Reich und Arm, Gedicht – Festgestaltung

Reich und Arm

Sie sind eine Gruppe von Gästen, die ihrem Gastgeber ein Geldgeschenk überreichen wollen. Zu diesem Zweck legen Sie demonstrativ einen Hut in die Mitte des Saals und beginnen das Spiel mit folgenden Worten:

Du feierst deinen Geburtstag heute,
drum stehen wir alle hier, die ganze Meute;
doch habe keine Angst, wir wollen nicht singen,
wir möchten dir lieber etwas bringen.

Dieses Fest kostet viel Geld,
aber das weißt du, du lebst ja schon länger in dieser Welt!
Damit du nicht deswegen wirst von deiner Frau getrennt,
helfen wir dir mit 10 Cent.

(--> jeder legt 10 Cent in den Hut)

Aber in der heutigen Zeit, das weiß jeder schon,
sind 10 Cent eigentlich nur der blanke Hohn!
Deine Feier ist natürlich sehr viel wert,
mit einem Euro wirst du sicher noch mehr geehrt.

(--> jeder legt 1 Euro in den Hut)

Wir können, da braucht keiner abzuwinken,
gut essen und noch viel besser trinken.
Niemand kann das Geld von den Bäumen pflücken,
darum werden wir noch 2 Euro in den Hut rein drücken.

(--> jeder legt 2 Euro in den Hut)

Ja Freund, das hast du dir gut ausgedacht,
wir feiern zusammen die ganze Nacht!
Was sollten wir schenken, Bücher, CD oder Wein?
Nein, lieber geben wir dir alle noch einen 5-Euro-Schein.

(--> jeder legt 5 Euro in den Hut)

Du feierst gerne und ladest oft ein,
dann können wir fröhlich beisammen sein!
Wir freuen uns darüber, finden es gut,
und legen 10 Euro dir in den Hut.

(--> jeder legt 10 Euro in den Hut)

Du merkst es schon, wir machen uns nicht viel aus Geld,
hoffen aber, du hast schon mal einen kalt gestellt.
Jetzt reicht es auch, wir geben nun Ruh´,
und legen heute noch einen Zwanziger dazu.

(--> jeder legt 20 Euro in den Hut)

Aber stoppt jetzt einmal, lasst uns eine Pause machen!
Mit unserem Geld kann er ganz schön lachen.
Auch kleine Dinge können eine Freude sein,
also nehmen wir zurück den Zwanziger Schein.

(--> jeder nimmt einen 20 Euro Schein heraus)

Lieber Freund, du feierst hier in diesem Saale,
und wir alle schmissen uns besonders in Schale.
Es war recht teuer, um ans rechte Gewand zu kommen,
darum werden rasch die 10er wieder genommen.

(--> jeder nimmt einen 10 Euro Schein heraus)

Außerdem – so haben wir gedacht,
haben die anderen Gäste ja auch Geschenke mitgebracht.
Drum schnell unseren 5er wieder heraus,
den verbraten wir lieber selber zu Haus.

(--> jeder nimmt einen 5 Euro Schein heraus)

Bevor uns die Empörung überrollt –
du lieber Freund, hast die Feier gewollt!
Du musst sie zahlen, doch nicht wir,
zurück mit dem 2er, dafür lieber ein Bier!

(--> jeder nimmt ein 2 Euro Stück heraus)

Worum es hier geht, du hast schon gesehen,
wir lassen dich ganz schön im Regen stehen;
du sollst aber kein trauriges Gesicht hier machen,
weg ist der Euro, lass uns gemeinsam lachen.

(--> jeder nimmt ein 1 Euro Stück heraus)

Lieber Freund, jetzt ist wohl genug,
es ist sowieso alles Lug und Betrug.
Wir nehmen zehn Cent, den letzten Rest,
und bedanken uns hiermit für dieses schöne Fest.

(--> jeder nimmt zehn Cent heraus und der leere Hut wird übergeben)

Schaut sein Gesicht genau euch an,
ganz enttäuscht ist dieser Mann.
Doch du musst nicht ganz verzagen,
diesen Umschlag hier, den sollst du haben.

Wir haben dabei bedacht,
dass dir das sicher Freude macht.
Wir wünschen vor allem Gesundheit und viel Glück –
und gehen an unsere Plätze zurück.

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