Die Schatten einer Kur, Gedicht – Festgestaltung

Die Schatten einer Kur

Gebrochen schlich ich durch den Park,
geschwächt durch Knäckebrot und Quark.
Die Füße sind wie Blei so schwer,
als ob ich hundert Jahr alt wär‘.
Vor Wochen noch ein Bild von Mann,
heut‘ rührt mich keine Frau mehr an.

Verschwunden ist die Leidenschaft,
denn alle Glieder sind erschlafft.
Was vor der Kur mein ganzer Stolz,
hängt nun an mir wie morsches Holz.

Und wenn ich „muss mal“ – hintern Baum,
dann trau ich meinen Augen kaum:
Was einst in voller Blüte stand,
liegt nun verwelkt in meiner Hand.

Die Hose keine Beule zeigt,
weil „ER“ , durch die Diät, jetzt streikt.
Ich wage kaum noch hinzusehen,
geschweige einmal fremdzugehen.
Von Lust und Liebe keine Spur,
das sind die Schatten einer Kur!

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