Rheinlandkirmes
Autor: Olaf Lüken
Hier kannst du Autoscooter fahr’n,
sich gruseln in der Geisterbahn,
Wundertüten, Lose kaufen
oder sich am Stand besaufen.
Backfisch oder Würstchen essen,
Zuckerwatte nicht vergessen.
Esel oder Ponys reiten,
lustig mit den Freunden streiten.
Ein frisches Kölsch vom Gerstenstand,
ein Rieslingwein vom Fass.
Auf der wilden Wasserbahn,
wird man schnell pitschenass.
In der Geisterbahn mich gruselt’s,
vor Dämonen und Hexereien.
Mein lütter Panz nur duselt.
Die and’ren Kinder schreien.
Das Bayernzelt von fern ertönt,
mit Pauken und Trompeten.
Die Frau, die gern dem Tanze frönt,
will quatschen und will tröten.
Ein Künstler zeichnet ein Porträt,
in nur ganz kurzer Zeit.
Im Riesenrad, ein Großgerät,
Frischluft Seelen befreit.
Loopings überschlagen sich.
Gleich geht’s mir an den Kragen.
Mutter und Pänz übergeben sich,
missachten meine Klagen.
Dem Jüngsten geht es gut, nicht wohl,
in seinem Kinderkarussell.
Junior guckt wie’n Blumenkohl.
Ihm geht alles viel zu schnell.
Kirmeslichter gleißend Stände beleuchten.
Lautsprecher schallen durch die Nacht.
Trunkende Rowdies die Fläche befeuchten.
Den Besuchern hat’s auch Spaß gemacht.
© Olaf Lüken
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