Blüten fürs Christkind, Gedicht – Festgestaltung

Blüten fürs Christkind

Autorin: Sieglinde Seiler

Dezember ist es mittlerweile geworden.
Der Winterbeginn ist nicht mehr in Sicht.
Da sucht eine mutige kleine Enzianblüte
zeitig in der Morgensonne das Tageslicht.

Der Enzian will sich einen Traum erfüllen
und in der Weihnachtszeit etwas riskieren,
indem er seine Blüte fürs Christkind öffnet,
um den Garten an Weihnachten zu zieren.

Etwas Angst hat die Blüte um ihr Leben,
wagt sich trotzdem fast zielstrebig hervor.
Eines Tages öffnet sie die pralle Knospe,
wie Menschen im Advent „ihr Herzenstor“.

Die Wintersonne blickt erstaunt herunter
und beabsichtigt, die kleine Blüte zu hüten.
Aus der Knospe spitzen die Blütenblätter,
tiefblau, wie sonst im Frühling ihre Blüten.

Frühlingshaft fühlt sich die Temperatur an,
und die Sonne hält sich auch an ihr Wort.
Sie scheint, so kräftig wie sie es nur kann,
und jagt tagtäglich die lauernde Kälte fort.

Weil das Weihnachtswetter so schön ist,
lugt auch ein kleines Aurikelchen heraus.
Selbst ein Heckenveilchen kriecht mutig
aus seinem beengenden Knospenhaus.

Schon bald feiern wir den Heiligen Abend,
und die Blüten mühen sich fürs Jesuskind.
Spaziergänger halten öfter erstaunt inne,
und wundern sich, wie mutig Blüten sind.

© 18.12.2019 Sieglinde Seiler
weitere Gedichte von Sieglinde Seiler unter www.feiertagsgedichte.de

Enzianblüte
Blüten fürs Christkind – © Sieglinde Seiler
Der Enzian erfreut in einem milden Monat Dezember mit seinen Blüten das Christuskind.

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