Wie ein Vogel im Nest
Autorin: Heidi Hollmann
Auch wenn du noch so müde bist
Der Schlaf er will dich nicht beehren
Du gibst ihm nunmehr eine Frist
Versuchst ihn gleichsam zu bekehren
Er weigert sich dir gut zu sein
Er hilft dir kaum um einzuschlafen
Manchmal genügt ein Gläschen Wein
Vielleicht das Zählen auch von Schafen
Du hörst sie blöken nun von ferne
Bist von Träumen kurz umschlungen
Würdest durchschlafen recht gerne
Was dir ist häufig nicht gelungen
Endlich kommt der güt’ge Morgen
Der dich selig schlafen lässt
Du fühlst dich nunmehr geborgen
Wie ein Vogel dort im Nest
© Heidi Hollmann
Foto von Mark Shideler auf Unsplash
Wer kennt sie nicht? Die Nächte, in denen die Gedanken kreisen, der Blick zur Uhr wandert und selbst das Zählen von Schafen nicht hilft. Dieses Gedicht nimmt einem mit durch die dunklen Stunden der Schlaflosigkeit hinein in einen sanften Morgen, der endlich den ersehnten Frieden schenkt.

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