Schlechte Noten, Gedicht – Festgestaltung

Schlechte Noten

Autorin: Gudrun Nagel-Wiemer

Die Mutter atmet tief und schwer:
„Paul, zeig doch mal dein Zeugnis her.“
Pauls Gesicht wird jetzt aschfahl,
er hat wohl keine andere Wahl.

Er holt das Zeugnis aus der Mappe
und zieht schon traurig eine Flappe.
„Oh je“, denkt Paul, „ich hab´s geahnt,
mein Lehrer hat mich oft gewarnt.“

„Was ist los, gab es Beschwerden?
Na, so schlimm kanns doch nicht werden.“
Die Mutter nimmt das Dokument entgegen
und fängt schon an sich aufzuregen.

„Zwei Fünfer und kaum eine Zwei!
Die beste Note nur eine Drei?
Du bist ja völlig neben der Spur.
Denkst du denn mal ans Abitur?

Mein lieber Paul, in aller Klarheit,
sage ich dir jetzt mal die Wahrheit.
Ich kann dir jetzt schon unterschreiben,
mit diesen Noten wirst du sitzenbleiben.

Aus der Traum vom schönen Leben,
ein Studium wird’s für dich nicht geben!“
Paul merkt, dass ihn die Angst beschleicht,
weil es fürs Abitur nicht reicht.

© Gudrun Nagel-Wiemer

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