Windsbraut, Gedicht – Festgestaltung

Windsbraut

Autorin: Sieglinde Seiler

Des Windes Flüstern bestimmt den Märzentag –
ein Zeichen, dass der Frühling bald kommen mag.

Des Windes Säuseln lässt Blätter sich berühren
und ihnen etwas von ihrer Lebendigkeit spüren.

Des Windes Brausen erinnert an Gottes Geist,
den uns das Pfingstfest immer wieder verheißt.

Des Windes Blasen bringt im Sommer kühle Luft
und unseren Nasen zum Schnuppern Blütenduft.

Des Windes Peitschen geht dem Gewitter voraus,
lässt offene Fenster schlagen an einem alten Haus.

Des Windes Braut tanzt beschwingt einen Reigen,
lässt die bunten Drachen in die Herbstlüfte steigen.

Des Windes Fegen jagt herbstliche Blätter entlang,
lässt einen Vogel verstummen, der eben noch sang.

Des Windes Toben fegt bunte Blätter vom Baum,
kreiert der Baumkrone den winterlich leeren Raum.

Des Windes Heulen kündigt den baldigen Winter an,
das, Nachdruck verleihend, Tage lang dauern kann.

© 19.06.2009 Sieglinde Seiler
weitere Gedichte von Sieglinde Seiler unter www.feiertagsgedichte.de

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