Gedichte
Armageddon?
Autor: Olaf Lüken
Muss ich stets die Zeitung lesen,
wenn ich selbst dabei gewesen?
Tod und Geld beherrschen die Welt,
die über uns fast zusammenfällt.
Putin, Trump oder ein Terrorist,
Gevatter Tod weiß, wer wer ist.
Krieg, Migration, Krebs, Atom,
Unfalltod durch Haushaltsstrom.
Pandemien und Umweltschmutz,
Ressourcenknappheit, Klimaschutz.
Drogen, Un- und Überfall,
Sensenmann lauert überall.
Lebensmittel, oft vergiftet,
König Kunde abwärts driftet.
Überall stell’n wir heute fest,
Dioxine ersetzen die Pest.
Ich frag’ mich nicht, wann fing es an,
ich frage euch, wann sind wir dran?
© Olaf Lüken
in der Offenbarung des Johannes; davon abgeleitet auch
eine sehr große, alles zerstörende Katastrophe
Bild von Brigitte Werner auf Pixabay
Damoklesschwert
Autorin: Heidi Hollmann
Das unselige Damokles-Schwert
Schwebte früher über ihren Köpfen
Sie waren keinen Pfifferling mehr wert
Konnten kaum noch Atem schöpfen
Gefallene Mädchen waren sie
Was immer man darunter verstand
Verschrien waren sie wie niemals nie
Wie der Tugendhafte damals empfand
Vaterlos wuchsen ihre Kinder auf
Auch sie fühlten die Schande im Herzen
Mitbürger setzten noch einen drauf
Verhöhnten sie mit üblen Scherzen
Die Väter die kümmerten sich einen Dreck
Beliessen es bei den Alimenten
Schlichen sich nach der Tat gewissenlos weg
Die Mütter kämpften mit den Sentimenten
Diese Zeiten sind zum Glück längst vorbei
Kinder wird es zum Glück auch noch geben
Ob ehelich oder nicht ist dabei einerlei
Sie verschönen uns schließlich das Leben
© Heidi Hollmann
Das Land der Dummen
Autor: Olaf Lüken
Und der Dumme, der geht schaffen,
für Merkels bunten Vielvölkerstaat,
darf schuften wie die andern Affen,
zum Wohl der Welt, die so malad.
Die Dummen sind auch stets in Eile,
schwingen fleißig ihre Kellen,
schuften für das Land zum Heile,
nicht für Kundencenterstellen.
Dumme wollen stets gesund sein,
sind ein Teil der ewig Braven,
schaffen für den Sozialverein,
als des Staates Arbeitssklaven.
Und die Faulen machen Urlaub,
haben auch nichts abzugeben.
Arbeit ist Dreck, wie Müll und Staub,
können gut von Dummen leben.
Was ist an Dummen so einzigartig?
Einzig sind sie nicht, nur viel zu artig.
© Olaf Lüken
