Juli
Autor: Otto Baisch
Nun rasten die Hände,
Nun feiern die Federn;
Ermüdete Menschheit
Sie strömt zu den Bädern.
Was der schlimme Winter
In Monden verbrochen,
Gilt's, wegzubaden
In wenigen Wochen.
Blumen im Korn,
Rosen am Dorn,
Sang in den Höhn —
Erde, wie schön!
Wie rollst du die Wogen
So wuchtig und schwer
Ans bleiche Gestade,
Du schäumendes Meer!
Vergänglichen Treibens,
So nichtig und leer,
Wie magst du sein spotten,
Du ewiges Meer!
Die Reifezeit,
In der des Jahres Fülle gedeiht,
Beschirm, o Himmel, Tag für Tag
Vor bösen Schauern und Hagelschlag.
Und hüte, damit sie ihr Bestes schafft,
Vor tückischer Krankheit die Menschenkraft!
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