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Blumen sehet ruhig sprießen, Gedicht – Festgestaltung

Blumen sehet ruhig sprießen

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Zinnie, Blumen
Zinnie, Blumen
Bild von Alicja auf Pixabay

Blumen sehet ruhig sprießen,
Reizend eurer Haupt umzieren;
Früchte wollen nicht verführen,
Kostend mag man sie genießen.

Bieten bräunliche Gesichter
Kirschen, Pfirschen, Königspflaumen,
Kauft! Denn gegen Zung’ und Gaumen
Hält sich Auge schlecht als Richter.

Kommt, von allerreifsten Früchten
Mit Geschmack und Lust zu speisen!
Über Rosen läßt sich dichten,
In die Äpfel muß man beißen.

Sei’s erlaubt, uns anzupaaren
Eurem reichen Jugendflor,
Und wir putzen reifer Waren
Fülle nachbarlich empor.

Unter lustigen Gewinden,
in geschmückter Lauben Bucht,
Alles ist zugleich zu finden:
Knospe, Blätter, Blume Frucht.


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