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Sportgedichte – Gedichte über den Sport

Sportgedichte können lustig, motivierent oder schlicht sportlich sein. Die mit Humor in Reim und Versmaß gebrachten Gedichte sind aber nicht nur zum Schmunzeln gedacht. Sie sollen auch zum Sporttreiben anregen.

Übersicht

Gedichte

An meine Freundin, die Sportlerin

Autorin: Heidi Hollmann

Frau beim Joggen
Fitness – Frau beim Joggen
Bild von StockSnap auf Pixabay

Ja sie hält sehr viel vom Laufen
Ich beileibe wirklich nicht.
Meistens fang ich an zu schnaufen
Bin auf so was nicht erpicht

Mit ihr reden tät ich gerne,
aber nicht im vollen Lauf.
Ich seh nämlich sehr schnell Sterne
Gäb den Geist womöglich auf

Brauchte neben mir ’nen Wagen
Einem mit ’nem Kreuz vielleicht
Oder ließ mich von ihr tragen,
falls die Kraft mal nicht mehr reicht.

Lange Strecken läuft sie gerne
Und das ohne Rast und Ruh
Ich seh, wie gesagt, schnell Sterne.
Seh ihr lieber dabei zu.

Würde mit ihr liebend gerne
bequem auf der Terrasse sitzen
In der Hand ’ne volle Kanne
Und vermeiden solch ein Schwitzen

Bestenfalls ein flottes Gehn
Würde mir vielleicht gelingen.
Muss mir aber eingestehn
Mehr könnte ich zur Zeit nicht bringen.

© Heidi Hollmann

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Fußball (nebst Abart und Ausartung)

Autor: Joachim Ringelnatz

Kind spielt Fußball
Kind spielt Fußball
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Der Fußballwahn ist eine Krank-
heit, aber selten, Gott sei Dank!
Ich kenne wen, der litt akut
an Fußballwahn und Fußballwut.
Sowie er einen Gegenstand
in Kugelform und ähnlich fand,
so trat er zu und stieß mit Kraft
ihn in die bunte Nachbarschaft.
Ob es ein Schwalbennest, ein Tiegel,
ein Käse, Globus oder Igel,
ein Krug, ein Schmuckwerk am Altar,
ein Kegelball, ein Kissen war,
und wem der Gegenstand gehörte,
das war etwas, was ihn nicht störte.
Bald trieb er eine Schweineblase,
bald steife Hüte durch die Straße.
Dann wieder mit geübtem Schwung
stieß er den Fuß in Pferdedung.
Mit Schwamm und Seife trieb er Sport.
Die Lampenkuppel brach sofort.
Das Nachtgeschirr flog zielbewußt
der Tante Berta an die Brust.
Kein Abwehrmittel wollte nützen,
nicht Stacheldraht in Stiefelspitzen,
noch Puffer, außen angebracht.
Er siegte immer, 0 zu 8,
und übte weiter frisch, fromm, frei
mit Totenkopf und Straußenei.
Erschreckt durch seine wilden Stöße,
gab man ihm nie Kartoffelklöße.
Selbst vor dem Podex und den Brüsten
der Frau ergriff ihn ein Gelüsten,
was er jedoch als Mann von Stand
aus Höflichkeit meist überwand.
Dagegen gab ein Schwartenmagen
dem Fleischer Anlaß zum Verklagen.
Was beim Gemüsemarkt geschah,
kommt einer Schlacht bei Leipzig nah.
Da schwirrten Äpfel, Apfelsinen
durch Publikum wie wilde Bienen.
Da sah man Blutorangen, Zwetschen
an blassen Wangen sich zerquetschen.
Das Eigelb überzog die Leiber,
ein Fischkorb platzte zwischen Weiber.
Kartoffeln spritzten und Zitronen.
Man duckte sich vor den Melonen.
Dem Krautkopf folgten Kürbisschüsse.
Dann donnerten die Kokosnüsse.
Genug! Als alles dies getan,
griff unser Held zum Größenwahn.
Schon schäkernd mit der U-Boots-Mine,
besann er sich auf die Lawine.
Doch als pompöser Fußballstößer
Fand er die Erde noch viel größer.
Er rang mit mancherlei Problemen.
Zunächst: Wie soll man Anlauf nehmen?
Dann schiffte er von dem Balkon
sich ein in einen Luftballon.
Und blieb von da an in der Luft,
verschollen. Hat sich selbst verpufft. -
Ich warne euch, ihr Brüder Jahns,
vor dem Gebrauch des Fußballwahns!

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Gut Holz!

Autor: Olaf Lüken

Gut Holz beim Kegeln
Gut Holz beim Kegeln
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Manche Menschen gehen Segeln.
And’re wollen lieber Kegeln.
Kegeln ist ein Gesellschaftssport.
Man trifft Freunde. Hier und dort.

Der Abend gehört der Keglermeute.
Man spielt den „Fuchs“, sucht and’re Beute.
Held ist der, der richtig zielt
und nicht in die „Kalle“ spielt.

Sportlich sein ist ein Menschenziel.
Kegeln war ein Pharaonenspiel.
Auch der „König“ steht nicht fern,
trifft auch mal des „Pudels“ Kern.

Strafen werden schnell erhoben,
manche Spieler lauthals toben.
Selbst das Kegeln wird zum Fluch,
gerät man in ein Kegelbuch.

Es ist nicht seine größte Stunde,
bezahlt er jetzt die nächste Runde.
Und mein Freund, ein echter Single,
berührt das Seil und auch die Klingel.

„Alle Neune“ – heißt das Ziel.
Kegeln ist auch ein Siegerspiel.
Verheißt das Schicksal Spielerglück,
gelingt ihm auch ein Meisterstück.

Kegeln, kegeln, immer wieder.
Kegel werfen stärkt die Glieder.
Kegeln ist ein spaßiger Sport,
die Bahn wird zum zentralen Ort.

Wenn der Abend kommt zum Ende,
tritt auch ein die Ehrgeizwende.
Alle sagen, mit vollem Stolz:
„Wir kommen wieder!“ und „Gut Holz!“

Ob in der Kneipe, ob in der Scheune.
Die Kegelwelt spielt „Alle Neune!“
Beim nächsten Mal locken Bier und Tanz,
nur ein paar Jungs spielen um den „Kranz“.

© Olaf Lüken

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