Heute
Autor: Richard von Schaukal
Heute zum ersten Mal hat sich der gilbende Garten
weithin erhellt, vom nächtlichen Winde gelichtet.
Stand er doch gestern noch ins eigenen Dämmern verdichtet
so als wollt’ er die Stürme des Winters gesichert erwarten.
Und nun muss es dunkel werden und täglich
kälter, kahler, nackt und ärmer, frieren und schweigen,
bis die weißen Wolken tiefer sich niederneigen
und wieder wirbelnd Schnee sinkt, einsam unsäglich.
Bild von Simon Berger auf Pixabay

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