Gedichte über Mobbing, Arroganz, Ignoranz, Narzissmus

Diese Gedichte beleuchten die dunklen Facetten menschlichen Verhaltens. Narzissten setzen gezielt Arroganz und Ignoranz als Machtinstrumente ein, um andere zu entwerten, zu isolieren und psychisch zu schädigen (Mobbing).

Übersicht

Gedichte

Arroganz braucht Distanz

Autor: Olaf Lüken

So mancher Mensch in Stadt und Land
gibt sich blasiert und höchst arrogant.
Dem eig'nen Vorteil stets zugewandt,
glänzt unser Mensch auch mit Ignoranz.

Hochtrabend, weil auch hoch zu Ross,
mimt mein Mensch zu gern den Boss.
Er kennt sich aus – voller Eigenliebe,
nennt Mitmenschen gerne Zeitendiebe!

Mein Mensch wirft den Kopf zurück und spricht:
„Ich seh’ nur Idioten und ein kleines Licht!“
Nur in einen Spiegel blickt dieser Kenner nicht,
wenn er über and’re Geister sitzet zu Gericht.

Ein arroganter Mensch ist beileibe nicht dumm.
Nur sein Innerstes, die Seele, bleibt recht stumm.
Anmaßend wie der Kopf der bösen Schlange,
steckt der Mensch fest – dank eigener Zange!

© Olaf Lüken

Dame possiert vor Cadillac
Dame possiert vor Cadillac
Bild von Alexa auf Pixabay

Der Narzisst

Autor: Olaf Lüken

Sprach sie zu ihm ein nettes Wort;
er war nicht zu bewegen.
Still und stumm, an jedem Ort.
Nichts wollte sich in ihm regen.

Sagte sie aber, wie toll er sei
vernahm sie ein Staunen und Raunen.
Plötzlich ging die Starre vorbei.
Er zeigte der Welt beide Daumen.

Vorm Spiegel er steht und schaut sich an.
Der zeigt ihm einen Edelmann.
Es ist schon doll sich anzusehen.
Der Spiegel lügt ihn knackig-schön!

© Olaf Lüken


Ignoranz

Autorin: Heidi Hollmann

Ignoranz geht wie es heißt
Mit Unwissenheit daher
Und auch leider wie zumeist
Mit den Hirnen die oft leer

Ignoranz wird meist betrieben
von dem der wohl abgeflacht
Und der auch zurückgeblieben
weil er nicht hat nachgedacht

Diese Dummheit wird ihn leiten
Er hält sich für mächtig schlau
Er sollt deshalb nun beizeiten
Hinschauen und zwar sehr genau

Sollte nicht stehn über Dingen
Ist nicht Nabel unsrer Welt
Sollt auch niemanden bezwingen
Was wohl niemandem gefällt

Will er alle dem entrinnen
Vermeiden viel Isolation
Sollte er sich flugs besinnen
Absteigen vom hohen Thron!

© Heidi Hollmann

Geschäftsmann raucht eine Zigarette
Geschäftsmann raucht eine Zigarette
Bild von Sammy-Sander auf Pixabay

Mobbing

Autor: Olaf Lüken

Mobbing auf dem Schulgelände.
Mobbing, Mobbing und kein Ende.
Der Betroffene, stets auf der Flucht.
Und den Mobber treibt die Sucht.

Auf dem Zeugnis klettern Zensuren.
Prügeleien in deutschen Fluren.
Der EINE stets der Schwache ist.
Der ANDERE, der ist meist Sadist!

Zuhause lockt ein schönes Heim.
Auf dem Schulweg Seelenpein.
Hinterhalt und Hetzattacken,
sind der Feigen weit're Macken.

Ja! - ihr Mobber sollt euch schämen.
Warum müsst ihr Seelen lähmen?
Und was soll das Durcheinander?
Habt ihr Angst vor’m Miteinander?

Zeigt sie an! - die feigen Schweine.
Nur Helden haben echte Freunde!
Der Killer will die Kehle.
Der Mobber sucht die Seele!

© Olaf Lüken

Weinendes Mädchen leidet unter Cybermobbing
Weinendes Mädchen leidet unter Cybermobbing
Bild von Moondance auf Pixabay
Mobbing ist keine Krankheit, kann aber krank machen.
Es verursacht Depressionen, Angst- und Schlafstörungen.

Problem Mobbing

Autor: Olaf Lüken

Wer hat schon Zeit für warme Worte?
Wer zeigt schon wahres Mitgefühl?
Mobbing ziert heut’ jede Torte.
Sie schmeckt meist fad, ist stets kühl.

Keine Zeit für Ehrlichkeit.
Der Gemobbte steht im Rampenlicht.
Schweinerei und Peinlichkeit,
verkauft wird danach die neue Sicht.

Keine Zeit für Diskussionen,
man lebt gern aus, das Vor-Urteil.
Fremd bleiben Anstand und Visionen.
Liegt nur im Hass der Mobber Heil?

Keine Zeit für faire Züge.
Mobbing bleibt der Feigen Sport.
Hinterhalt und freche Lüge,
sind des Mobber’s ‚Ehrenwort‘!

© Olaf Lüken

Frau wird durch viele Finger gemobbt
Frau wird durch viele Finger gemobbt
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay