Achim von Arnim

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Autoren-Portrait: Achim von Arnim

Achim von Arnim
Achim von Arnim
Gemälde von Eduard Ströhling
Public domain, via Wikimedia Commons

Ludwig Achim von Arnim gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter und Hauptvertreter der Heidelberger Romantik. Gemeinsam mit Clemens Brentano rettete er das deutsche Volksgut vor dem Vergessen und schuf gleichzeitig eigene Werke von zeitloser, oft melancholischer Schönheit.

Leben und Wirken

Ludwig Achim von Arnim (* 26.01.1781 in Berlin;† 21.01.1831 auf Schloss Wiepersdorf) stammte aus einem märkischen Adelsgeschlecht. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften und der Medizin widmete er sich ganz der Schriftstellerei. Er unternahm ausgiebige Bildungsreisen durch Europa und heiratete 1811 Bettina Brentano, die Schwester seines engen Freundes Clemens Brentano, die selbst als bedeutende romantische Schriftstellerin Berühmtheit erlangte. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er als Gutsherr und freier Autor in der märkischen Abgeschiedenheit.

Bedeutung für die Romantik

Arnims bleibendes Verdienst liegt in der Wiederentdeckung und Bewahrung der Volkspoesie. Zwischen 1805 und 1808 gab er zusammen mit Clemens Brentano die dreibändige Volksliedsammlung „Des Knaben Wunderhorn“ heraus. Diese Sammlung von alten Liedern, Balladen und Gedichten prägte die Epoche der Romantik tiefgreifend. Neben seiner Arbeit als Sammler alter Lieder war Arnim jedoch auch selbst als Dichter aktiv. Seine eigene Lyrik zeichnet sich durch Volksnähe, Naturmetaphorik und das Bewusstsein von Vergänglichkeit und Sehnsucht aus.


Werke auf diesem Portal:

Eigene Gedichte (als Verfasser):

Ausgewählte Gedichte / Abendgedichte
  • Abendlied – Ein stimmungsvolles Gedicht über den Abschied vom Tag und die einbrechende Nacht aus der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“.

Traditionelles Volksgut (als Sammler und Herausgeber):

Ausgewählte Gedichte / Abendgedichte
  • Abendgebet – Das bekannte traditionelle Schutzgebet („Abends wenn ich schlafen geh …“). Der Text ist Jahrhunderte altes Volksgut und wurde von Arnim und Brentano für die Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“ wiederentdeckt und aufgezeichnet.
Ausgewählte Gedichte / Tod, Alter und Vergänglichkeit
  • Ach, wie flüchtig ist die Zeit! – Ein berührendes Werk über Tod und Vergänglichkeit. Der Text basiert auf dem berühmten barocken Kirchenlied von Michael Franck aus dem 17. Jahrhundert, welches von Brentano und Arnim als historisches Volksgut für das „Wunderhorn“ bewahrt wurde.