Osterlied – Julius Sturm

Osterlied

Autor: Julius Sturm

Höher steigt die Ostersonne,
Und ihr warmer goldner Strahl
Weckt zu neuer Frühlingswonne
Sanft das winterliche Tal.

Heimlich schmolz der Schnee am Berge,
Krachend taut das Eis im Fluss,
Und schon bringt die erste Lerche
Mir den Auferstehungsgruß.

Singt sie auch noch über Grüften,
Bricht sich doch das Leben Bahn,
Und schon weht es aus den Lüften
Mich wie Duft von Veilchen an.

Ach, wie schlug mein Herz beklommen,
Bis der raue Winter schwand!
Schöner Lenz, sei mir willkommen,
Schmücke reich mein Vaterland.

Dass es blühend sich erneue,
Schwinge deinen Zauberstab,
Und der Blumen schönste streue
Still auf unsrer Helden Grab.

Kreuz geschmückt mit Frühlingsblumen
Kreuz geschmückt mit Frühlingsblumen
Bild von Tung Lam auf Pixabay

Ihre Meinung zum Beitrag

Schreiben Sie einen Kommentar. Ihre Meinung ist uns und den Autoren wichtig! Schenken Sie Lesern des Artikels mit Ihrem Kommentar einen „Mehrwert“, indem Sie konstruktive Kritik äußern, Ihre Erfahrungen, Anregungen und Gedanken weitergeben oder weitere Informationen mitteilen.


Kommentar hinzufügen

* Pflichtfeld
1000
Drag & drop Bilder (max 3)
Welches Wort ergibt ESEL rückwärts gelesen?

Kommentare

Noch keine Kommentare, sei der erste Poster!