St. Martin von Tours — Die Legende vom Martinstag

Die Legende vom heiligen Martin
zum Martinstage

Übersicht

Martinspiele

Martinsspiel in 3 Szenen

Szenen aus dem Leben des Heiligen Martin
Spiel für 6 Personen

1.Szene

Erzähler: Der kleine Martin sucht überall seine Mutter und sieht sie, wie sie gerade aus der Kirche kommt.
Martin: Mama, wo warst du. Ich habe dich überall gesucht.
Mutter: Ich war im Gottesdienst bei den Christen.
Martin: Schon wieder. Wenn das Papa hört, schimpft er.
Mutter: Laß nur. Der beruhigt sich auch wieder. Warum hast du mich denn gesucht?
Martin: Schau mal, ich habe einen neuen Mantel. Ein Soldat hat ihn mir geschenkt.
Mutter: Der ist aber groß.
Martin: Klar, muß er doch auch sein. Der Mantel soll mir auch passen, wenn ich mal groß bin und selber Soldat werde.
Mutter: Na, ob das ein so schöner Beruf ist?
Martin: Klar, sicher doch. Papa ist doch auch ein Soldat. Was haben denn deine Christen heute erzählt?
Mutter: Es ging darum, was man tun muß, um bei Gott gut dastehen zu können.
Martin: Das ist doch klar. Vor den Göttern zählt ein guter Soldat und wenn man viel Geld hat.
Mutter: Die Christen sehen das anders. Jesus sagt: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan.
Martin: Was, wir sollen den Bettlern etwas geben? Dann stehen wir bei Gott gut da?
Mutter: Ja genau richtig: Hungrigen etwas zu essen geben, Nackten Kleidung schenken und Obdachlosen ein Dach über dem Kopf geben. Aber still jetzt, dein Vater kommt.
Martin: Schau Vater, was ich hier habe.
Vater: Das ist ja ein richtiger Soldatenmantel. Jetzt kannst Du ja ein richtiger Soldat werden.
Erzähler: Die Zeit vergeht. Aus Martin ist wirklich ein Soldat geworden. Er ist sogar schon ein Offizier. Da erhält er den Auftrag, eine wichtige Botschaft nach Tours zu bringen. Trotz des Schlechten Wetters reitet er los.

2. Szene

Erzähler: Die Kinder bilden einen Kreis
Bettler: Halt! Warte! Bleibt stehen! Herr, habt Mitleid mit mir.
Soldat: Sei still. Wir haben es eilig.
Martin: Was willst du?
Bettler: Hilf mir! Ich friere.
Martin: teilt seinen Mantel und gibt dem Bettler eine Hälfte: Hier nimm.
Bettler: Habt Dank, mein Herr.
Martin: Laß gut sein. Ich muß weiter.

3. Szene

Soldat: Geschafft.
Martin: Geh du schon vor ins Nachtquartier. Ich gebe schnell den Brief ab und komme dann nach. Martin eilt in die Kirche, gibt sein Schreiben ab und kommt wieder nach draußen und legt sich auf das Feldbett. Da erscheint Jesus. Er trägt die eine Mantelhälfte.
Jesus: Martin, Martin.
Martin: Wer ruft mich? Ich will schlafen.
Jesus: Martin, Martin.
Martin: richtet sich auf: Wer bist du? Bist du der Bettler? Nein, das kann doch nicht sein.
Jesus: Ich bin dein Bruder, ich bin Jesus. Weißt du, mit wem du deinen Mantel geteilt hast?
Martin: Mit dem Bettler natürlich.
Jesus: Und - Erinnerst du dich noch an die Worte deiner Mutter? Was du dem geringsten meiner Brüder getan hast, das hast du mir getan.
Martin: Stimmt das wirklich?
Jesus: Ja, so ist es. Jetzt ruh dich aber gut aus. Vor dir liegt noch ein langer Weg.
Erzähler: Das stimmt wirklich. Vor Martin lag noch ein langer Weg bis er tatsächlich begriffen hatte, was ihm geschehen war. Er hörte auf Soldat zu sein, wurde Christ und sorgte für die Armen von Tours. Schließlich wurde er sogar Bischof. Aber das ist eine andere Geschichte. Die erzählen wir euch ein andermal.

Detailansicht | Kommentar verfassen


www.festgestaltung.de/st_martin/legende1/
Dieters Sammlung Feste/Feiern
Seite zuletzt geändert: 03.04.2015