Eine fast wahre Weihnachtsgeschichte, Weihnachtsgeschichte – Festgestaltung

Eine fast wahre Weihnachtsgeschichte zum Vorlesen

Autor: Norbert Wittke

Um die Weihnachtszeit trafen sich drei Freunde, der Martin, der Dieter und der Norbert. Sie saßen zusammen und fragten sich, was das Weihnachtsfest wohl an Gaben für sie bringen würde?

Sie waren sich einig. Schöne Geschenke würden wohl auf sie warten. Als jeder für sich seinen Wunschzettel aufzählte, erschien auf einmal eine Fee. Sie war eine gute Fee.

„Kinder“, sagte sie, „jeder von euch wird mir nun eine kleine eigene Weihnachtsgeschichte erzählen. Zeigt ein wenig Fantasie. Leider wird sie in der heutigen Zeit etwas knapp. Wenn ihr mir eine schöne Geschichte aufsagt, sollen eure Weihnachtswünsche in Erfüllung gehen.“

Da begann der Martin. Er war der Mutigste. „Ich möchte euch erzählen, wie der Ochs das Christkind zum Lachen brachte. Wie ihr wisst, war im Stall von Bethlehem auch ein Ochs. Er war froh, dass er bei dieser winterlichen Kälte im warmen Stall stehen durfte. Neugierig beäugte er seine neuen Mitbewohner. Maria, Josef und das Christkind. Ihm war klar, dass es eine besondere Bewandtnis sein musste, dass diese Leute auch hier im Stall bei ihm und den anderen Tieren schlafen mussten, wo normalerweise ein Kind nichts zu suchen hatte. Es waren Fremde. Sie waren nicht von hier. Hatten nur einen Unterschlupf gesucht, und Maria hatte hier Jesus auf die Welt gebracht.

Da lag er. Winzig klein, doch an ihm schien etwas Besonderes zu sein. Die Augen des Kindes schauten etwas traurig. Ich muss das kleine Kind aufmuntern, dachte er. Mit all seiner stimmlichen Gewalt ließ er einen Brüll los, dass der ganze Stall bebte. Die Augen des Kindes suchten nach der Ursache und fanden den Ochs. Leicht hob es seine Händchen, streckte sie dem Ochs entgegen. Die mächtige Gestalt imponierte ihm und gleichzeitig zeigte sich auf dem Gesicht ein glückliches Lächeln.“ Martin beendete so seine Geschichte.

„Das hast du aber fein gemacht“, lobte ihn die Fee. Und siehe … Alle Weihnachtswünsche wurden Martin erfüllt. „Wer ist nun an der Reihe?“, fragte die Fee. Zaghaft meldete sich Dieter. „Ich möchte die Geschichte erzählen, wie Caspar, Melchior und Balthasar das Christkind fanden. Bekannt sind sie uns allen als die Heiligen Dreikönige aus dem Morgenlande.

Sie waren auf einer großen Reise. Quer ging es durch die große Wüste. Sie verloren mit ihren Kamelen und Maultieren die Orientierung. Ein unheimlicher Sandsturm kam auf. Sie wussten nicht mehr weiter. Da auf einmal zeigte sich ein Stern mit einem breiten Schweif am Himmel. Caspar sah ihn zuerst. Das musste etwas Besonderes bedeuten. Da fiel Melchior die Geschichte der Verkündigung ein.

Eine Prophezeiung vieler berühmter Seher, die die Geburt eines großen, neuen Königs für diese Welt ankündigten. Nun war es wirklich der Hinweis auf dieses Jahrtausendereignis? Sie beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen. Nahmen den Stern als Orientierungspunkt und folgten ihm. So führte sie der Stern nach Bethlehem zu der Weihnachtsfamilie. Sie fanden den neuen König in einer Krippe mit Stroh in einem Stall, umgeben von Maria und Josef, den Hirten und vielen Tieren. Mit leuchtenden Augen brachten sie der Heiligen Familie ihre Gaben dar. Dankbar freute sich die Familie mit dem Jesuskind. Sie waren in Not und bekamen große Hilfe.“

So endete die Geschichte von Dieter. Die Fee erfüllte auch seine Weihnachtswünsche und war über diese schöne Geschichte hocherfreut.

Nun war die Reihe an Norbert. Mit großen Augen hatte er die Geschichten seiner Freunde gehört. War richtig mitgegangen. Doch nun … Ihm fiel nichts ein. Er war traurig. Ein paar Tränen traten in seine Augen. Die Fee tröstete ihn: „Nicht jeder kann so viel Fantasie entwickeln. Bei den Geschichten deiner Freunde bist du aber richtig mitgegangen. Vielleicht haben sie deine eigene Fantasie verschüttet. Aber ich will auch deine Weihnachtswünsche erfüllen, wenn du mir versprichst in Zukunft schöne Weihnachtsgeschichten, wo immer du bist, in der Weihnachtszeit vorzulesen.“

Freudig versprach Norbert dies zu tun. Und so sitzt er hier vor ihnen bei der Weihnachtsfeier von … und hat ihnen diese schöne, fast wahre Weihnachtsgeschichte vorgelesen. Und alle, alle haben gespannt zugehört. Und so endet nun diese Geschichte. Ich wünsche ihnen allen eine frohe und besinnliche Weihnacht. Mögen auch alle ihre Wünsche in Erfüllung gehen.

Gebrauchsanleitung: Die drei Namen und die Geschlechter sind austauschbar und die Vereine oder Veranstaltungen, bei denen die Geschichte vorgelesen wird, auch. So wird immer wieder eine neue Geschichte draus, eine unendliche Weihnachtsgeschichte!
Ihr Norbert Wittke

© 25.11.2005 Norbert Wittke

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