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Karnevalsgedichte

Gedichte zu Karneval, Fasching, und Fastnacht,
Besinnliches über die 5. Jahreszeit

Inhaltsverzeichnis

Gedichte über Karneval/Fasching

Faschingszeit

Autorin: Sieglinde Seiler

Einige Faschingskostüme
liegen jetzt schon bereit –
denn am 11.11. 11 Uhr 11
beginnt die Faschingszeit.
Zigeuner und Zigeunerin
sind fast immer zu sehen,
oder auch reifere Männer,
die in Mönchskutte gehen.

Man geht als alte Hexe,
Winnetou oder Scheich,
mimt einen armen Bettler
oder fühlt sich ganz reich.
Das Schneewittchen trifft
man mit einem Piraten an,
ebenso einen edlen Ritter,
dem die Fee gefallen kann.

Clowns mit Pappnasen,
Hexen und Schlümpfe,
großer Harry-Potter-Hut,
schwarze Netzstrümpfe,
lange Zigarettenspitzen,
zum Charlestongewand,
das mühsam angefertigt
wurde von eigener Hand.

Verkörpert werden gerne
auch der Tarzan mit Jane.
Stark Verkleidete fragt man:
„Vor mir habe ich bitte wen?“
Tolle Masken gibt es in der
Allemannischen Fastnacht,
wo einem ein geschnitztes
buntes Holzgesicht anlacht.

Der Karneval von Venedig
mit prunkvollen Kostümen
darf sich aufgrund seiner
Einmaligkeit wohl rühmen.
Mit dem Kostüm schlüpft
man in eine andere Rolle,
wächst über sich hinaus
und findet sich dabei tolle.

© 15.01.2010 Sieglinde Seiler
weitere Gedichte von Sieglinde Seiler unter www.feiertagsgedichte.de



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Narrenzeit

Autorin: Gerti Hötte

Hätt ich die Narrenkappe auf
und stiege in die Bütt,
nehm meine Rede freien Lauf,
nichts hielte mich zurück.

Denn unter Schminke und auch Puder,
verlör ich alle Scheu.
Ich würd mit alle dem Geschluder
Gerichte halten ohne Reu!

Wo sind die Werte den geblieben,
auf die ein Volk war einst so stolz?
Was hat die „Freiheit“ so getrieben,
aus deutscher Eiche hartem Holz.

Wenn übergreifend Grenzen öffnen
und Völker tauschen friedvoll aus,
wenn sich Kulturen dann ergänzen,
wird aus Europa einst ein Haus.

Heut sagt man multikulturell,
was immer das bedeutet.
Doch heisst’s für mich nicht generell
das alte Wertgefühl zu leugnen.

Und ist die Narrenzeit dahin,
wo viel Geschrei, ohne Tabu.
dann kommt es mir so in den Sinn,
das Leben scheint nur Narrentum!

© Gerti Hötte

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Narrenzeit – ade

Autorin: Gerti Hötte

Vorbei der Trubel Narrenzeit
verblasst die grelle Farbenpracht.
Und auch die wild bewegte Nacht
gerät schon in Vergessenheit.

Vorbei, was manchmal aufgewühlt,
durch kluge Redner dargebracht.
Wer solidarisch mitgefühlt,
von Herzen dazu dann gelacht.

Nun, all dem Wltenschmerz, ade,
die Zeit der Narren ist passé.
Das Leben ist kein Narrentum,
ohne Blessuren keinen Ruhm.
Es reichen für das ganze Jahr,
die Narrentage uns, fürwahr!

Doch Narrenweisheit zeigt uns an,
dass sich auch vieles ändern kann.
Ein guter Narr ist oftsehr weise,
auf, dass man seine Klugheit preise!

© Gerti Hötte

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Seite zuletzt geändert: 10.01.2014