da: Man schwitze 30 Gramm Mehl.

Ich zog mir zwei Paar Unterhosen an", zwei Unterhemden, einen wollenen Pullover, eine Pelzweste drüber, band mir sogar einen Wollschal um, setzte eine Mütze auf und zog schließlich noch den Mantel an. Dann rannte ich im Haus so schnell es ging treppauf und treppab.

Beim 5. Mal bin ich an der Wohnungstür fast zusammengeklappt. Ich war bis auf die Haut klitschenass. Aber meinen Sie vielleicht, ich hätte dabei 1 Gramm Mehl herausgeschwitzt?! Enttäuscht gab ich auf, eine Soße zuzubereiten.

Mir kam die rettende Idee: brate doch einfach ein Schnitzel, das geht leicht, dabei kann nicht viel passieren. Im Kochbuch stand folgendes: man wälze und klopfe es.

Na, dachte ich, mit dem Wälzen ist es nicht so schlimm, denn du hast ja schließlich eine 4-Zimmer-Wohnung. Nachdem ich also mit dem Schnitzel durch sämtliche Räume gerollt war, ging's hinunter in den Hof an die Klopfstange.

Ach du liebe Zeit, da stand aber ein Schild: Klopfzeit nur donnerstags und freitags. Ausgerechnet heute war jedoch Samstag. So war's mit dem Schnitzel auch nichts.

Dann fiel mir ein: du hast ja noch ein paar Eier, die kochst du dir. Dazu hieß es im Kochbuch: nachdem man die Eier gekocht hat, schrecke man sie ab. Ich legte also die gekochten Eier auf den Tisch hing mir ein Bettlaken um, tanzte um den Tisch und rief dabei: huhu huhu.. ja, meinen Sie vielleicht die Eier sind erschrocken?

Nun hatte ich es wirklich satt und suchte noch einmal nach einer Frau. Es war mir ganz egal, wie sie aussah. Die Hauptsache war, dass sie kochen konnte. Und dann find ich eine. Sie wog zwar zwei Zentner, aber, wie gesagt, das tat nichts zur Sache.

Eines Tages wollte ich ihr eine Freude machen und ging mit ihr ins Theater. Als wir ankamen, stand schon eine lange Schlange an der Kasse. Meine Freundin wollte sich unbedingt selbst mit anstellen und ließ mich etwas seitwärts warten. Dann hörte ich plötzlich eine Stimme: „Pro Gramm 1 Euro, Pro Gramm 1 Euro!“

Oh weh, dachte ich bei mir, wenn ein Gramm schon 1 Mark kostet, was wird es dann erst bei zwei Zentnern ausmachen? ....

So schnell ich konnte, machte ich mich auf und davon und blieb halt weiter JUNGGESELLE!

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Die Hausbar

Liebe Braut, ich muss es dir heute leider gestehen, dein dir bald Angetrauter ist dem Alkohol ergeben. Da er das trinken aber auch in Zukunft nicht lassen wird, habe ich mir gedacht, dir ein paar Tipps zu geben.

Also höre gut zu:

Wie wäre es wenn du in eurer Wohnung eine Bar aufmachst?

Das würde alles viel bequemer machen.

Wenn dein Mann dann dein Gast wird, benötigst du noch nicht einmal eine Konzession.

Als Grundkapital lässt Du dir von deinem Mann 90 EUR geben.

Für dieses Geld kaufst du beim Aldi 12 Flaschen „Klaren“.

Eine Flasche ergibt 30 Gläser.

Er bezahlt dir 1 EUR je Glas.

Wenn dann – so wie ich ihn kenne – nach 12 Tagen die Flaschen leer sind kannst Du 270 EUR zur Bank tragen und von den restlichen 90 EUR eine neue Sendung von 12 Flaschen kaufen.

Wenn dein Mann auf diese Weise 10 Jahre leben sollte, seinen "Klaren" ausschließlich bei dir trinkt und dann plötzlich tot umfällt, hast du ca. 81000 EUR ohne Zinsen auf dem Konto.

Also genug, die Kinder großzuziehen, die Raten zu bezahlen und einen anständigen Mann zu heiraten, bei dem du vergisst, das du je einen Säufer wie ihn zum Mann hattest.

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Hochzeit oder Gefängnis?

Eine Frau wacht mitten in der Nacht auf und stellt fest, dass ihr Ehemann nicht im Bett ist. Sie zieht sich ihren Morgenmantel an und verlässt das Schlafzimmer. Er sitzt am Küchentisch vor einer Tasse Kaffee - tief in Gedanken versunken... starrt nur gegen die Wand. Sie kann beobachten, wie ihm eine Träne aus den Augen rinnt und er einen kräftigen Schluck von seinem Kaffee nimmt.

„Was ist los, Liebling? Warum sitzt du um diese Uhrzeit in der Küche?“ fragt sie ihn.

„Erinnerst du dich, als wir vor 20 Jahren unser erstes Date hatten? Du warstgerade erst 16!“ fragt er sie.

„Aber ja!“ erwidert sie.

„Erinnerst du dich daran, dass uns dein Vater dabei erwischt hat, als wir uns gerade in meinem Auto auf dem Rücksitz geliebt haben?“

„Ja, ich erinnere mich gut, das werde ich nie vergessen.“

„Erinnerst du dich auch, als er mir sein Gewehr vor das Gesicht gehalten hat und gesagt hat: 'Entweder du heiratest meine Tochter oder du wanderst für die nächsten 20 Jahre ins Gefängnis!'?“

„Oh ja!“ sagt sie.

Er wischt eine weitere Träne von seiner Wange und sagt: „Weißt du … heute wäre ich entlassen worden!“

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Sketche zum Polterabend

Lob der Frauen und Mädchen

Sketch für 2 Personen – Streitgespräch zweier Herren über die Frauen

Erster: Was ist nicht schon seit undenklichen Jahren
gesprochen über den Ehestand.
Ich wollte dies Unglück auch einmal erfahren,
vergab deshalb mein Herz, meine Hand.
Und richtig! Die Prophezeiung der alten Herrn,
die unterm Pantoffel seufzen und brummen,
traf ein – einst sprach ich von Liebe so gern!
Die Zeit ist dahin, jetzt muss ich verstummen.
Die Mädchen, von außen da sind sie glatt,
sie gleichen den Lilien, sind rot wie die Rosen;
Man sieht sich an ihren Reizen kaum satt
und möchte beständig nur scherzen und kosen.
Ein Druck ihrer Hand macht Eindruck aufs Herz,
es brennt und wütet im Innern,
der Kopf geht verloren von Liebesschmerz,
da hört man uns seufzen und wimmern.
Doch hat man im Hause als Frauen sie nur,
so möchte man schier nur verzweifeln.
Die Rosen verschwinden, die Unnatur
verwünscht man zu allen Teufeln!
Wer Mut besaß, sich zu verbinden,
der wird den Wermut-Kelch bald finden.
Wohl laut sind unsere Frauen hier,
den Wohllaut finden selten wir.
Deshalb, ihr Heiratskandidaten,
– Ich weiß, ihr riecht hier schon den Braten –
lasst euch ein ernstes Wort jetzt sagen:
Traut nicht –
Zweiter: (tritt rasch aus den Gästen heraus)
Aber das ist doch fades Zeug!
Was sollen die abgeschmackten Klagen?
Hört auf mit eurem Klatsch – ich bitte euch.
Erster: Ist es hier erlaubt, mich hier zu unterbrechen?
Zweiter: Ihr sollt von den Frauen nichts böses sprechen.
Erster: Ihr werdet mich keines Besseren belehren!
Zweiter: Auf Euren Unsinn wird hier niemand hören!
Erster: Ein Fluss hat zum Glück keinen Einfluss aufs Meer.
Zweiter: Ein Spruch bloß durch Euch, ist ein Einspruch, nichts mehr!
Erster: Was wollt Ihr denn?
Zweiter: Die Damen hier verteidigen,
weil Ihr es wagt, sie gröblich zu beleidigen.
Erster: Verteidigen? Gut! – Die Herrn hier sollen entscheiden,
ob ich recht habe –
Zweiter: Sei es, ich geh es ein,
ich wage diesen Kampf mit Freuden,
die Damen werden meine Richter sein.
Erster: Zur Sache denn! Seht, von der lieben Ehe
träumt man beständig wunderschöne Sachen,
doch findet man enttäuscht sich beim erwachen
und schreit darüber: Ach und wehe!
Als Bräute sind sie alle wie die Engel,
so fromm, so sanft – sie tun, ach so süß,
man glaubt, sie hätten keine Mängel;
Man träumt beständig nur vom Paradies.
Doch kaum verschwunden sind die Flitterwochen,
so wird dem Herrn Gemahl schon widersprochen.
Drum ist und bleibt es ein schreckliches Geschlecht,
nun, meine Herren, ich hab recht?
Zweiter: Verändern sich die Frauen in der Ehe,
so trägt der Gemahl die Schuld allein,
denn das steht fest, wir Männer vor der Ehe,
wir wollen ewig Heilige sein.
Im Hochzeitsanzug sind wir stets bescheiden,
so fein, so zart wie Postpapier,
was die Geliebte will, erfüllen wir mit Freuden,
doch was die Frau sonst wünscht, versagen wir.
Soll sich das Weibchen deshalb nun nicht rächen?
Und womit geht’s wohl besser, als mit Widersprechen!
Dies bleibt allein dem schwächeren Geschlecht –
nun, meine Damen, ich hab recht?
Erster: Blieb es nur beim Widerspruch, das möchte gehen,
sich so zu rächen ist nicht ihre Art,
sie sind geschickt im Nasendrehen
und machen gern den Männern einen Bart.
Hausfreunde nahen dutzendweise,
da wird getändelt und gelacht;
Die Wirtschaft kommt aus dem Geleise,
die Frau hat Bankerott gemacht!
Und will der Mann darüber räsonieren,
so heißt es: Schatz das verstehst du schlecht,
ich muss mich ja doch amüsieren!
Auf jeden Fall die Frau so spricht,
drum rate ich, heiratet nicht!
Nun, meine Herren, ich hab recht?
Zweiter: Mit gutem Beispiel voranzugehen,
das ist und bleibt des Mannes Pflicht,
allein – wir müssen es gestehen, –
wir machen es nur leider nicht.
Drum kann ich keiner Frau verdenken,
sieht sie vom Mann sich angeführt,
dass sie sich ohne viel Bedenken
ein ganz klein wenig revanchiert.
Wenn wir den rechten Weg nicht meiden,
dann steht es auch mit uns nicht schlecht,
die Frauen folgen uns mit Freuden!
Nun, meine Damen, ich hab recht?
Erster: Ich stürze euch in dieser Fehde,
ihr spielt den Edlen nur zum Schein
und wollt, man merkt es an eurer Rede,
bei den Damen der Hahn im Korbe sein!
Zweiter: Aus euch spricht, merk ich, nur die Rache,
Ihr stürzt mich nicht, wir werden’s sehn;
Auf Recht gegründet ist meine Sache
und deshalb bleib ich aufrecht stehn.
Gäb’s nicht so liebevolle Frauen,
wo wär ein solches Fest zu schauen,
wie es heut abend uns vereinigt.
Die Frauen stehn vor uns gereinigt!
Verlieren sie mal die Geduld,
so sind allein die Männer schuld!
Und ich empfehle jedermann,
zu schaffen sich ein Bräutchen an,
wie wir es heute vor uns sehen,
dann wird es jedem wohl ergehen.
Erster: Ich widerspreche! Es ist nicht wahr –
ihr Männer, hütet Euch zu freien!
Zweiter: Das ist zu stark – ich glaube gar,
dass Ihr zu beleidigen hier wollt sein!
Und das verdient auch harte Strafe!
Drum zögere ich auch länger nicht,
ich geh mit Euch scharf ins Gericht:
Ihr wart bisher ein Frauensklave,
ein Dutzend liebte er – Blamage!
Doch zu erklären sich, da fehlte ihm Courage –
drum schimpfte er, das ist sein Element,
weil Frauen und Mädchen er nicht kennt.
Und um die Frauen an ihm zu rächen
für deine scharfen, spitzen Reden,
mit denen er sie tat befehden,
verlang ich, dass er Gnade sagt –
sonst wird noch härter er verklagt.
Erster: Nicht weiter, Freund, hör auf, ich bitte,
nur jetzt nicht, hier, in schöner Mitte.
Ich bin besiegt, erklär es laut:
Vielleicht bekomm ich dann auch eine Braut!
Stimmt in den Ruf jetzt mit mir ein:
Beide: Das Brautpaar soll in der Ehe recht glücklich sein!

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O wie elend sind die Weiber

5 Mönche kommen in den Saal und leiern vor sich hin:

Charly: Oh wie elend sind die Weiber!
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Seit 12 Tagen sind wir in der Wüste um zu fasten und zu beten, ich und meine Brüder. Bruder Markus!
Kelli: Hier ehrwürdiger Vater.
Charly: Bruder Fridolin!
Fridl: Hier ehrwürdiger Vater.
Charly: Bruder Ziesel!
Uwe: Hier ehrwürdiger Vater.
Charly: Bruder Michael!
Michael: Hier ehrwürdiger Vater.
Charly: Bruder Bernhard! Schweigen
Charly: Bruder Bernhard!
Alle: Da ehrwürdiger Vater! Zeigen auf Bernd (Bräutigam)
Charly: Er ist von uns gegangen, er konnte der Fleischeslust nicht widerstehen. Was sollen wir tun? Bruder Bernhard komm in unsere Mitte und sprich mir nach: Oh wie elend sind die Weiber!
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Zu nichts zu gebrauchen, verpulvern sie das ganze Haushaltsgeld.
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Meist überlästig, verursachen sie schlaflose Nächte.
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Seit 20 Tagen sind wir in der Wüste um zu fasten und zu beten. Auf unserem beschwerlichen Weg haben wir uns eine Stärkung verdient. Bruder Markus!
Kelli: Hier erwürdiger Vater .
Charly: Gehe an die Theke und hole uns Biere. Kelli geht an die Theke und kommt mit 6 Bieren zurück. Alle nehmen sich ein Bier, Charly zwei. Eins für mich und eins für den ehrwürdigen Vater. Gemeinsam werden die Gläser leergetrunken.
Charly: Oh wie elend sind die Weiber!
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Sie sind der Schrecken aller Männer.
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Sie sind die Räuber der Unschuld!
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Sie vermiesen den sonntäglichen Frühschoppen!
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Seit 30 Tagen sind wir in der Wüste um zu fasten und zu beten. Bruder Fridolin und Bruder Ziesel!
Beide: Hier ehrwürdiger Vater.
Charly: Gehet an die Theke und holt uns geistige Getränke Gehen an die Theke und kommen mit 6 Schnäpsen zurück. Alle nehmen sich einen, Charly zwei.
Charly: Einen für mich und einen für den ehrwürdigen Vater. Gemeinsam werden die Gläser leergetrunken.
Charly: Oh wie elend sind die Weiber!
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Sie tratschen den ganzen Tag.
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Sie verbringen Ewigkeiten beim Friseur.
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Sie vertilgen Wein und Sekt.
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Seht eine Oase - Folgt mir und erlabet euch. Alle bedienen sich vom Tablett eines vorbeikommenden Kellners. Oh wie elend sind die Weiber!
Alle: Oh wie elend sind die Weiber! Dabei gehen alle zurück.
Charly: Seit 40 Tagen sind wir in der Wüste und haben fast nicht gebetet. Bruder Michael!
Michael: Hier ehrwürdiger Vater.
Charly: Gehe an die Theke und hole uns Weihrauch. Michael geht an die Theke und holt 6 Zigarren. Alle zünden sich eine an, Charly zwei. Eine für mich und eine für den ehrwürdigen Vater. Oh wie elend sind die Weiber!
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Sie wollen immer alles besser wissen.
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Sie verdummen die Männer.
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Sie halten die Männer von der Arbeit ab.
Alle: Oh wie elend sind die Weiber!
Charly: Seit 50 Tagen sind wir in der Wüste und haben unsere Buße getan. Bruder Bernhard!
Alle: Da ehrwürdiger Vater! Zeigen auf Bernd (Bräutigam)
Bernd: Hier ehrwürdiger Vater!
Charly: Gehe an die Theke und bezahle die Rechnung.
Alle: AMEN! Die Mönche verlassen den Saal. Oh wie elend sind die Weiber, oh wie elend sind die …

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Seite zuletzt geändert: 23.08.2015