Wetterkarneval
Autor: Olaf Lüken
Wo ist nur das Sonnenlicht?
Meinen Mantel? Brauch ich nicht!
Schneegestöber rund ums Haus.
Kindergeschrei. Vielleicht Applaus?
Nur die Narren fröhlich feiern,
Trunkene in Gärten reiern.
Wird ’ne Regenkuh gemolken,
fällt das Wetter aus den Wolken.
Mittag zieht die Schwärze herauf,
Petrus macht die Schleusen auf.
Der Himmel kotzt.
Die Wolke rotzt.
Es regnet, strömt, bin ganz durchnässt.
Blitz und Donner geben den Rest.
Erst Kälte, dann Schnee, dann Regen und Eis.
Ich rutsche aus, spür Schmerzen im Steiß.
So ein plötzliches Ur-Gewitter,
verlangt nach einem Magenbitter.
Ich steh’ auf. Mir tut alles weh,
fahr’ Schlittschuh auf dem nahen See.
© Olaf Lüken

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