Sommergedichte – Theodor Fontane

Sommergedichte, Sommerlyrik, Sommerpoesie von Theodor Fontane

Inhaltsverzeichnis

Sommergedichte

Guter Rat

Autor: Theodor Fontane

An einem Sommermorgen
Da nimm den Wanderstab,
Es fallen deine Sorgen
Wie Nebel von dir ab.

Des Himmels heitere Bläue
Lacht dir ins Herz hinein,
Und schließt, wie Gottes Treue,
Mit seinem Dach dich ein.

Rings Blüten nur und Triebe
Und Halme von Segen schwer,
Dir ist, als zöge die Liebe
Des Weges nebenher

So heimisch alles klinget
Als wir im Vaterhaus,
Und über die Lerchen schwinget
Die Seele sich hinaus.

Wandern durch den Wald im Sommer
Wandern durch den Wald im Sommer
Bild von Rafał Chudoba auf Pixabay

Mittag

Autor: Theodor Fontane

Am Waldessaume träumt die Föhre,
Am Himmel weiße Wölkchen nur,
Es ist so still, dass ich sie höre,
Die tiefe Stille der Natur.

Rings Sonnenschein auf Wies' und Wegen,
Die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach,
Und doch, es klingt, als ström' ein Regen
Leis tönend auf das Blätterdach.

Kiefernzapfen (Föhre)
Kiefernzapfen (Föhre)
Bild von Annette Meyer auf Pixabay