Obdachlos
Autor: Olaf Lüken
Bin ohne Wohnung, bin ohne Lohn
und sitze gerade auf Kaltbeton.
Das Umfeld zeigt sich gar nicht heiter,
man schaut weg, geht an mir weiter.
Bin ohne Hoffnung, auch ohne Ziel,
bin Opfer im Überlebensspiel.
Mein Blick, ja der ist stets gesenkt.
Das Leben hat mir nichts geschenkt.
Für manche seh’ ich bedürftig aus,
doch aus dem Bus warf man mich raus.
Die Menschen rauschen an mir vorbei,
bin unsichtbar, bin vogelfrei!
Mit dem Rucksack geht’s zur Parkanlage,
Schlafplatzsuche ist ´ne Dauerplage.
Raureif liegt auf meinen Wegen.
Unterwegs stört selbst der Regen.
Die Welt zeigt mir ihr kaltes Bild.
Ins Dickicht flüchtet sich das Wild.
Einst war ich ein Mann der Wissenschaft.
Jetzt bin ich arm. Mir fehlt die Kraft.
Von den Alpen, bis an die Waterkant.
Fremd ist mir auch mein Heimatland!
© Olaf Lüken
Bild von Leroy Skalstad auf Pixabay

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