Weihnachtsmann

Gedichte, Verse, Reime, Texte, Geschichten
und Lieder über den Weihnachtsmann

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Gedichte

Der Weihnachtsmann kommt in den Knast

Autor: Fred Staffen
Erschienen ist das Gedicht in einem Sprachenlehrbuch für Deutsche Sprache (Finnland) mit dem Buchtitel „Zusammen‘ zusammengestellt von Roman Schatz ISBN 951-1-17201-8

„Lieber guter Weihnachtsmann,
jetzt ist’s soweit, jetzt bist du dran.
Mein Chef ist nämlich Rechtsanwalt.
Der klagt dich an, der stellt dich kalt.

Schon seit vielen hundert Jahren,
bist du nun durch das Land gefahren,
ohne Nummernschild und Licht.
Auch TÜV und ASU gab es nicht.

Dein Schlitten eignet sich nur schwer,
zur Teilnahme am Luftverkehr.
Es wird vor Gericht zu klären sein:
Besitzt du 'nen Pilotenschein?

Durch den Kamin ins Haus zu kommen,
ist rein rechtlich streng genommen
Hausfriedensbruch - Einbruch sogar.
Das gibt Gefängnis, das ist klar.

Und stiehlst du nicht bei den Besuchern,
von fremden Tellern Obst und Kuchen?
Das wird bestraft, das muss man ahnden.
Die Polizei lässt nach dir fahnden.

Es ist auch allgemein bekannt,
du kommst gar nicht aus diesem Land.
Wie man so hört, steht wohl dein Haus
am Nordpol, also sieht es aus,
als kämmst du nicht aus der EU.
Das kommt zur Klageschrift dazu!

Hier kommt das Deutsche Recht zum Tragen.
Ein jeder Richter wird sich fragen,
ob deine Arbeit rechtens ist,
weil du ohne Erlaubnis bist.

Der Engel, der dich stets begleitet,
ist minderjährig und bereitet
uns daher wirklich Kopfzerbrechen.
Das Jugendamt will mit dir sprechen!

Jetzt kommen wir zu ernsten Sachen.
Wir finden es gar nicht zum Lachen,
dass Kindern du mit Schläge drohst.
darüber ist mein Chef erbost.

Nötigung heißt das Vergehen
und wird bestraft, das wirst du sehen,
mit Freiheitsentzug von ein paar Jahren.
Aus ist’s bald mit dem Schlittenfahren.

Das Handwerk ist dir bald gelegt,
es sei denn dieser Brief bewegt
dich, die Kanzlei reich zu beschenken.
Dann wird mein Chef es überdenken“

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Der alte Weihnachtsmann

Autor: Richard Dehmel

Ich bin der alte Weihnachtsmann,
ich hab einen bunten Wunderpelz an
mein Haar ist weiß
von Reif und Eis.

Ich komm weit hinter Hamburg her,
mit langen Stiefeln durchs kalte Meer,
meinen Mummelsack
huckepack.

Da sind viel gute Sachen drin,
Nüss und Äpfel und große Rosinn
ich bin ein lieber Mann,
seht an.

Ich kann aber auch böse sein,
dann fahr ich mit der Rute drein
und schüttel den Bart:
Na wart!

Nein, seid nicht bang seid lieb und gut,
seid wie das Blümlein Wohlgemut!
Das nimmt beglückt
alles, was der Himmel schickt.

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Weihnachtsfrau oder Weihnachtsmann?

Autor: Helmut Schreiber

Im Sinne der Emanzipation
stellt sich jeder die Frage schon:
Warum heißt es „Weihnachtsmann“?
Hörte es sich nicht besser an,
wenn es hieße „Weihnachtsfrau“?
Nun ja, ich weiß es nicht genau.
Auf jeden Fall fiel es mir schwer,
käm da ’ne Frau mit Bart daher,
mir das Lachen zu verkneifen.
Weil Frauen doch gewöhnlich keifen,
erfreute es mich sowieso,
rief sie noch lauthals: Ho Ho Ho!
Man stelle sich vor, dann schwänge die Gute
während des Rufens auch noch ihre Rute.
Doch die Grenze zum guten Geschmack,
das wäre wohl der pralle Sack.
Nach dieser Analyse des Geschlechtes
und im Eifer des Gefechtes,
ergeben meine Argumente dann:
Es kann nur heißen: „Weihnachtsmann“!

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Geschichten

Gibt es einen Weihnachtsmann?

Eine 100 Jahre alte Antwort für Erwachsene und Kinder macht auch heute noch nachdenklich:

Im Jahre 1897 unterhielt sich Virginia mit ihren Freunden über Santa Claus, den amerikanischen Weihnachtsmann. Während Sie an ihm glaubte, meinten die anderen, es gebe überhaupt keinen Weihnachtsmann. Die gesäten Zweifel wollte sie mit ihrem Vater Dr. Philip O’Hanlon klären, doch seine Antwort war ausweichend.

Die Achtjährige hatte mitbekommen, dass sich die Familie bei auftretenden Zweifelsfragen an die Frage- und Antwort-Kolumne der Zeitung New York Sun wandte, einem Blatt, auf das ihr Vater große Stücke hielt.

„Gut, dann werde ich darangehen, an die Sun zu schrieben und die wirkliche Wahrheit herauszufinden“, entschied sich sich Virginia. Ihr Vater bestärkte sie in ihrem Vorhaben mit den Worten: „Nur zu, Virginia. Ich bin sicher, dass dir die Sun die richtige Antwort gibt, wie sie es immer macht.“ Das Kind schrieb an die Lieblingszeitung ihrer Eltern.

Den Auftrag, diese diffizile Anfrage zu beantworten, erhielt der langjährige Journalist Francis Pharcellus Church. Ihm gelang ein Editoral, dass zu den berühmtesten Veröffentlichungen in der US-Presse zählt. Es wurde in der Folge jedes Jahr von der New York Sun nachgedruckt. Nach dem Einstellen Ihres Erscheinens im Jahr 1950 übernahmen andere den Text, so auch wir an dieser Stelle. Die Sun schreib 1897:

Mit Freude antworten wir sofort und auf die in ihrer Weise herausragende Mitteilung unten und drücken gleichzeitig unsere große Befriedigung aus, dass ihr gewissenhafter Autor zu den Freunden der Sun zählt:

Lieber Redakteur: Ich bin 8 Jahre alt. Einige meiner kleinen Freunde sagen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt. Papa sagt: Wenn du es in der Sun siehst, ist es so. Bitte sagen Sie mir die Wahrheit; gibt es einen Weihnachtsmann?
Virginia O’Hanlon.
115 West Ninety-fifth Street.

Virginia, deine kleinen Freunde haben unrecht. Sie sind beeinflusst von der Skepsis eines skeptischen Alters. Sie glauben nichts, was sie nicht sehen. Sie denken, dass es nichts geben kann, was für ihren kleinen Geist nicht fassbar ist. Alle Gedanken, Virginia, ob sie nun von Erwachsenen oder Kindern sind, sind klein. In diesem unseren großen Universum ist der Mensch vom Intellekt her ein bloßes Insekt, eine Ameise, verglichen mit der grenzenlosen Welt über ihm, gemessen an der Intelligenz, die zum Begreifen der Gesamtheit von Wahrheit und Wissen fähig ist.

Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Er existiert so zweifellos wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung bestehen, und du weißt, dass sie reichlich vorhanden sind und deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben. O weh! Wie öde wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe. Sie würde so öde sein, als wenn es dort keine Virginias gäbe. Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik, die diese Existenz erträglich machen. Wir hätten keine Freude außer durch Gefühl und Anblick. Das ewige Licht, mit dem die Kindheit die Welt erfüllt, wäre ausgelöscht.

Nicht an den Weihnachtsmann glauben! Du könntest ebenso gut nicht an Elfen glauben! Du könntest deinen Papa veranlassen, Menschen anzustellen, die am Weihnachtsabend auf alle Kamine aufpassen, um den Weihnachtsmann zu fangen; aber selbst wenn sie den Weihnachtsmann nicht herunterkommen sehen würden, was würde das beweisen? Niemand sieht den Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können. Sahst du jemals Elfen auf dem Rasen tanzen? Selbstverständlich nicht, aber das ist kein Beweis, dass sie dort nicht sind. Niemand kann die ungesehenen und unsichtbaren Wunder der Welt begreifen, oder sie sich vorstellen.

Du kannst die Babyrassel auseinander reißen und nachsehen, was darin die Geräusche erzeugt; aber die unsichtbare Welt ist von einem Schleier bedeckt, den nicht der stärkste Mann, noch nicht einmal die gemeinsame Stärke aller stärksten Männer aller Zeiten, auseinander reißen könnte. Nur Glaube, Phantasie, Poesie, Liebe, Romantik können diesen Vorhang beiseite schieben und die himmlische Schönheit und den Glanz dahinter betrachten und beschreiben. Ist das alles wahr? Ach, Virginia, in der ganzen Welt ist nichts sonst wahrer und beständiger.

Kein Weihnachtsmann! Gottseidank! Er lebt, und er lebt auf ewig. Noch in tausend Jahren, Virginia, nein, noch in zehnmal zehntausend Jahren wird er fortfahren, das Herz der Kindheit zu erfreuen.

Quelle: www.wikipedia.de

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Wie der Weihnachtsmann zum Weihnachtsmann wurde

Es war einmal in der Adventszeit in einer kleinen Stadt. Dort wohnte ein alter Mann mit einem langen weißen Bart. Dieser Mann saß jeden Tag in seiner kleinen, gemütlichen Wohnung und schaute den Schneeflocken zu, wie sie vom Himmel herunterfielen. Er sah auch die Leute, die wie wild die letzten Weihnachtsgeschenke besorgten. Der Mann wollte auch gerne Geschenke machen, aber er hatte leider keine Freunde, denen er etwas schenken könnte.

An einem Tage, als er wieder in seinem Schaukelstuhl saß, überlegte er sich, dass er doch Lebkuchen backen und diese dann den Leuten schenken könnte. Also machte er sich gleich auf den Weg in die Küche um die Lebkuchen zu backen. Die Lebkuchen waren gebacken und sofort ging der Mann hinaus, um den Leuten eine Freude zu bereiten. Die beschenkten Menschen waren sehr erfreut, doch der Mann war noch viel glücklicher, denn endlich konnte er anderen Leuten eine Freude machen. Der Mann mit dem weißen Bart backte immer mehr Lebkuchen und gab sie den Leuten, denen diese Gebäcke sehr gut schmeckten.

Eines Tages als der Mann glücklich und zufrieden in seinem Schaukelstuhl saß, dachte er sich, dass er ja eigentlich auch Spielzeug basteln und an die Kinder verschenken könnte. Und genau das tat er dann auch. Er ging in seine Garage, wo er sein ganzes Werkzeug hatte und fing an zu hämmern, sägen und zu pinseln. Später bewunderte er seine Werke und ging sofort wieder los, um die Geschenke zu verteilen. Die Kinder staunten über die schönen Geschenke. Als alle Geschenke verteilt waren, freute sich der Mann und war sehr glücklich.

Eines Abends, als er auf dem verstaubten Dachboden in einer alten Truhe noch mehr Spielsachen zum Verschenken suchte, fand er etwas Komisches: Es war lang und rot. Dann erkannte er, dass dieses rote Ding ein Mantel war. Dabei lagen noch eine Mütze, ein schwarzer Gürtel mit goldener Schnalle und ein großer Sack. Der Mann zog die Kleidung an, gefiel sich darin und hatte eine Idee: Ab sofort nannte er sich Weihnachtsmann. Fortan verteilte er Spielzeug in seinem Weihnachtsmannkostüm und im Sack trug er die Geschenke. Am Heiligen Abend ging er von Haus zu Haus und beschenkte die Menschen. Jetzt wurde auch der Mann endlich auch glücklich und fühlte sich nie mehr allein.

Er beschloss, dies zur Tradition zu machen. Seither beschenkt er jedes Jahr die Kinder, klein und groß.

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Lieder

Jingle Bells

deutscher Text: Autor unbekannt
englischer Text und Musik: James Lord Pierpont,komponiert 1850-1857 / Midi / englischer Text und Noten

Jingle Bells, Jingle Bells,
klingt’s durch Eis und Schnee.
Morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt dort von der Höh’.
Jingle Bells, Jingle Bells,
es ist wie ein Traum.
Bald schon brennt das Lichtlein hell
bei uns am Weihnachtsbaum.

Wenn die Winter Winde weh'n,
Wenn die Tage schnell vergeh'n,
Wenn im Schranke ganz verheimlichvoll,
Die bunten Päckchen steh'n.
Dann beginnt die schöne Zeit,
Auf jeder sich schon freut,
Und die Menschen seh'n so freundlich aus
Und singen weit und breit.

Jingle Bells, Jingle Bells,
klingt’s durch Eis und Schnee.
Morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt dort von der Höh’.
Jingle Bells, Jingle Bells,
es ist wie ein Traum.
Bald schon brennt das Lichtlein hell
bei uns am Weihnachtsbaum.

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Morgen kommt der Weihnachtsmann

Text: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Melodie: Ah! vous dirai-je, Maman (franzöisches Lied) / Midi

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt mit seinen Gaben,
Trommel, Pfeifen und Gewehr,
Fahn’ und Säbel, und noch mehr,
Ja, ein ganzes Kriegesheer
möcht’ ich gerne haben.

Bring’ uns lieber Weihnachtsmann,
Bring’ auch morgen, bringe
Musketier und Grenadier,
Zottelbär und Panthertier,
Roß und Esel, Schaf und Stier,
lauter schöne Dinge!

Doch du weißt ja unsern Wunsch,
Kennst ja uns’re Herzen.
Kinder, Vater und Mama,
Auch sogar der Großpapa,
alle, alle sind wir da,
warten dein mit Schmerzen.

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Seite zuletzt geändert: 16.11.2015