Hühnersuppe
Autor: Olaf Lüken
Der Hahn bläst beide Backen auf.
Hühner sitzen auf den Stangen.
Die Hennen gackern, springen auf.
Der Bauer will ein Huhn sich fangen.
Da laufen sie, da scharren sie
oder rennen um ihr Leben.
Da springen und da fliegen sie.
Der Bauer greift daneben.
Hühner für ´ne Kraftprotzsuppe.
Ein fettes Ding, das will er haben.
Andere sind ihm völlig schnuppe.
Suppem gehören zu Gottes Gaben.
So’n Huhn ist schon ein armer Tropf,
es fliegt auf des Bauern Arme.
Es pickt und hackt auf seinem Kopf,
dass der Herrgott sich erbarme.
Der Bauer lässt Hühner Hühner sein.
Auf dem Markt kauft er ein totes Huhn.
Die Leiche kommt in den Topf hinein.
Für’s Huhn gibt es nichts mehr zu tun.
In der Brühe schwimmt das Hühnchen,
gut enthäutet, perfekt entbeint.
Und das Huhn, es tränt kein Tränchen,
ist im Topf mit Kräutern vereint.
Wenn’s mir schlecht geht, und ich klage.
Suppen stelle ich nie in Frage.
Sie stärken den Körper, pflegen den Magen.
Hühnersuppen lassen sich gut vertragen.
© Olaf Lüken
Bild von Christo Anestev auf Pixabay

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