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Lied vor Tag, Gedicht – Festgestaltung

Lied vor Tag

Autor: Richard Dehmel

Was bewegt dich, stiller Himmel?
Was beschwingt die schweren Wolken?
Herz, wie kommt die helle Höhe
übers tiefgraue Meer?

Durch die Wolken schwebt ein Vogel,
schwebt vorbei mit hellen Flügeln,
trägt die goldne Morgenröte
übers tiefgraue Meer.

Komm zurück, du goldner Vogel!
Nimm mich hoch in deine Höhe!
Trag mein Herz, du helle Hoffnung,
übers tiefgraue Meer!

Das Gedicht „Lied vor Tag“ entstand 1913 und beschreibt ein lyrisches Ich (fiktiver Sprecher, Stimme eines Gedichts), welches einen malerischen Sonnenaufgang miterlebt: Ein paar Sekunden, in denen die Sonne hinter den Wolken am Himmel erscheint und ein Vogel über dem lyrischen Ich hinwegfliegt. Der Sonnenaufgang steht symbolisch für einen Neubeginn und Hoffnung. Dieses malerische Bild stellt aber auch eine Flucht vor der Reealität dar.

Die Zeilen des Gedichtes reimen sich nicht. Dafür besteht der erste Vers aus Fragen, der zweite Vers aus Beschreibungen und der dritte Vers aus Ausrufen. Worte wie „hell", „Vogel“ und „Meer“ kommen in fast jedem Vers vor. Das Gedicht entstand in der Zeit des Impressionismus. So sind Lichtreflexe und Schattierungen wichtig. Die Rede ist von der hellen Höhe, den hellen Flügeln und der hellen Hoffnung sowie von der goldenen Morgenröte und dem tiefgrauen Meer.


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