An den Mond

An den Mond

Autor: Olaf Lüken

Bist blond, bist rund, bist Mondgesicht,
bist nah und auch sehr ferne.
Du bist der Diebe Tageslicht,
den Paaren die Laterne.

Ich war voller Gram und Selbstmitleid,
du warst mir ein Tröster für Stunden.
Bist aber auch zur richtigen Zeit,
hinter den Wolken entschwunden.

Nachtgestirn mit Licht und Schimmer,
leuchtest über Flur und Au.
Lächelst in mein Dichterzimmer.
Nur die Nacht bleibt grau und lau.

Du Trabant! - ziehe deine Kreise,
ob warm, ob kalt, durch tiefe Nacht.
Sei mir Begleiter auf meiner Reise.
Du hast die Nacht zum Tag gemacht.

© Olaf Lüken

Vollmond über dem Meer
Vollmond über dem Meer
Bild von Patou Ricard auf Pixabay

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