Sommer – Goethe

Sommer

Autor: Johann Wolfgang von Goethe

Der Sommer folgt. Es wachsen Tag und Hitze,
und von den Auen dränget uns die Glut;
doch dort am Wasserfall, am Felsensitze
erquickt ein Trunk, erfrischt ein Wort das Blut.

Der Donner rollt, schon kreuzen sich die Blitze,
die Höhle wölbt sich auf zur sichern Hut,
dem Tosen nach kracht schnell ein knatternd Schmettern;
doch Liebe lächelt unter Sturm und Wettern.

Gewitter über Dordrecht
Gewitter über Dordrecht
Gemälde von Aelbert Cuyp, Öl auf Leinwand
Public domain, via Wikimedia Commons

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