Sonstige Sketche (2)

Witzige Bühnenszenen für 3 oder mehr Personen
über Situationen aus dem täglichen Leben

Sketche für drei oder mehr Personen

An der Theaterkasse

Personen: Kassiererin (K) an der Theaterkasse, ein älteres Ehepaar - Heinrich (H) und Paula (P)

Kostüme: Die Kassiererin trägt normale Kleidung. Das Ehepaar hat sich sehr unmodisch, aber fein angezogen.

Requisiten: Eine angedeutete Theaterkasse, ein Theaterplan

  (Die Kassiererin sitzt im Kassenraum. Vor ihr liegen mehrere Häufchen verschiedenfarbiger Eintrittskarten. Das Ehepaar tritt unsicher von der Seite an den Theaterplan.)
H: Siehst du, Liebes, hier kannst du gucken, was es gibt.
P: (stellt sich ganz dicht vor den Plan) Ach, Heini, ich hab' doch meine Brille nicht mit. Lies mal vor!
H: Du und deine Brille! Man müsste sie dir auf die Nase kleben Aber du hast ja mich noch, nicht wahr, mein Schatz?
P: (schmiegt sich an seine Schulter) Schön, dass wir heute ins Theater gehen. So ein wundervolles Geburtstagsgeschenk hast du mir noch nie gemacht.
H: (legt seinen Arm um sie) Also, höre zu: Großes Haus, kleines Haus, Opernhaus, Konzerthaus . . .
P: (erstaunt) Nanu, sind wir hier bei einem Immobilienmakler? Wir wollen doch kein Haus kaufen.
H: (liebevoll) Aber nein, mein Schatz! Hier steht auch noch etwas anderes: Co . . si fan tu . .tte in italienischer Sprache.
P: (abweisend) Heini, komm, lass uns gehen, das ist mir viel zu kompliziert. (Paula will ihren Mann wegziehen. Da wird die Kassiererin auf die beiden Aufmerksam.)
K: Kann ich Ihnen helfen?
H: Ja, wir möchten gerne Karten.
K: Welche möchten Sie denn?
H: (belustigt) Na, Theaterkarten, natürlich, Skatkarten haben wir zu Hause. (Er lacht laut über seinen eigenen Witz und schlägt seiner Frau vor Vergnügen auf die Schulter.) Nein, Fräulein, geben Sie mir mal ganz richtige Eintrittskarten.
K: (lächelt gequält) Das war mir schon klar, aber welche möchten Sie denn? (Dabei zeigt sie auf die Kartenhäufchen auf ihrem Tisch.)
H: Ach so, aussuchen kann man sich die. Das wusste ich nicht. Aber das soll meine Frau tun, die hat nämlich heute Geburtstag, wissen Sie, und wir waren noch nie im Theater. (Er dreht sich zu seiner Frau um) So, mein Liebling, nun such dir mal ganz schöne Karten aus.
P: (drückt sich ganz dicht an den Schalter) Was meinst du, sollen wir die roten Karten nehmen oder lieber die hübschen gelben?
H: (gönnerhaft) Das überlasse ich ganz dir. Du bist das Geburtstagskind.
P: (tritt von einem Fuß auf den anderen) Ach Gott, ist das aufregend! Also, ich glaube, wir nehmen die roten, die passen am besten zu meinem Kleid.
H: Wie du willst, mein Herz! (Wendet sich an die Kassiererin) Zwei rote Karten, bitte! (fängt an zu lachen) Das ist ja wie beim Fußball, bloß umgekehrt: Hier kommen wir mit einer roten Karte rein und da fliegen wir raus. (Haut vor Vergnügen mit der Faust auf den Kassentisch) Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, Fräulein?
K: (gespielt freundlich) Nein, das habe ich noch nicht. Also, zwei Karten für das Kleine Haus.
H: (schüttelt den Kopf) Nein, Fräulein, da haben Sie mich missverstanden. Wir wollen ins Theater und ein Stück sehen. Wissen Sie, so mit Schauspielern, wie im Fernsehen, nur mit richtigen.
K: (etwas genervt) Ja, ja, das ist mir schon klar. Im Kleinen Haus gibt es: „Nicht Fisch – nicht Fleisch“.
H: (fasst sich an den Kopf und spricht seine Frau an) Jetzt will die uns ins Restaurant schicken, gegessen haben wir doch schon.
P: (drängelt sich an den Schalter) Und Vegetarier sind wir schon gar nicht! Nicht, Vaterchen, wo du so gern Kotelett isst.
K: (ungeduldig) „Nicht Fisch – nicht Fleisch“ ist doch ein Theaterstück. Das heißt so. Franz Xaver Kroetz hat das so genannt.
H: Wer? . . . Ach, ist ja auch egal. Aber dazu habe ich keine Lust. (An seine Frau gewandt) Sag, Liebes, wollen wir nicht doch lieber die gelben Karten nehmen?
P: (nickt zustimmend) Ach, Heini, es ist doch gar nicht so wichtig, was wir sehen, Hauptsache wir sehen es zusammen. (wendet sich an die Kassiererin) Also, bitte zwei gelbe Karten.
K: Also morgen Abend zwei Karten für „Tristan und Isolde“.
H: (fasst sich an den Kopf) Wieso denn für Tristan und Isolde? Die kennen wir doch gar nicht! Die können sich ihre Karten gefälligst selbst kaufen. Wir wollen die Karten für uns haben, ganz allein für uns. Und heute wollen wir ins Theater.
P: (laut) Ich habe schließlich heute Geburtstag und nicht morgen. Sagen Sie, Sie sind wohl neu hier?
K: (sehr gereizt) Nein, ich bin hier nicht neu, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. (seufzt) Also, heute gibt es im Großen Haus: „Martha oder der Markt zu Richmond“.
P: (erstaunt) Was denn, jetzt, eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung wissen die immer noch nicht, was sie spielen wollen?
H: (abweisend) Ja, wenn man nun genau wüsste, dass es „Martha“ gäbe, das würde mich nämlich interessieren, weil meine Tante mütterlicherseits auch Martha hieß . . . Oder hieß sie Magda? . . . Na, ist ja auch egal, aber so ein Markt von Dingenskirchen interessiert mich nicht die Bohne. Wie ist es mit dir, Paulchen?
P: Dazu habe ich auch keine Lust. Ich war heute schon auf dem Gemüsemarkt. (wendet sich wieder an die Kassiererin) Sagen Sie, können Sie uns vielleicht die blauen Karten empfehlen?
K: (wischt sich den Schweiß von der Stirn) Ja, da gibt es „Was ihr wollt“.
H: Prima, geben Sie uns zwei von den blauen Karten.
K: (atmet tief durch) Na endlich! Nun müssen Sie mir nur noch sagen, ob Sie Parkett oder Rang sitzen möchten.
H: (ärgerlich) Sagen Sie, was denken Sie eigentlich von mir? Glauben Sie, ich lade meine Frau am Geburtstag ins Theater ein, und dann soll sie noch auf dem Fußboden sitzen? Also, Parkett kommt gar nicht in Frage. Wenn es wenigstens Teppichboden wäre!
P: (knöpft ihren Mantel auf) Sehen Sie sich mal mein Kleid an, das habe ich zur Hochzeit von unserer Tochter gekauft. Damit setze ich mich doch nicht auf den Fußboden! (Sie streicht liebevoll über ihr Kleid).
H: Wie hieß das andere, wo man noch sitzen kann?
K: (kann sich kaum noch beherrschen) Rang! Erster, zweiter oder dritter Rang!
H: Rang? Was bedeutet das?
K: Mein Gott, das ist so etwas ähnliches wie ein Balkon!
H: (schüttelt sich) Huh, auf dem Balkon . . . bei dem Regen!
P: Wir sollen uns wohl den Tod holen, was?
K: (wird sehr laut) Himmeldonnerwetter, die Ränge sind innen im Theater in drei Etagen!
H: Was regen Sie sich denn auf? Dann ist es ja gut. Wir haben zu Hause nur einen Balkon nach draußen. Aber ich merke schon, hier ist alles ein bisschen komisch. Dann geben Sie uns mal zwei Karten in der ersten Etage. (Die Kassiererin reicht ihm die Karten wortlos) Was sind wir ihnen schuldig?
K: 30 Euro.
H: (reißt die Augen auf)So teuer? Nun denn, es ist ja ein Geburtstagsgeschenk für meine Frau, und Geburtstag hat man ja nicht alle Tage!
P: Heini, wir müssen doch erst sagen, was wir sehen wollen.
H: Ach ja, richtig. Na, mein Schatz, wie ich dich kenne, weißt du schon, was du möchtest.
P: (singt in voller Lautstärke)Im Weißen Rössel am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür . . .
H: Richtig, das wolltest du ja schon immer mal sehen. (wendet sich an die Kassiererin, hat das Geld in der Hand) Also, sagen Sie ihren Leuten, wir wollen „Im Weißen Rössel“ sehen.
K: (guckt verständnislos) Wieso? Ich verstehe kein Wort. Das ist gar nicht auf unserem Spielplan. Es gibt „Was ihr wollt“.
H: Naja, das wissen wir doch. Das haben Sie schon einmal gesagt. Wir wollen das Weiße Rössel.
K: (völlig am Ende) Meine Güte, kapieren Sie denn nicht, was ich sage? Wir spielen heute „Was ihr wollt“. Und das ist ein Schauspiel von Shakespeare.
P: (wütend) Waas, Sie wissen wohl auch nicht, was Sie wollen. Erst sagen Sie, es gibt, was wir wollen, und wenn wir sagen, was wir wollen, dann gibt es doch nicht, was wir wollen. Das ist ja Betrug! Hier, Ihre Karten können Sie sich an den Hut stecken! Wir fallen auf Sie nicht rein. Da müssen Sie sich Dümmere aussuchen. Außerdem gibt es heute Abend im Fernsehen den „Musikantenstadl“. Das wollen wir sehen! Komm, Vaterchen!
  (Die Kassiererin legt ihren Kopf erschöpft auf die Arme. Das Ehepaar geht erhobenen Hauptes eingehakt von dannen.)

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Der Heiratsantrag

Personen: Mutter, Agathe, Brösicke

Mutter: Also hör doch mal zu, Agathe, wir bekommen Besuch!
Agathe: Oh, Besuch?
Mutter: Herr Brösicke ist ein sehr entzückender Mensch, und ich hoffe, Du wirst recht freundlich zu ihm sein. Er hat nämlich Heiratsabsichten.
Agathe: Ich will aber nicht heiraten. Ich will meine Ruhe haben.
Mutter: Du sollst Deine Ruhe haben. Du sollst glücklich werden. Herr Brösicke ist ein sehr netter Mensch, er hat bloß...... also weißt Du er.........
Agathe: Aha, mit dem ist etwas los.
Mutter: Nein, mit dem ist gar nichts los.
Agathe: Das ist ja noch schlimmer.
Mutter: Also, nun hör mal zu. Er hat bloß......na ja..... eine kleine Eigenheit. Er kann nicht „a“ sagen.
Agathe: Ja, was sagt er denn dann, wenn er „a“ sagen muss?
Mutter: Na dann sagt er immer „u„ für “a“.
Agathe: Na, Du machst mir aber Freude. Und so etwas soll ich heiraten?
Mutter: Du wirst sehen, es klingt direkt nett.
  -----ES KLOPFT-----
Mutter: Da kommt er schon. Herein!
Brösicke: Guten Tug!
Mutter: Guten Tag, mein lieber Herr Brösicke! Bitte treten Sie näher. Darf ich vorstellen: Herr Brösicke - Meine Tochter Agathe.
Brösicke: Sehr ungenehm!
Mutter: Ich gehe jetzt in die Küche und mache mir einen Pfefferminztee.
Agathe: Tja.
Brösicke: Tju.
Agathe: Bitte setzen Sie sich doch, Herr Brösicke !
Brösicke: Uuf diesen Plutz? - Dunke - uuu! ( er springt wieder hoch )
Agathe: Was ist denn?
Brösicke: Ein Nugel! Huben Sie Hummer und Zunge ?
Agathe: Was? Sie haben Hunger?
Brösicke: Nein! (klopf, klopf ) Hummer und Zunge!
Agathe: Ach Hammer und Zange?
Brösicke: Ju, ju.
Agathe: Das kriegen Sie gleich.
Brösicke: Dunke.
Agathe: Wo ist denn meine Tasche?
Brösicke: Du!
Agathe: Du? - Das geht aber ein bischen plötzlich bei Ihnen.
Brösicke: Ich meine, du liegt Ihre Tusche. – Dus sollte keine Utucke sein.
Agathe: Ach so, na dann ists ja gut. - Herr Brösicke, was haben Sie denn für einen Beruf?
Brösicke: Ich hundle mit Puppen.
Agathe: Ein Puppenladen! Das ist aber süß.
Brösicke: Nein – Puppe – dicke Puppe.
Agathe: Ich – äh – ich bin doch nicht dick!
Brösicke: Nein, Sie sind schlunk, schlunk wie eine Nudel!
Agathe: Das ist aber auch kein Kompliment.
Brösicke: Ich meine wie eine Nähnudel.
Agathe: Ach so, das ist schon besser.
Brösicke: Tju, ulso, ich hundle mit Duchpuppe.
Agathe: Ach mit Dachpappe.
Brösicke: Ju ju.
Agathe: Aber einen schicken Anzug haben Sie, Herr Brösicke!
Brösicke: Tju, ich wur schon immer schön ungezogen. Dus ist mein Churukter, dus ist meine Nutur. Dieser Unzug ist ein Mußunzug.
Agathe: Das sieht man.
Brösicke: Jucke wie Hose. ( Herr B. ist ganz nervös)
Agathe: Und das alles von der Dachpappe.
Brösicke: Ju, ulles von dem Luden, von dem Puppenluden.
Agathe: Achso, ja richtig. - Herr Brösicke, warum sind Sie denn bloß so nervös?
Brösicke: Die Ufregung, die Spunnung, meine Dume.
Agathe: Aber Herr Brösicke Sie sind doch ein Weltmann.
Brösicke: Dus stimmt, ich bin viel in der Welt herumgekommen. Gewundert und gefuhren ! Einmul sogur mit einem Bununendumpfer, ich kenne die Suhuru, den Punumukunul und die Niugurufälle.
Agathe: Ja ja.
Brösicke: Die südumerikunischen Stuuten mit ihren Ununuspluntugen und vergungenen Sommer fuhr ich in die Ulpen. Ich bestieg dus Mutterhorn und hube vom Gipfel geguckt.
Agathe: Erzählen Sie doch mal was von Ihrer Verwandschaft.
Brösicke: Pupu sturb früh, Mumu lebt uuch nicht mehr. Nun hube ich bloß noch eine Tunte, uber uuch diese ist nur eine Pute.
Agathe: Aber Herr Brösicke, so spricht man doch nicht von seiner Verwandschaft.
Brösicke: Ich meine, diese Tunte ist meine Putentunte.
Agathe: Ach, eine Patentante.
Brösicke: Uber die Huuptsuche ist, ich möchte heiruten, Sie Uguthe. Sie sind mir so symputhisch. Bitte geben Sie mir ein Pfund.
Agathe: Von was denn bitte?
Brösicke: Ein Pfund Ihrer Liebe.
Agathe: Na hören Sie mal ich gebe meine Liebe doch nicht pfundweise ab.
Brösicke: Bitte nur eine kleine Huurlocke oder eher einen Schmutz.
Agathe: Hmm, Dreck können Sie haben.
Brösicke: Oh, ich meine einen Schmutz uuf die Bucke.
Agathe: Sie haben wohl nicht alle Tassen im Schrank.
Brösicke: Uguthe, Uguthe, ich könnte ulles für Sie tun. Nichts wäre mir eine Lust.
Agathe: So, jetzt reichts mir aber. Sie sind ja ein Wüstling – Mama , man wird schon ganz verrückt – Mama, komm doch mal rein!
Mutter: Komme ja schon, was ist denn los?
Agathe: Also...
Brösicke: Ich bitte um Ihre Hund.
Mutter: Was, meinen Hund wollen Sie? Ich denke meine Tochter!
Brösicke: Ich bitte um die Hund Ihrer Tochter für ein gemeinsumes Leben.
Mutter: Das geht aber schnell. Herr Brösicke, wir haben noch nicht einmal über die Mitgift gesprochen.
Brösicke: Egul, egul, ich fuckele nicht lunge. Ich bin ein Tutenmensch.
Mutter: Aber wir müssen trotzdem darüber sprechen. Ich bin leider nicht sehr vermögend.
Brösicke: Mucht nichts, Schwiegermumu, mucht nix. Ich hube genug. Wenn ich un Ihre Tochter denke, bin ich mit jedem Betrug zufrieden

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Die Nachtwandlerin

(2 Männer kommen ziemlich angeheitert auf die Bühne und singen das Lied: Trink, trink Brüderlein trink, setzen sich an den Tisch und sprechen mit schwerer Zunge.)

1. Mann: (Name) das ist aber schön, dass du mich mal mitgenommen hast, ich bin zu Hause ja immer allein. Wo ist deine Frau, liegt die schon im Bett?
2. Mann: (schaut auf die Uhr) Wie spät ist es denn? 11 Uhr, ja dann soll sie wohl schlafen. Moment, was ist heute für ein Tag? Dienstag! Da hat sie sich bis 1/2 11 Uhr noch gebildet.
1. Mann: Wie meinst du das?
2. Mann: Heut kommt doch Dallas, die Sendung für Neureiche.
1. Mann: Das du das gerade sagst. Ich habe gelesen, dass von April bis September mal Pause ist mit dem Quatsch.
2. Mann: Oje (Name), dann kann ich ja Dienstags nicht mehr in die Kneipe kommen. Dann weiss meine Frau nicht, was sie zwischen 1/4 vor 10 und 1/2 11 Uhr tun soll. Dann muss ich mich mit ihr beschäftigen.
1. Mann: Man (Name) darauf müssen wir aber noch einen trinken. (Lied anstimmen:) Bier her, Bier her, oder ich fall um. Prost!
1. Mann: Sag, hör mal, warum bist du vorigen Freitag so früh nach Hause gegangen?
2. Mann: Ach (Name) ich bin überhaupt nicht nach Hause gegangen. Ihr gemeinen Kerle habt mich bei der Sauferei unter dem Tisch liegen lassen. Anschliessend hat meine Frau 3 Tage nicht mit mir gesprochen. Aber das macht sie immer, wenn ich zur Wirtschaft gehe.
1. Mann: Wie oft gehst du denn in die Kneipe?
2. Mann: Alle 3 Tage!
1. Mann: Ho, dann ist es bei euch aber still, wenn keiner was sagt. (Lied anstimmen:) Trink, trink Brüderlein trink.
2. Mann: Übrigens, meine Frau ist auch nicht ohne. Jedes mal wenn ich überraschend von einer Geschäftsreise nach Hause komme, hat die einen Kerl im Kleiderschrank versteckt.
1. Mann: Ja (Name) , da soll man mit der Zeit nicht sauer werden, wenn man nicht weiss, wo man seinen Mantel hinhängen soll.
2. Mann: Mittlerweile hab ich mich schon daran gewöhnt. Aber meine Frau hat noch ein viel grösseres Übel an sich.
1. Mann: Was denn........?
2. Mann: Sie schlafwandelt!
1. Mann: Sie schlafwandelt? Das ist ja schrecklich!
2.Mann : Und was noch viel schlimmer ist: Während sie schlafwandelt, klaut sie. Und hinterher weiss sie gar nichts. Ich muss dann die geklauten Sachen zurück bringen.
1. Mann: Man (Name), du bist ja zu bedauern.
2. Mann: Ja, da hast du recht. Missen will ich sie aber auch nicht. Komm trinken wir noch mal "Prost" (zur gleichen Zeit kommt die Frau im Nachthemd mit Lockenwicklern, mit geschlossenen Augen und vorgestreckten Händen auf die Bühne.)
1. Mann: Um Gottes Willen, da ist sie ja schon.
2. Mann: Pst! Nicht erschrecken, die geht jetzt sicher wieder. (Die Frau geht auf den 1. Mann zu und nimmt ihm langsam die Armbanduhr ab. 1. Mann will sich wehren, aber 2. Mann deutet ihm, er soll es sich gefallen lassen und sagt leise:) Reg dich nicht auf, du bekommst die Uhr morgen früh zurück.
1. Mann: Du (Name) auf den Schreck muss ich noch mal trinken.
2. Mann: Sag, hör mal, wie schmeckt dir das Bier, welche Biersorte trinkst du am liebsten?
1. Mann: Freibier natürlich.
2. Mann: Typisch, du als Junggeselle, Geld genug, aber auf andere Leute trinken. (Die Frau kommt wieder, alles wiederholt sich wie vorher, nur das sie jetzt in das Jackett von 1. Mann greift und die Brieftasche heraus holt und damit wieder fort geht. Wieder will 1. Mann sich wehren, doch 2. Mann beruhigt ihn:)
2. Mann: Reg dich nicht auf, du bekommst morgen alles zurück "Prost"
1. Mann: Ne, so etwas. Meine Brieftasche, meine Papiere, mein ganzes Geld, alles weg.
2. Mann: Beruhig dich! Ein Mann, ein Wort, morgen bekommst du alles zurück. Komm wir trinken noch einen. (Die Frau kommt wieder, geht langsam auf 1.Mann zu, streichelt ihn, küsst ihn, alles ganz langsam. 1. Mann will sich wieder wehren, aber man merkt, wie er langsam Gefallen daran findet und mitmacht. Der 2. Mann sieht zuerst aufmerksam zu, wird aber immer böser. Zum Schluss steht 1. Mann auf, nimmt die Frau auf den Arm und geht hinaus. Der 2. Mann (Ehemann) ruft:)
2. Mann: Halt. halt. Was ist denn das? Meine Frau. Was macht die jetzt, von dieser Seite kenn ich sie ja noch nicht.
1. Mann: (Dreht sich um) Reg dich nicht auf, morgen bekommst du sie wieder zurück.

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Die Reportage

Personen: Fußballreporter, Obsthändler, Mütterberatung

Szene: Drei Rundfunksender berichten zu gleicher Zeit von einem Fußballspiel, einem Wochenmarkt, von einer Müttertagung. Der Wellensalat, der so entsteht, hört sich folgendermaßen an:

Fußballreporter: Guten Tag meine Damen und Herren, ich begrüße sie herzlich aus dem Volkspark-Stadion in Hamburg zu dem Spiel HSV - FC Bayern München. Zu dem Match...
Mütterberatung: sind viele Mütter mit ihren Kindern erschienen. Sie alle brauchen...
Obsthändler: frische Tomaten, 1000 Lire das Kilo, Pfirsiche, frisch importiert, halbfaule Äpfel...
Mütterberatung: darunter mischt man Haferflocken. Davon wird ihr Baby ein...
Fußballreporter: toller Bursche, dieser Thon. Ja der Thon ist eben...
Obsthändler: ein fauler Apfel, nein 10 faule Äpfel, greifen sie zu, meine Damen...
Fußballreporter: Von Heesen liegt am Boden, aber er scheint nicht...
Mütterberatung: gesund zu sein. Frau Schmidt, ihr Kind braucht...
Obsthändler: Apfelsinen, Apfelsinen. Sie eignen sich besonders...
Mütterberatung: für die Gesichtspflege des Kindes. Dann bleibt seine Haut...
Fußballreporter: Foul. Augentaler hat von Hessen unfair vom Ball getrennt. Das Publikum pfeift und wirft mit...
Obsthändler: faule Tomaten, faule Tomaten, sie sind bestimmt...
Mütterberatung: zum Brei fürs Kind. Dazu gibt man Salz, etwas Zucker, Zitronensaft und...
Fußballreporter: Wohlfart zieht eine saure Miene, da ihn Kaltz vom Ball getrennt hat wie eine...
Obsthändler: zerquetschte Pflaume. Zerquetschte Pflaumen ergeben die beste Marmelade, die als...
Mütterberatung: Seife für ihr Kind verwendet werden kann. Babyhaut bleibt zart und rein...
Fußballreporter: denn der Platz gleicht einem Schlammbad, in dem Aumann zu Fall kommt.
Obsthändler: denn Fallobst ist im Moment sehr gefragt...
Mütterberatung: und findet Verwendung in der Alete-Babykost. Nur mit dieser Nahrung bleibt ihr Baby gesund.
Vom Tonband abgespielt oder von einer vierten Person, die vorgetreten ist: Durch Fehlschaltungen unserer Techniker wurden die vorhergehenden Sendungen nicht korrekt ausgestrahlt. Wir bitten, die Panne zu entschuldigen.

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Vier Sendungen kommen dauernd durcheinader

Personen: 4 Sprecher, Kochrezept, Schweinezucht, Säuglingspflege, Boxkampf

Kochrezept: Liebe Hausfrauen wir bringen Ihnen jetzt ein Kochrezept für ein Sonntagsessen, das Ihre Familie begeistern wird…
Schweinezucht: Hier ist der Landfunk, wir wenden uns heute besonders an die Schweinzüchter unter unseren Zuhörern…
Säuglingspflege: Für unsere jungen Mütter haben wie nun ein paar nützliche Hinweise zur praktischen Säuglingspflege…
Boxkampf: Liebe Sportfreunde, wir übertragen jetzt den Boxkampf Ali gegen Norton. Die Kämpfer sind bereits im Ring und werden vom Ringrichter in die Mitte gerufen. Er fordert sie auf…
Kochrezept: ein Pfund Kartoffeln zu schälen und Möhren zu putzen. Danach bereitet man das Schnitzel vor, indem man kräftig schwarzen Pfeffer…
Säuglingspflege: in Nase und Ohren des Babys einführt. Dazu nimmt man am besten ein Hölzchen mit Watte damit…
Schweinezucht: die kleinen Schweinchen sich richtig wohlfühlen können. Aber auch das Mutterschwein braucht Pflege, sonst wird es…
Boxkampf: die siebte Runde nicht überstehen. Ali ist vorsichtig geworden. Er hält größeren Abstand zu Norton. Jetzt geht er blitzschnell nach vorn und schlägt einen rechten Aufwärtshaken genau…
Kochrezept: in die Schüssel mit dem Gemüse, das dann weiterverarbeitet werden kann. Wenn das Wasser richtig kocht…
Säuglingspflege: wird unser Baby gebadet. Da fühlt es sich pudelwohl und nach etwa 10 Minuten…
Kochrezept: ist es gar. Man probiert mit einer Gabel, ob es weich genug ist und streut etwas geriebene Muskatnuss darüber. Dann holt man die Bratpfanne…
Boxkampf: und schlägt Ali genau auf die Kinnspitze. Das gefällt ihm natürlich nicht. Er ist wütend und stürzt sich…
Schweinezucht: in den Schweinetrog. der etwa halbvoll mit Mischfutter ist. Die Tiere mögen es auch ganz gern, wenn kleingehacktes Stroh…
Säuglingspflege: in das Babybettchen gelegt wird. Man muss nur darauf achten, dass die Windeln…
Boxkampf: bei beiden Boxern genau sitzen. Die Kämpfer glänzen im Licht der Scheinwerfer, der Schweiß fließt in Strömen, aber…
Kochrezept: die Brühe wird gleich weggegossen, sie würde sowieso nicht besonders schmecken. Als letztes können wir Schokoladenpudding…
Säuglingspflege: in das Haar einreiben, dann sieht unser kleiner Liebling hübsch gepflegt aus und…
Schweinezucht: das Mutterschwein legt sich zufrieden grunzend…
Boxkampf: in den Boxring. Beide Kämpfer stolpern, stoßen mit den Köpfen zusammen und stürzen mitten…
Kochrezept: auf den festlich gedeckten Tisch. Wir wünschen guten Appetit und verabschieden uns bis zum nächsten Kochrezept. Wir schalten um…
Säuglingspflege: ins Kinderzimmer, sagen „Auf Wiederhören bis zum nächsten Mal“ und raten zum Schluss allen jungen Müttern:
Schweinezucht: öfter mal ausmisten. Das schützt die Ferkel vor Krankheit und sorgt dafür …
Boxkampf: das sie k.o. gehen. Der Ringrichter zählt bis 9, keiner der beiden kommt hoch. Auf Wiederhören der Kampf ist aus…
Schweinezucht: leider werden die armen Schweine später geschlachtet. So ist der Lauf der Welt. Der Landfunk ist beendet. Auf Wiederhören!

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Seite zuletzt geändert: 23.08.2015