Sketche aus dem Schulalltag

Witzige Bühnenszenen aus dem Unterricht
über Examen, Hausaufgaben und Weiterbildung

Sketche für zwei Personen

Sketche für drei oder mehr Personen

Sketche für zwei Personen

Das Examen

Personen: Der Professor und der Kandidat

P: Also, mein junger Freund, ich habe gehört, sie wollen heute ihr Examen machen. Sind Sie gut vorbereitet?
K: Ach, Professor, mein Kopf ist eine einzige Wüste.
P: Das tut mir leid, aber in der Wüste gibt es auch Oasen.
K: Ja, aber ob das Kamel die Oasen findet?
P: Ich will zunächst einmal ihre Personalien aufschreiben. Wie heißen Sie?
K: Stanislaus Krotschinnalotschitz, mit Doppel-n.
P: Wie? Kro-, Kro-
K: Ja, mit Doppel-n.
P: Geboren?
K: Ja.
P: Ich meine wann?
K: Ach, Herr Professor, Sie haben doch versprochen, dass Sie in Geschichte keine Jahreszahlen drannehmen.
P: Was ist ihr Vater?
K: Tot.
P: Das tut mir leid, aber was war er, als er noch nicht tot war?
K: Lebendig.
P: Nein, ich meine, was ist er von Beruf gewesen?
K: Verheiratet.
P: Na, halten wir uns nicht länger auf, beginnen wir mit dem Examen. Vielleicht zuerst mit der alten Geschichte. Irgendeine Frage werden Sie sicher beantworten können, z. B. wann wurde Rom erbaut?
K: Rom? Hm! Vermutlich in einer Nacht.
P: Wieso?
K: Na ja, es heißt doch: "Rom wurde nicht an einem Tage erbaut!"
P: Nein, ich merke schon, in der alten Geschichte wissen Sie überhaupt nichts. Aber vielleicht kennen Sie sich etwas in der modernen Geschichte aus?
K: Ja, ja.
P: So etwa in der Zeit um Blücher? Sie haben doch sicher schon unser Blücher-Denkmal gesehen?
K: Ja, ja.
P: Nicht war, oben da steht er selber und unten da steht die Zahl 1813. Nun sagen Sie mal, was hat Blücher mit dieser Zahl zu tun?
K: Ja, das wird wohl seine Telefonnummer gewesen sein.
P: Ach, ich sehe schon, Sie haben überhaupt keine Ahnung, das ist das Einzige, was Sie haben. Aber vielleicht ganz moderne Fragen. Wissen Sie in der Politik Bescheid?
K: Oh, ja.
P: Definieren Sie mir einmal: Was ist ein Staatsmann?
K: Ein Staatsmann ist ein Mann, der gute Reden hält.
P: Natürlich, so kann man es auch sagen, aber es genügt nicht, denn Reden halte ich auch.
K: Ja, aber ein Staatsmann ist ein Mann, der gute Reden hält.
P: Sie, soll ich Sie rauswerfen? Wollen Sie sich über mich lustig machen, Sie-, Sie-, Herr Kro-, Kro-
K: Krotschinnalotschitz! Mit Doppel-n.
P: Na, versuchen wir es noch einmal. Was können Sie über Schiller sagen.
K: Nur das Beste.
P: Kennen Sie die "Jungfrau von Orleans"?
K: Von wo?
P: Die "Jungfrau von Orleans"!
K: Ach so, ja, die kenne ich wohl schon.
P: Erinnern Sie sich an die Stelle, wo sie spricht: Das Schlachtross steigt"?
K: Ja, da will er wohl mit sagen, dass das Pferdefleisch teurer wird.
P: Mein Herr, ich will es noch ein letztes Mal versuchen. Haben Sie wenigstens eine Allgemeinbildung?
K: Ja, ja!
P: Sie sehen jeden Tag die Sonne und Sie sehen auch den Mond. Was ist wichtiger, die Sonne oder der Mond?
K: Hm! Nun ja, der Mond natürlich.
P: Wieso der Mond?
K: Der Mond scheint des Nachts, wenn es dunkel ist, aber die Sonne scheint am Tage, wenn es sowieso hell ist.
P: Sie sind ein Versager. Sie haben eine 5. Sie sind natürlich durchgefallen. Ich habe zum letzten Mal eine Frage an Sie. Wollen Sie den ganzen Nachmittag einen Arrest oder zeitlebens meine Verachtung?
K: Ach, Herr Professor, wenn ich zeitlebens um ihre Verachtung bitten dürfte!

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Das Quiz

Ein wirrer Sketch für 2 Personen,
Küppers -> Kandidat, QM -> Quizmaster
eingereicht von Andreas Kaufmann.

Requisiten: MP3-Spieler oder Computer
Melodie: Siegfried Ochs: Kommt ein Vogel geflogen | MIDI MP3

QM: Wir wollen nun ein Quiz machen! Wer meldet sich?
Küppers: (Meldet sich auffällig) Nehmen sie mich! Nehmen sie mich!
QM: Ja, der kleine dicke da hinten, bitte! Wie ist ihr Name?
Küppers: Küppers!
QM: Wo kommen sie her?
Küppers: Von da vorne aus der 1. Reihe.
QM: Nein, ich meine, aus welcher Stadt sie kommen.
Küppers: Ich komme aus keiner Stadt, ich komme aus einem Dorf.
QM: Aus welchem Dorf kommen sie denn?
Küppers: Aus Düsseldorf!
QM: … Aha … Was machen sie beruflich?
Küppers: Ich arbeite in einem Theater!
QM: Inwiefern?
Küppers: Nun, wie soll ich sagen … Ich verteile die Rollen!
QM: Das stelle ich mir aber als eine sehr schwierige Aufgabe vor. Ich meine jedem die passende Rolle zu geben ist sicherlich nicht einfach!
Küppers: So schwer ist es auch nicht, in jede Toilette eine. Unter Umständen auch zwei!
QM: Äh, Ach so. Sind sie verheiratet?
Küppers: Ja.
QM: Was macht denn ihre Frau so beruflich?
Küppers: Früher hat sie auf der Damentoilette gearbeitet. Aber dann hat ihr der Arzt eine Luftveränderung verschrieben!
QM: Und wo arbeitet sie jetzt?
Küppers: Auf der Herrentoilette!
QM: Äh … Na gut. Kommen wir zu unserer ersten Quizfrage: Ich sage ihnen drei Begriffe, und sie vervollständigen das mit dem vierten.
Küppers: Darin bin ich große klasse! Das ist mein Spezialgebiet!
QM: Gut! Also: Frühling, Sommer, Herbst und …

Küppers: Und?
QM: Na gerade das wollen wir ja von ihnen wissen! Also: Frühling …
Küppers: Frühling.
QM: Sommer …
Küppers: Sommer.
QM: Herbst …
Küppers: Herbst.
QM: … und?
Küppers: Und? (grinst Quizmaster doof an)
QM: So kommen wir nicht weiter, Herr Küppers. Ich gebe ihnen eine kleine Hilfestellung: Stellen sie sich einmal vor:
Küppers: Küppers!
QM: Nein, sie sollen sich etwas vorstellen!
Küppers: Ach so! (geht einen Schritt nach vorne)
QM: Nein, sie sollen sich etwas vorstellen, geistig meine ich!
Küppers: Ach so!
QM: Also stellen sie sich vor: Draußen ist es kalt, es windet, es stürmt und es schneit! Was haben wir dann?
Küppers: Sauwetter!
QM: Und was ziehen wir uns da an?
Küppers: Einen Wintermantel.
QM: Und jetzt lassen wir den Mantel weg, was haben wir dann?
Küppers: Einen dicken Schnupfen!
QM: (Wischt sich den Schweiß von der Stirn) Also bei ihren Antworten läuft es einem ja eiskalt den Rücken herunter!
Küppers: (Strahlt über beide Backen) Das ist ja wie im Winter!
QM: Richtig! Winter! Das ist die Lösung. Einen Applaus für unseren Kandidaten. Okay. In der nächsten Frage geht es um Geographie.
Küppers: Das ist mein Spezialgebiet.
QM: Das freut mich für sie! Also: An welchem Fluss liegt Köln am Rhein?
Küppers: … Puh … Das ist aber eine sehr schwere Frage, … sehr schwer.
QM: Wir stellen nur schwere Fragen!
Küppers: An welch &hellp; äh … an wel … Können sie die Frage nicht noch mal wiederholen?
QM: An welchem Fluss liegt Köln am Rhein?
Küppers: An welchem Fluss liegt Köln am Rhein.
QM: Goldrichtig! Köln am Rhein liegt am Rhein!
Küppers: Äh … Genau.
QM: Die nächste Frage hat mit Musik zu tun.
Küppers: Oh! Das ist mein Spezialgebiet.
QM: Das dachte ich mir schon! Inwiefern?
Küppers: Ich habe schon einmal gesungen!
QM: Aha … Wo denn?
Küppers: Im Gefangenenchor. Aber leider nur kurze Zeit, denn die anderen haben gemeint, diese Strafe wäre zu schlimm!
QM: Ah … Okay, wir spielen ihnen jetzt eine kleine Melodie vor, und sie müssen mir den Titel sagen. (Melodie wird eingespielt: Kommt ein Vogel geflogen …)
Küppers: (Unterbricht die Melodie) Ich hab’s, Ich hab’s! Theo wir fahr’n nach Lotzsch.
QM: Nein, das stimmt so nicht ganz … Es kommt etwas geflogen!
Küppers: Geflogen?
QM: Es kommt geflogen, flatter, flatter, flatter, (flattert mit den Händen) setzt sich da unten (zeigt auf seinen Fuß) auf ihren Fuß …
Küppers: Hören sie doch auf! Geflogen! Sie habe wohl einen Vogel!
QM: Richtig! Ein Vogel kommt geflogen!
QM: (dem Publikum zugewandt) Unser Kandidat hat alle drei Fragen richtig beantwortet! Und nun bekommen Sie ihren Preis: Etwas was noch kein Bundespräsident, kein Bundeskanzler und der Papst auch noch nie bekommen hat: Einen warmen Händedruck von mir!

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Sketche für drei oder mehr Personen

Aufgepasst

Eine Schulstunde bei Lehrer Knüppelmann,
MP3 spontan vorgetragen von Schülern der Goethe Hauptschule, Koblenz

Personen: Lehrer, 4 Schüler: Anton, Bastian, Christian, Dieter - ca. 12 Minuten

Schüler: (Lärmen)
Lehrer: (schreit) Ruhe! Wir sind hier in der Schule und nicht auf dem Schützenfest! (Es wird ruhig) Denkt ja nicht, dass ich keine Ohren habe. Wer hat vor zehn Minuten in der Pause gerufen, ich sei ein Kamel? Heraus mit der Sprache! Ich will wissen, wer es war! Na, wer war es?!
Anton: (steht auf) Ich, Herr Lehrer!
Lehrer: Na, das freut mich, dass du wenigstens ehrlich bist und bei der Wahrheit bleibst. Dafür will ich dir die Strafe noch einmal erlassen. Wo sind wir in der letzten Rechenstunde stehen geblieben? Bastian, mach doch den Mund zu. In der Schule wird nicht gegähnt. Sag mir lieber, wo wir stehen geblieben sind!
Bastian: Beim Einmaleins
Lehrer: Gut, dann zähle einmal bis zehn!
Bastian: (zählt bis zehn)
Lehrer: Kannst du das selbe auch von hinten zurück? Dann zähle einmal umgekehrt.
Bastian: Jawohl, Herr Lehrer (dreht sich um und zählt wieder von 1 aufwärts)
Lehrer: Du bist ein Esel! Setzen! Anton, streng du einmal deinen Schädel an: Wenn ich dir zehn äpfel gebe und du diese mit deinem kleinen Bruder teilen sollst, wie viel bekommt dann dein kleiner Bruder?
Anton: Einen
Lehrer: Du bist eine Niete - du kannst ja nicht rechnen!
Anton: Ich kann schon rechnen, aber mein kleiner Bruder noch nicht.
Lehrer: Ein anderes Beispiel: Wie viel ist 9 und 9?
Anton: 21!
Lehrer: 18, du Dummkopf! Immer das Doppelte! Wenn ich in einer Tasche 100 Lire habe und verliere 50 davon, was hab ich dann in der Hosentasche?
Anton: Ein Loch, Herr Lehrer!
Lehrer: So siehst du aus! Dumm wie ein Esel, aber frech wie eine Wanze! An das Schulfenster spucken, ja das kannst du, aber das Einmaleins nicht. Was würdest du denn sagen, wenn ich an euer Fenster spucken würde?
Anton: Sie sind ein Spuckkünstler, Herr Lehrer, würde ich sagen, denn wir wohnen im fünften Stock!
Lehrer: So etwas freches ist mir noch nie untergekommen! Setzen Anton, ich stelle dich vor die Tür, wenn du nicht aufhörst, mich anzugrinsen, Und wie siehst du denn überhaupt aus! So ungekämmt kommt man doch nicht in die Schule! Hast du denn keinen Kamm?
Anton: Nein, Herr Lehrer!
Lehrer: Dann nimm das nächste mal den von deinem Vater!
Anton: Der hat eine Glatze!
Lehrer: Dann gehen wir weiter. - Ja, da fällt mir ein..., Bastian, warum hat dein Bruder den Unterricht gestern nicht besucht?
Bastian: Herr Lehrer, mein Bruder konnte gestern den Unterricht nicht besuchen, weil das Schwein geschlachtet wurde.
Lehrer: Na, du bist vielleicht eine Flasche. Dein Aufsatz sieht aber geradeso aus: der Ochse frisst, aber dein Vater isst, hast du mich verstanden?! In deinem Aufsatz hast du es durchwegs verkehrt geschrieben. Verstehst du nun den Unterschied? Der Mensch isst, und der Ochse frisst. Verstanden?!
Bastian: Jetzt weiß ich's, Herr Lehrer!
Lehrer: Wie muss es dann heißen?
Bastian: Wenn der Ochse isst, dann sagt man fressen, und wenn der Vater frisst, dann sagt man essen.
Lehrer: Setzen! Da ist Hopfen und Malz verloren! Und, Christian, was du in deinem Aufsatz geschrieben hast, das geht auf keine Kuhhaut! Christian, warum schlüpfen Hühner aus den Eiern?
Christian: Weil sie Angst haben, dass sie mitgekocht werden, Herr Lehrer!
Lehrer: Das ist ja nicht zu fassen. Sind wir hier im Irrenhaus? Setzen! Und du hast es gerade nötig, dass du lachst, Anton! Du bist der größte Schafskopf der ganzen Klasse. Deinen Aufsatz werde ich übrigens vorlesen: (nimmt ein Blatt vom Tisch, liest vor) Der Brand. - Im letzten Sommer hat es bei unserem Bürgermeister gebrannt. Punkt. Der Brand entstand beim Bürgermeister im Oberstübele. Punkt. Zuerst glimmte es nur, aber das Heu und Stroh fing schnell Feuer, und der Brand ging immer tiefer. Punkt. Der Bürgermeister war sehr aufgebracht, und es brannte alles nieder, aber das Rindvieh konnte gerettet werden, weil es nicht versichert war. Punkt. - So ein Blödsinn! (legt das Blatt weg) Wenn es nicht anders wird mit dir, Anton, dann muss ich mit deinem Vater sprechen. Den letzten Aufsatz über den Hund hast du nämlich wortwörtlich von deiner Schwester abgeschrieben!
Anton: Herr Lehrer, wir haben ja auch nur einen Hund!
Lehrer: Nicht frech werden! Sonst hab ich auch noch ganz andere Mittel! Und, Dieter, mit dir muss das auch noch ganz anders werden. Du hast ja keine Ahnung von der Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit. Du bringst ja in deinem Aufsatz die Zeiten fürchterlich durcheinander! Kannst du denn nicht begreifen, was ist und was war und was kommt? Wenn ich zum Beispiel zu dir sage: "Ich bin krank": was ist das für eine Zeit, Dieter?
Dieter: Das ist die schönste Zeit, Herr Lehrer!
Lehrer: Du wirst das nie lernen, Esel bleibt Esel. - Nun wollen wir noch ein bisschen die Satzlehre wiederholen. Anton, bilde mir einen einfachen Satz!
Anton: Der Vogel fliegt.
Lehrer: Bastian bilde auch einen Satz!
Bastian: Der Hund bellt.
Lehrer: Dieter, kannst du auch einen?
Dieter: Der Frosch springt.
Lehrer: Das sieht dir gleich! - Christian, los, auch einen Satz bilden!
Christian: Die Katze sitzt.
Anton: Mein Vater sitzt auch, Herr Lehrer!
Lehrer: Gut, dann sag mir gleich, was du von der Gans weißt, Anton!
Anton: Die kann man essen, Herr Lehrer!
Dieter: Man kann sie auch rupfen, Herr Lehrer
Lehrer: Nicht schlecht, Dieter - das hätte ich dir gar nicht zugetraut! Und was bekommt man, wenn man sie rupft? Christian, weißt du es?
Christian: (steht auf, steckt den Finger in den Mund und überlegt)
Lehrer: Na, kommst du nicht drauf? Denk mal scharf nach. Was habt ihr denn zum Beispiel zu Hause in euren Betten? Na ---?
Christian: (plötzlich) Wanzen, Herr Lehrer!
Lehrer: Federn, Christian, Federn, du Esel! Setzen, Christian, und wir gehen weiter! Und zwar kommen wir heute zur Ein- und Mehrzahl. Durch ein Beispiel will ich euch das erklären. Wenn ihr zum Beispiel einen Ochsen seht, dann ist das die Einzahl. Wenn ihr zwei Ochsen seht, ist das die Mehrzahl. Sind es aber so viele Ochsen, dass man sie nicht mehr zählen kann, dann ist das eine Herde. (eilt zu Bastian) Das sieht dir ja wieder ähnlich, Bastian! Wenn ich etwas erkläre, dann schläfst du! Wiederhole sofort, was ich gesagt habe!
Bastian: (verschlafen aufstehend)Ein Ochse ist ein Ochse, und zwei Ochsen sind zwei Ochsen, und wenn so viele Ochsen sind, dass man sie nicht mehr zählen kann, dann ist das eine Behörde.
Lehrer: Schmutzian! So siehst du aus! 100 mal abschreiben, was ich gesagt habe! Ich werde dir helfen! Und nun zur Farbenlehre: Rot ist die Farbe der Liebe, blau ist die Farbe der Treue, grün ist die Farbe der Hoffnung, weiß ist die Farbe der Freude, schwarz ist die Farbe der Trauer. Daher werdet ihr immer wieder eine Braut im weißen Kleid zum Traualtar gehen sehen, weil weiß die Farbe der Freude ist.
Dieter: Herr Lehrer, warum geht dann der Bräutigam immer in schwarz?
Lehrer: Das hat alles seine Bedeutung, da wirst du später schon selbst darauf kommen! (Eilt empört zu Anton, da dieser mit einer Gummischleuder spielt) Also, Anton, das ist ja unerhört! Du bist doch der größte Lausbub aus der ganzen Klasse! Gib sofort deine Schusswaffe fort!
Anton: Jawohl, Herr Lehrer!
Lehrer: Sag mir sofort die Hauptstadt von Baden!
Anton: (steht auf und schaut recht dumm) Die - Hauptstadt von Baden -
Lehrer: Na, wird's bald? Bastian, nicht einsagen, du bist ja derselbe Esel!
Anton: Die Hauptstadt von Baden ist...
Lehrer: Das erste Wort ist ein männlicher Vorname, das zweite suchst du, wenn du dich abends zu Bett legst.
Anton: Hab's schon, Herr Lehrer: Friedrichshaferl!
Lehrer: Karlsruhe, du Hornochse! Setzen! Und jetzt wollen wir noch den Blutkreislauf des Menschen durchnehmen. Das Blut durchfließt den ganzen menschlichen Körper. Stimmt das, Christian?
Christian: Kann schon sein!
Lehrer: Und wenn ich dann auf den Füßen stehe, warum fließt nicht alles Blut in die Füße?
Christian: Weil die Füße nicht hohl sind, Herr Lehrer!
Lehrer: Setzen, Christian - das hat ganz andere Zusammenhänge. - Nun, Bastian, die nächste Frage: mit dem Blut hängt auch die Kalkbindung im Körper zusammen, und mit der Kalkbindung sind die Zähne verbunden. Bastian, kannst du mir sagen, welche Zähne der Mensch zuletzt bekommt?
Bastian: Die falschen.
Lehrer: Unsinn! (eilt zu Dieter, der in einen Spiegel schaut) Dieter, sofort tust du den Spiegel weg! Deine Wangen beobachte ich schon die längste Zeit! Hast du Zahnweh? Warum ist deine rechte Wange so rot?
Dieter: Weil mein Vater Linkshänder ist, Herr Lehrer!
Lehrer: (Der Lehrer sieht, wie Anton versucht, seinen Vordermann Papierknödel ins Genick zu stecken und geht dazwischen.) Du ewiger Mistmacher, du Lausbub! Stockdumm, aber dem Vordermann Papierknödel ins Genick stecken! Ich schlag dir die Pfoten weg! Gib mir lieber Antwort auf meine Frage: Warum muss der Mensch fleißig sein?
Anton: Das frage ich mich auch, Herr Lehrer!
Lehrer: (schreit) Das ist ja unerhört! Ihr seid ja lauter Trottel! Und so was will einmal an die höhere Schule? Das gab es zu meiner Zeit nicht! Da konnte nicht jeder Ochse studieren - ich war der einzige aus der ganzen Umgebung!

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Die Rechenaufgabe

Video spontan vorgetragen von Schülern der Goethe Hauptschule, Koblenz

Personen: Vater Hermann, Mutter Elke und Sohn der Familie Redlich

Wir befinden uns im Wohnzimmer der Familie Redlich. Vater Redlich sitzt gemütlich in seinem Fernsehsessel und buchstabiert im milden Schein der Leselampe seine geliebte Bildzeitung. Mutter Redlich poliert ihren geliebten Gummibaum. Beider Sohn sitzt über seine Hausaufgaben. Er versucht es zumindest...

Sohn: Papa!
Vater: abwesend Ja?
Sohn: Ich hab hier 'ne Rechenaufgabe.
Vater: Meinetwegen. Aber komm nicht so spät nach Hause!
Sohn: Ich hab hier 'ne Rechenaufgabe, die krieg ich nicht raus!
Vater: bei der Suche Was? Die kriegst du nicht raus? Zeig mal her.
Sohn: Hier. 28 durch 7.
Vater: 28 durch 7? Und das kriegst du nicht raus? Elke!! Dein Sohn kriegt 28 durch 7 nicht raus!
Mutti: Dann hilf ihm doch!
Sohn: Was heißt denn 28 durch 7, Papa? Wofür brauch ich das denn?
Vater: Wofür? Wofür? Alle naslang brauchst du das! Stell dir vor, du hast 28 Äpfel, ihr seid sieben Buben und wollt die Äpfel untereinander aufteilen!
Sohn: Wir sind aber immer nur vier! Der Hops, der Kurt, sein Bruder und ich!
Vater: Dann nehmt ihr halt noch den Erwin, den Gerd und den Henner dazu, dann seid ihr...
Sohn: Der Henner ist blöd. Der kriegt keinen Apfel.
Vater: Na, dann musst du halt sehen, wen du sonst noch auf der Straße triffst.
Mutti: Der Junge geht mir nicht auf die Straße! Der macht jetzt seine Schulaufgaben!
Vater: Jetzt misch dich nicht auch noch ein! Oder weißt du eine bessere Erklärung dafür, wie 28 durch 7 geht?
Mutti: Jedenfalls geht der Junge nicht auf die Straße!
Vater: Gut! Er bleibt hier! Wir haben also keine sieben Buben, sondern 28 Äpfel und die teilen wir jetzt durch sieben Birnen, das macht...
Mutti: Aber Hermann! Das geht doch gar nicht!
Vater: Ja, ja, 's war falsch... Nun macht doch nicht alles so kompliziert! Ihr seid also keine sieben Birnen... äh... Buben... ihr seid sieben... sieben... na! Sieben Zwerge! Jawohl, ihr seid sieben Zwerge.
Sohn: Und?
Vater: Und die haben zusammen eine 28-Zimmer-Wohnung!
Mutti: Hermann, es gibt doch in der ganzen Stadt keine 28-Zimmer-Wohnung!
Vater: Natürlich nicht! Es gibt ja auch in der ganzen Stadt keine sieben Zwerge. Wenn ich deine unqualifizierten Bemerkungen schon höre!
Mutti: Unqualifiziert! Aha! Und was machen deine sieben Zwerge in ihrer 28-Zimmer-Wohnung?
Vater: Wohnen! Was denn sonst? 28 Zimmer durch sieben Zwerge!
Mutti: Soso! Die gehen da durch. Hintereinander - wie?
Sohn: Und was macht das Schneewittchen, Papa?
Vater: Die? Die soll bleiben, wo sie ist, die dumme Nuss!
Mutti: Aber Hermann!
Vater: Na gut. Nehmen wir halt was anderes! Die sieben Geißlein zum Beispiel. Die mit den Wölfen. Also: Sieben Geißlein durch 28 Wölfe. Wie viel Wölfe frisst jedes Geißlein?
Mutti: Ach Hermann!
Vater: Ach Hermann! Geißlein! Wölfelein! Lasst mich doch endlich mit dem Mist zufrieden!
Sohn: Was ist denn nun 28 durch 7?!
Vater: Du hast Recht mein Junge, man muss die Nerven behalten! Also, wer frisst denn da immer die Wölfe? Elke?
Mutti: Was weiß denn ich? Rotkäppchen vielleicht?
Vater: Na gut! Sieben Rotkäppchen fressen 28 Geißlein... oder anders: Die Wälder! Die Wälder! 28 Rotkäppchen rennen durch 28 Wälder...
Mutti: ... und 28 Großmütter fressen sieben Wölfe...
Vater: schreiend ... und sieben Geißlein kaufen sich 28 Wackersteine...
Sohn: )schreit) Schreit doch nicht so! Das geht mir auf den Wecker!
Vater: Wecker! Sehr gut! Du hast 28 Wecker, und du musst um sieben raus. Wie viel...
Mutti: Seit wann muss der Junge denn um sieben raus?! Der muss um halb sieben raus, so wie der immer rumtrödelt!
Vater: Gut! Gut!
Mutti: Und wenn du schon mit Beispielen kommst, dann denk dir doch eins aus, unter dem sich der Junge auch etwas vorstellen kann!
Vater: Ist recht! Ist recht! 28 durch 7. Das muss man teilen... Verstehst du? Wie einen Kuchen! Du hast eine Torte und die teilst du in der Mitte durch. Und dann ist sie geteilt, klar?
Sohn: Ja. Und dann?
Vater: Und bei deiner Aufgabe musst du eben 28 Torten durch 7 teilen, jawohl! 28 Torten. Laut Elke! Ich bin's leid. Kauf jetzt 28 Torten!
Mutti: Für wen denn?
Vater: Für uns sieben!
Mutti: Wir sind aber doch nur drei!
Vater: Dann werden eben noch vier dazu geladen! Die Gierigs. Die alte Raffke! Und der gefräßige Herr Mertens! Kauf die Torten!
Mutti: 28 Torten?! Aber das ist ja viel zu teuer, Herrmann!
Vater: Für die Bildung meines Sohn: es ist mir nichts zu teuer! Was der Staat mit seiner verhunzten Bildungspolitik nicht schafft, das muss die Familie eben ausgleichen! Jetzt kaufst du die 28 Torten!
Sohn: Aber das ist doch Wahnsinn! Da muss ja jeder von uns vier Torten essen!
Vater: Das werden wir ja sehen, ob wir das schaffen! Wenn ich schon dran denke - an das süße Zeug.
Mutti: Ja dann könnten wir doch...
Vater: Nein! Die Aufgabe wird jetzt gelöst! Kauf die Torten!
Mutti: im Rausgehen ... 28 Torten! Vier Torten für jeden! Das schaffen wir doch nie...

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Die Wirklichkeit des Seins>

Sketch für 4 Personen. Dauer etwa 2 Minuten.
Personen: Professor und 3 Studenten

Professor: Meine Damen und Herren! Ich begrüße Sie zum heutigen philosophischen Proseminar über die Wirklichkeit des Seins.Zum Anfang ein kleiner Test: Radlowski, sagen Sie mir mal, können Sie diesen Baum da draußen sehen?
Radlowski: Ja, Herr Professor!
Professor: Und, was folgern Sie daraus?
Radlowski: Es gibt diesen Baum, Herr Professor!
Professor: Genau. Danke. - Steinberger, können Sie die Leute hier sehen?
Steinberger: Natürlich, Herr Professor!
Professor: Und, was folgern Sie daraus?
Steinberger: Es gibt diese Leute, Herr Professor!
Professor: Vielen Dank. - Jetzt Sie, Schneider, können Sie (Kurze Pause) Gott sehen?
Schneider: Nein, Herr Professor!
Professor: Und, was folgern Sie daraus?
Schneider: (Zögernd) Ähm... es gibt keinen Gott?
Professor: Richtig. (Pause)
Schneider: Herr Professor, ich hab' da mal eine Frage.
Professor: Na gut. Bitte...
Schneider: Herr Professor, können Sie Ihren Verstand sehen?
Professor: (Zögernd) Ähm, nein...
Alle Studenten: Und, was folgern Sie daraus?

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Zu klug für die erste Klasse

Autor: unbekannt

Sketch für 4 Personen: Erzähler, Lehrerin, Rektor, Schüler Uwe
Utensilien: 1 Tisch, 2 Stühle

Erzähler: Eine Grundschullehrerin geht zu ihrem Rektor und beschwert sich:
Lehrerin: "Mit dem kleinen Uwe aus der ersten Klasse ist es kaum auszuhalten! Der weiß immer alles besser! Er sagt, er ist mindestens so schlau wie seine Schwester, und die ist schon in der dritten Klasse. Und jetzt will er auch in die dritte Klasse gehen!"
Rektor: Beruhigen Sie sich. Wenn er wirklich so schlau ist, können wir ihn ja einfach mal testen.
Erzähler: Gesagt, getan, und am nächsten Tag steht der kleine Uwe zusammen mit seiner Lehrerin vor dem Rektor.
Rektor: Uwe, wir stellen dir jetzt ein paar Fragen. Es gibt zwei Möglichkeiten: Wenn du die Fragen richtig beantwortest, kannst du ab heute in die dritte Klasse gehen. Wenn du aber falsch antwortest, gehst du zurück in die erste Klasse und benimmst dich!
Uwe: nickt eifrig
Rektor: Wieviel ist 6 mal 6?
Uwe: 36.
Rektor: Wie heißt die Hauptstadt von Deutschland?
Uwe: Berlin.
Erzähler: Und so weiter, der Rektor stellt seine Fragen und Uwe kann alles richtig beantworten.
Rektor: (zur Lehrerin:) Ich glaube, Uwe ist wirklich weit genug für die dritte Klasse.
Lehrerin: Darf ich ihm auch ein paar Fragen stellen?
Rektor: Bitte schön.
Lehrerin: Uwe, wovon habe ich zwei, eine Kuh aber vier?
Uwe: (nach kurzem Überlegen) Beine.
Lehrerin: Was hast du in deiner Hose, ich aber nicht?
Erzähler: Der Rektor wundert sich etwas über diese Frage, aber da antwortet Uwe schon:
Uwe: Taschen.
Lehrerin: Was macht ein Mann im Stehen, eine Frau im Sitzen und ein Hund auf drei Beinen?
Erzähler: Dem Rektor steht der Mund offen.
Uwe: (nickt) Die Hand geben.
Lehrerin: Was ist hart und rosa, wenn es reingeht, aber weich und klebrig, wenn es rauskommt?
Erzähler: Der Rektor bekommt einen Hustenanfall.
Uwe: Kaugummi.
Lehrerin: Wo haben die Frauen die krausesten Haare?
Erzähler: Der Rektor sinkt in seinem Stuhl zusammen.
In Afrika!
Lehrerin: Wohin greifen die Frauen am liebsten bei einem Mann?
Erzähler: Dem Rektor wird ganz schwarz vor Augen.
Uwe: Zur Brieftasche.
Lehrerin: Gut, Uwe, eine Frage noch: Sag mir ein Wort, das mit F anfängt, mit N aufhört und etwas mit Hitze und Aufregung zu tun hat!
Erzähler: Dem Rektor stehen die Tränen in den Augen.
Uwe: (überlegt einen Moment), (freudig) Feuerwehrmann
Rektor: Schon gut, schon gut. Von mir aus kann Uwe auch in die vierte Klasse gehen oder gleich aufs Gymnasium. Ich hätte die letzten sieben Fragen falsch beantwortet …

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Moderne Form des Unterrichts

Autor: Prof. Dr. Helmut Zöpfl

Lehrer: Also, Kai-Uwe, kannst du mir sagen, unter welchem Herrscher Christus auf die Welt gekommen ist?
Kai-Uwe:Ja mei, des war der Dings, na der Dings wars, der Dings, der …
Lehrer: Ist nicht so schlimm, wenn du das nicht gleich weißt. Ich würde die ein paar Namen von Herrschern und Herrscherinnen nennen, und du suchst dir dann den richtigen aus: Karl der Große, Katharina die Große, Alexander der Große, Kaiser Augustus, Kaiser Franz Beckenbauer, Maria Theresia, Napoleon oder Edmund Stoiber.
Kai-Uwe: Das war der, der, der Dings, der Ding, der ….
Lehrer: Keine Panik, Kai-Uwe, du hast ja noch alle Joker. Welchen willst du denn zuerst?
Kai-Uwe: Den Ausschluss-Joker.
Lehrer: Gut, ich drücke auf den Knopf und es bleiben übrig: Maria Theresia, Kaiser Augustus, Katharina die Große und Alexander der Große.
Kai-Uwe: Dann wars der Dings, nein die Dings, die…
Lehrer: Aha, du bist dir nicht ganz sicher, ob es ein Mann oder eine Frau ist. Nimm doch einfach den Publikums-Joker und frag deine Klasse. Also, wer glaubt, dass es ein Mann ist, soll aufstehen. Ich zähle ab, es stehen, Moment mal, sechzehn. Vierzehn bleiben sitzen. Also, Kai-Uwe …
Kai-Uwe: Ja, dann ists wahrscheinlich ein Mann.
Lehrer: Sehr gut, du hast dich richtig entschieden. Und was meinst du wohl, wer es von den beiden war: Kaiser Augustus oder Alexander der Große?
Kai-Uwe: Moment einmal, der Name Alexander kommt mir schon irgendwie bekannt vor. Da habe ich doch neulich einen alten Film mit ihm bei meiner Oma gesehen, wo er Frauenkleider angehabt hat und gesungen hat er auch. Meine Oma hat gesagt, sie kennt die ganzen Alexander-Filme und er war ein großer Entertainer.
Lehrer: Nein, das ist ein Irrtum, du meinst den Peter-Alexander. Hier geht es um Alexander den Großen. Aber immer noch kein Problem, du hast ja noch den Telefon-Joker. Wen willst du denn anrufen?
Kai-Uwe: Den Alexander.
Lahrer: Das geht leider nicht, Alexander der Große ist 356 vor Christi Geburt geboren. Oh Gott, jetzt hab ich dir aber einen großen Tipp gegeben. Was schließt du also daraus?
Kai-Uwe: Dass er bei Christi Geburt schon sehr alt war!
Lehrer: Hm, nein. So alt ist er nicht geworden. So viel darf ich dir verraten. Also, was geht dann daraus hervor?
Kai-Uwe: Dann kann er es nicht gewesen sein.
Lehrer: Sehr gut! Und wer wars dann?
Kai-Uwe: Dann wars der andere. Jetzt hab ich den Namen vergessen…
Lehrer: Macht nichts, aber du bist sogar ohne den Telefon-Joker auf die richtige Lösung gekommen. Das gibt eine Eins in Geschichte und Religion. Du bist und bleibst mein bestes Pferd im Stall!
Zu sich selbst: Also ich versteh das ganze Gejammer über den Bildungsnotstand in Deutschland einfach nicht. Ich sags schon die ganze Zeit, es liegt nicht am Wissensdefizit unserer Kinder, sondern ganz allein an der richtigen Fragemethode!

© Prof. Dr. Helmut Zöpfl, helmut.zoepfl.de

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Seite zuletzt geändert: 11.07.2015