Aprilmorgen
Autor: Josef Leitgeb
Der Mond erlischt, der Wind regt sich nicht wieder.
O Erde, öffne dich mit Wald und Tal!
Der Himmel rauscht mit vollen Güssen nieder,
und, selig Schluchzende, mit einem Mal
strömt über dich ein Meer von weißem Flieder
und junge Drosseln schlagen ohne Zahl.
Unendlich öffnet sich der Himmelsbogen,
aus brauner Krume schwillt das feuchte Grün,
durchs offene Fenster kommt sein Duft gezogen
aus Wiesen, die in Freudentränen glühn
und die, von Vogelliedern überflogen,
in meine ausgespannten Arme blühn.
Bild von Wolfgang Eckert auf Pixabay

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