Worte – Stelter

Worte

Autor: Karl Stelter

Die Worte sollen nicht Dornen sein,
Das bange Herz zu verwunden –
Es wird ja doch so selten ein Strauß
Von Rosen dem Leben gebunden.

Und wo so spärlich die Rosen blühn,
Verhüllt nur die Sterne scheinen,
Da darf durch’s spitzige Wort kein Aug’
Eine einzige Träne weinen.

Es sei das Wort fürs klagende Herz
Balsam der Wiederbelebung,
Zu Grabe tragend den herben Schmerz
Mit stillem Trost der Ergebung.


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