Schlaflos 2

Schlaflos 2

Autorin: Heidi Hollmann

Er lässt dich wieder mal im Stich
Obwohl es fast schon Mitternacht
Der nöt’ge Schlaf verweigert sich
Was dich bisweilen elend macht

Lässt du den Tag vorübergleiten
Weißt du er war dir gar nicht gut
Du musstest um so manches streiten
Das nahm dir deinen ganzen Mut

So liegst du lange Zeit noch wach
Schlaflos und grübelnd bis zum Morgen
Du fühlst dich ziemlich elend – schwach
Wärst gern befreit von deinen Sorgen

© Heidi Hollmann

Person sitzt allein an einem vom Regen benetzten Fenster. Die dunkle Silhouette vor dem hellen Fenster bildet einen eindrucksvollen Kontrast, der von friedvoller Einsamkeit zeugt
Silhouette einer Person allein am nächstlichen Fenster
KI-generiertes Bild über Stockcake (CC0)
Die bleierne Schwere der Nacht: Ein Gedicht über das Wachliegen. Es ist Mitternacht, die Welt schläft – nur im eigenen Kopf herrscht lautstarker Aufruhr. In ihrem Gedicht beschreibt die Autorin die quälenden Stunden, in denen der Tag nachwirkt und die Sorgen des Alltags unbezwingbar erscheinen. Eine leise, melancholische Lyrik über die Schwäche des Körpers und die Rastlosigkeit des Geistes in den Stunden vor dem Morgengrauen.

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