Sketche aus dem Geschäftsleben

Witzige Bühnenszenen aus Handel und Banken
zur Gestaltung von Festen und Feiern

Inhaltsverzeichnis

Sketche für 2 Personen

Sketche für 3 Personen

Sketche für 2 Personen

Beim Friseur

Autor: unbekannt

Personen: Friseur (F), Kunde (K)

K: Kunde betritt den Friseursalon und nimmt Platz. Vorne lang, hinten kurz! (Selbstverständlich ist das allenfalls eine Pointe, wenn der Darsteller eine starke Stirnglatze mitbringt.)
F: (pflichteifrigst) Vorne lang, hinten kurz! Sehr wohl, der Herr! - Na, wo soll denn dieses Jahr die Urlaubsreise hingehen?
K: (Der Kunde freut sich sichtlich darauf.) Nach Rom!
F: (Der Friseur vermiest ihm nach und nach alles.) Nach Rom? Um Gottes Willen! In diese überfüllte Touristenstadt! Und das bei dieser Hitze! Da schmelzen Sie ja auf der Straße wie Butter in der Pfanne! - Wo wollen sie denn wohnen in Rom?
K: Hotel Mirandonale.
F: Hotel Mirandonale? In diesem alten Schuppen? Schlechter Service, völlig durchgelegene Betten, dreckige Zimmer, na ja! - Was wollen sie denn eigentlich machen in Rom?
K: Die Stadt ansehen und dann Au ... Au ... Au ... (Der Kunde stottert bei diesem Wort etwas, der Friseur denkt zunächst, er hätte den Kunden geschnitten) ... Audienz beim Papst!
F: Audienz beim Papst? Na, ich kann Ihnen vielleicht sagen: reiner Massenbetrieb! Fließbandarbeit! Die Leute kommen rein, der Heilige Vater taucht auf, gibt kurz seinen Segen, Leute wieder raus, neue Leute rein, und so weiter - grauenvoll! Na, Sie müssen es ja wissen! Also: vorne lang, hinten kurz!
K: (Um den Zeitsprung zu verdeutlichen, geht das Licht kurz aus und dann sofort wieder an. Der Einstieg in die zweite Hälfte sollte dem Beginn des ersten Teils "haargenau" ähneln. Der Kunde nimmt gerade wieder Platz) Vorne lang, hinten kurz!
F: (Der Friseur wirft den Friseurkittel um.) Vorne lang, hinten kurz! - Na wie wars denn in Rom?
K: (Der Kunde ist begeistert) Ah, Rom - also Rom ist ja in der kleinsten Hütte! - Eine wunderbare Stadt. Herrliche alte Ruinen Und die Frauen - weit jünger als die Ruinen! Also wundervoll!
F: (Der Friseur kann es gar nicht glauben.) Na, und das Hotel?
K: Fabelhaft! Wunderbar weiche Betten! Erstklassiges Essen, guter Service! Zu jedem Gang ein neuer Ober! Fabelhaft!
F: (Der Friseur lässt nicht locker.) Und wie war die Audienz beim Papst?
K: Großartig! Also überhaupt keine Hetze! Der heilige Vater hat sich für jeden richtig schön Zeit gelassen. Ich habe vor ihm gekniet, er ist mir mit der Hand übern Kopf gefahren ...
F: Und, was hat er gesagt?
K: (pastoral) Mein Sohn! (Plötzlich aus diesem Ton fallend, entsetzt.) Wer hat dir denn die Haare geschnitten?
F: (Entsprechende Reaktion des "geleimten" Friseurs!)

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Eierhandel

Autor: unbekannt

Personen: Babette (B) und Lieschen (L)

Requisiten: Ein oder zwei Körbe, genügend Eier, evtl. Verkleidung.

L: Ja, wer kommt den da. Ich meine, die Frau, die kenn ich doch.
B: Ach, was für eine Freude, dass ich dich auch mal wieder sehe! Wo kommst du denn überhaupt her?
L: Ich? Ei, ich wohne doch in der Stadt. Aber was machst du denn hier?
B: Mit Eiern komme ich jede Woche nach . Da habe ich fest Kundschaft, die wollen bloß von mir die Eier.
L: Eier hast du? Ei , da tät ich auch ein paar nehmen, oder haste etwa keine mehr?
B: Doch, wie viele willst du denn?
L: Na, hundert tät ich schon nehmen.
B: Freilich, die kriegt du auch. Mach doch grad mal die Tasche auf. Ich zähle genau: 1, 2, 3 - Wenn ich dich so betrachte, du bist gut in der Reihe und einen schicken Hut hast du auch auf.
L: Ach, den hab ich auf dem Markt gekauft. Der war gar nicht teuer. Der hat nur 8 Euro gekostet.
B: Bloß 8 Euro? - 9, 10, 11.
L: Sag mal, wie lange haben wir uns nicht gesehen?
B: Du bist damals fortgegangen in die Stadt, und seit der Zeit haben wir nichts mehr voneinander gehört und gesehen.
L: Ja, bei dem Kommerzienrat war ich alleine 15 Jahre.
B: Das war aber eine lange Zeit, auf einem Platz 15 Jahre. - 16, 17, 18, 19
L: Weist du noch, wie wir den jungen Schulleiter gekriegt haben? Was haben wir mit dem alles angestellt!
B: Ja, das war 'ne schöne Zeit. Der war aber auch noch gar so jung mit seinen 26 Jahren. - 27, 28, 29, 30
L: Wie lange bist du denn jetzt verheiratet?
B: Ja, die Zeit geht herum. Mein Ältester ist jetzt auch schon 39. - 40, 41, 42
L: Du hast wirklich schöne Eier. Legen deine Hühner denn gut? Du wirst sicher einen ganzen Haufen haben?
B: Wir haben so zirka 50. - 51, 52, 53, - Jetzt muss ich einmal fragen, hast du denn damals den Kerl gekriegt, mit dem du angebändelt hast?
L: Ja, mit dem hatte ich einen Fang gemacht. Der ist nämlich ganz schnell gestorben und hat mir ein Mords Erbstück hinterlassen.
B: Hast du ein Glück. War der denn schon so alt?
L: Na, wie man's nimmt, der war 61.
B: 62, 63, 64, 65
L: Du wirst viel arbeiten müssen auf deine alten Tage. Wie viele Morgen habt ihr denn?
B: Ja, je älter man wird, desto mehr muss man arbeiten. Wir bepflanzen ungefähr 80 Morgen. - 81, 82, 83 - Es ist ein Glück, dass wir den Opa noch haben, der nimmt uns noch viel Arbeit ab.
L: Was, der lebt noch?
B: Ja, der heiratet noch mal.
L: Was, du bist nicht ganz gescheit. Der alte Mann will noch mal heiraten?
B: Ei, der will nicht, der muss!
L: Wenn mich nicht alles täuscht, ist der doch gut 98 Jahre?
B: Hast gut geraten: 98. - 99, 100. - So, da hast du die Eier.
L: Was kriegst du dafür?
B: Von dir will ich nicht das meiste. Gib mir 10 Euro.
L: Da haste dein Geld, und auf Wiedersehen.
B: Auf Wiedersehen Lieschen, bis nächste Woche, da bring ich dir wieder Eier.
L: Also, wenn ich nicht selber mitgezählt hätte, tät ich's nicht glauben, dass das 100 Eier wären.

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Ich hätte gern ein Haus

Autor: unbekannt

Personen: Sekretärin, Kunde

Spieldauer: ca. 9 Minuten

Szene: Ein Büro

K: Guten Tag, bittschön.
S: Guten Tag, mein Herr, Sie wünschen?
K: Ich hätte gern ein Haus.
S: Ein Haus?
K: Freilich, ein Haus, weil Sie doch nämlich in die Zeitung hineininseriert haben: "Willst du ein Haus, dann geh zu Kraus."
S: Ah ja, das ist unsere Werbung!
K: Ah, die kenn ich!
S: Wen?
K: Die Dame, von der sie gerade gesprochen haben, Frl. Bung...
S: Ich sagte Werbung!
K: Dann ist es vielleicht die Schwester - meine Bekannte heißt Anni Bung. Hat die Häuser?
S: Nein, Sie missverstehen mich, ich wollte sagen - (Telefon klingelt) Moment.
S: Ja bitte - hier Architektenbüro Kraus - wie bitte? Sie bringen die Tische nicht in das neue Haus? Die Türen sind zu klein? Aber erlauben Sie! Die Tische sind zu groß! Die Türen wurden von Herrn Kraus völlig dem Zeitstil entsprechend empfunden.
K: Halt Sie, Sie Moment ...!
S: Sind Sie doch still - nein, nicht Sie, ich meine hier ist ein Kunde ...
K: Mir ist aber eben was eingefallen!
S: Was wollen Sie denn?
K: Frl. Bung hat keine Schwester - die Wer Bung müsste vielleicht die Mutter sein?
S: Nein!!
K: Ah - die Tante - oder eine Cousine?
S: Ich erklär ihnen das später! Seien sie jetzt still!
K: Bitte, mich geht”s ja nichts an.
S: (Am Telefon) Also, mein Herr - das mit den Tischen tut mir leid - aber das ist eben der heutige Wohnungsbau! Modern! Sonst noch was? - Was? Die Fenster gehen nicht auf? Lächerlich! Die können ja gar nicht aufgehen! Ja, das ist eine epochale Erfindung von Herrn Kraus: "Das Kreuz-Doppelfenster", das innere Fenster geht nach außen auf und das äußere nach innen - ganz modern! - Sie bringen überhaupt keine Möbel ins Haus - na ganz einfach: Lassen sie doch die Möbel im Garten - das sieht hübsch aus und sie haben mehr Platz in den Zimmern - wir schicken ihnen einen erfahrenen Gartenarchitekten, der sagt, wo sie die Möbel hinstellen können! Auf Wiederhören! (hängt ein)
K: Sie, das ist interessant! Die inneren Fenster gehen nach außen und die äußeren nach innen auf.
S: Tja, unser Architekt!
K: Kann ich den sprechen, bitte?
S: Nein!! Wo denken Sie hin! Der schläft und erfindet dabei einen neuen Stil! Da darf man ihn nicht stören - was wünschen Sie denn?
K: Ein Haus bitte.
S: Ein Haus - Sie wollen also bauen?
K: Ich nicht, weil ich bin dazu zu ungeschickt, aber ...
S: Freilich, freilich, sie wollen ein neues Haus!
K: Nein, auch nicht, mein Freund will eins, der Hansi.
S: Aha - und sie sind von ihrem Freund beauftragt, wegen eines neuen Hauses zu verhandeln.
K: Nein, Sie kommen nicht drauf - meinem Freund gefällt sein jetziges Haus ganz gut, aber ich meine...
S: Er soll eine neues bauen - und Ihnen vielleicht das bisherige überlassen! Großartig!
K: Stimmt auch wieder nicht, weil nämlich....
S: Also, das ist jetzt ja auch egal - jedenfalls wollen sie jetzt mal was sehen.
K: Ja.
S: Na also, was soll’s denn sein? Was altmodisches mit vier Ecken, Steinmauern und einem Giebeldach - oben drauf?
K: Nein, nein! Da hat mein Freund gar kein Interesse daran.
S: Ha! Dann sind sie unser Mann. Modern ist die Devise.
K: Braucht man da Devisen?
S: Um Himmelswillen nein, das sagte ich nur so - soll ich ihnen Pläne zeigen?
K: Nein danke, Pläne sind nichts für mich.
S: Ah - sie sind intuitiv?
K: Nein, kurzsichtig - und ich habe meine Brille vergessen.
S: Ah so. Naja. Was soll es dann für ein Haus sein - für ihren Freund?
K: Nja, so ein häusernes Haus halt, wo er reingehen und drin sein kann ...
S: Und wieder rausgehen kann.
K: Ja
S: Das erschwert die Sache. In moderne Häuser kann man meist nur reingehen - raus wird man dann von der Ersten Hilfe getragen, aber na ja, wir werden schon was schönes finden.
K: Ja, das Schöne wäre schön.
S: Also da hätten wir zunächst mal die Konstruktion 98b, a la Corbussier, das Kugelhaus.
K: Geht leider nicht, weil mein Freund keine Kugel ist.
S: Wieso?
K: Sie sagten doch Kugelhaus! Das muss doch ein Haus für eine Kugel sein?
S: Aber wieso denn?
K: Freilich: In einer Hundehütte ist ein Hund, in einem Cafehaus ein Cafe, in einem Gasthaus ein Gast ...
S: Hören Sie auf...
K: In einem Warenhaus sind Waren, in einem Bürohaus sind Büros...
S: Genügt, genügt!!!
K: In einem Mietshaus - Sie haben recht, in einem Mietshaus ist keine Katze.
S: Na also. Und ebenso wie in einem Mietshaus keine Mietz ist, ist in einem Kugelhaus keine Kugel. Es ist eben kugelförmig.
K: Aber nicht mietsförmig!
S: Hören Sie auf - wollen sie denn ein Kugelhaus?
K: Nein!
S: Na also, dann sind wir ja schon einig. Wir hätten noch was ähnliches. Das ÜKUHA.
K: ÜKUHA?
S: Ja, das heißt Überallkurvenhaus - es hat keine gerade Linie, ähnlich wie -
K: - eine Achterbahn
S: Nein, wie moderne Kirchen.
K: Nein, ich glaube fast, so was will mein Freund auch nicht. Das sind doch Steinwände.
S: Natürlich. Ach, sie wollen keine Steinwände? Großartig, da habe ich was herrliches - das Kunststoffhaus, es wird nach den Angaben von Herrn Kraus gegossen. Allerdings ohne Türen - aber das ist das originelle daran.
K: Freilich, man muss ja mit der Zeit gehen, aber ich glaube fast, mein Freund will...
S: Noch etwas anderes... hm - das ist direkt schwierig. Haben sie denn gar keinen Anhaltspunkt, wie sich ihr Freund sein Haus vorstellt?
K: Doch, doch, so metallen...
S: Metall? Interessant!
K: Keine Steinwände, sondern Drähte...
S: Jaaaa?
K: Und ein gebogenes Dach - und das Haus nach unten verjüngt!
S: Genial! Wie kamen sie auf diese Idee? Herr Kraus wird begeistert sein, das wird der Stil unserer Zeit! So was war noch nie da!
K: Doch mein Freund hat ja schon so ein Haus!
S: Ja, vielleicht in Südamerika! Jetzt wird mir alles klar, Ihr Freund Hans kommt nach Südtirol und will da...
K: Mein Freund war immer schon in Südtirol -
S: Wo?
K: Bei mir im Wohnzimmer, er ist doch ein Kanarienvogel!

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Herr Hellbich im Kaufhaus

Autor: Wolfgang Rompa

Personen: Verkäufer (V) und Kunde (K)

V:Bitte schön?
K:Ich danke Ihnen – ich habe mir schon etwas genommen!
V:Sie haben sich schon etwas geommen? Was denn?
K:Eine Glühbirne!
V:Die kotet 1,80
K:Irrtum! Es ist eine Philips!
V:Ja, und?
K:Hier steht: nimm doch Philips! Und das habe ich getan!
V:Also, wenn Sie eine Glühbirne brauchen, können Sie sich doch denken, dass Sie etwas dafür bezahlen müssen!
K:Ich brauche ja gar keine! Ich haben nur getan, was hier steht: Nimm doch Philips!
V:So etwas ist mir noch nicht vorgekommen!
K:Hören Sie mal, wenn irgendwo dransteht: „Nimm Rücksicht!“ Nehmen Sie vielleicht keine?
V:Das ist doch ganz etwas anderes! Sie können doch nicht alle Schilder wörtlich nehmen!
K:Kann ich nicht!
V:Nein!
K:Dann geben Sie mir bitte Feuer!
V:Aber Sie wollen doch hier nicht rauchen! Das ist verboten! Sehen Sie denn nicht das Schild!
K:Ach, das muss ich wörtlich nehmen?
V:Natürlich!
K:Also, es ist wirklich schwer, es hier richtig zu machen! Vorhin sagte ich zum Fahrstuhlführer „frischwärts“, und er hat mich überhaupt nicht verstanden!
V:Wieso frischwärts?
K:Ja, ich wollte eine Cola haben. Aber er sagte, es gäbe hier nur aufwärts oder abwärts. Kein „frischwärts“!
V:Sie sind aber ein Spaßvogel!
K:Das bin ich nicht. Ich denke nur, man sollte alles bachten, was irgendwo dransteht! Sonst kommt man in Verdacht!
V:In was für einen Verdacht kommt man denn?
K:Dass man nicht lesen kann!
V:Also, bei mir kommen Sie bestimmt nicht mehr in den Verdacht, dass Sie nicht lesen können!
K:Das freut mich aber!
V:Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?
K:Ja, Sie können mir einen Knopf annähen!
V:Soll das wieder ein Witz sein?
K:Nein, ich dachte nur an Ihre Anzeige! In der steht doch: Wir erfüllen alle Ihre Wünsche!
V:Ja, aber doch nicht umsonst!
K:Dann müssen Sie das dazuschreiben!
V:Ich sagte ja schon, Sie sollen das alles nicht so wörtlich nehmen. Also, möchten Sie nun noch etwas oder nicht?
K:Ja, ich möchte eine Schallplatte …
V:Welche denn?
K:Sie haben mich nicht ausreden lassen! Ich möchte eine Schallplatte umtauschen!
V:Also, mein Herr, hier steht doch ganz deutlich: „Schallplatten sind vom Umtausch ausgeschlossen“. Können Sie denn nicht lesen?

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Herr Hellbich im Obstladen

Autor: Wolfgang Rompa

Personen: Verkäufer (V) und Kunde (K)

V: Bitte schön?
K: Ich möchte gern ein Pfund schöne Äpfel!
V: Die sind alle schön. Ich suche Ihnen welche raus
K: Warum wollen Sie denn welche raussuchen?
V: Sie sagten doch extra, Sie wollten schöne!
K: Ja, und da sagten Sie, die wären alle schön. Also brauchen Sie doch keine rauszusuchen?
V: Ich wollte damit sagen, daß dies eine ganz besonders gute Sorte ist!
K: Ich habe ja noch gar nicht gesagt, welche Sorte ich möchte
V: Ja, welche möchten Sie denn?
K: Boskop!
V: Bitte sehr, ein Pfund Boskop!
K: Sind die schön?
V: Sehr schön, den Boskop-Apfel verkaufen wir sehr gern!
K: Warum, muß der weg?
V: Wie kommen Sie denn darauf?
K: Wenn Sie den Boskop-Apfel gern verkaufen, dann muß das doch einen Grund haben?
V: Das sagte ich ja, das ist unser bester Apfel
K: Also, dann geben Sie mir den Boskop-Apfel und den Rest von einer anderen Sorte!
V: Welchen Rest?
K: Den Rest von dem Pfund!
V: Wollen Sie denn nicht ein ganzes Pfund Boskop-Äpfel?
K: Haben Sie denn so viele?
V: Ein Pfund ist doch nicht viel!
K: Nein, aber Sie sprachen immer von dem Boskop-Apfel. Da nahm ich an, Sie haben nur einen. Deshalb wollte ich den Rest von dem Pfund von einer anderen Sorte nehmen.
V: Da haben Sie mich falsch verstanden. Ich habe ich Ihnen ein gutes Pfund abgewogen, bitte! Macht 1,30.
K: Aber an der Kiste steht doch 1,20 pro Pfund!
V: Deshalb sagte ich ja,ein gutes Pfund!
K: Aber darüber hatten wir doch schon gesprochen, daß ich nur gute Äpfel wollte!
V: Mein Herr, ich meine damit, daß es nicht die genaue Menge ist. Es ist etwas mehr. Deshalb 1,30!
K: Ach so. Bitte sehr!
V: Haben Sie es nicht klein?
K: Doch, hier!
V: Das sind 1,20, was Sie mir gegeben haben!
K: ja, fein, nicht, ich habe die genaue Menge!

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Mein Auto fährt nicht

Autor: unbekannt

Szene: Im Autohaus Schulze klingelt das Telefon. Ein Kunde (K) ruft an. Herr Schulze (S) redet persönlich mit ihm.

S: Autohaus Schulze, guten Tag.
K: Ja, guten Tag, Müller hier. Ich habe doch da dieses Auto von Ihnen...
S: Jaaa...
K: Es geht nicht.
S: Was heißt es geht nicht? Springt er nicht an?
K: Hmm, was meinen Sie denn damit? Es fährt einfach nicht.
S: Naja, das kann ja viele Gründe haben. Läuft der Motor?
K: Woran sieht man das?
S: Nun, das kann man am Motorengeräusch hören. Und aus dem Auspuff müssten dann die Abgase kommen. Können Sie die sehen.
K: Wo ist denn der Auspuff?
S: Hinten.
K: Nee, da sehe ich nix. Und hören tue ich auch nix.
S: Na, dann stecken Sie doch jetzt mal den Schlüssel in das Zündschloss und drehen sie ihn herum.
K: Ohje, schon wieder ein neuer Begriff...
S: Das kleine, verchromte Loch rechts neben dem Lenkrad. Wissen Sie, wo das Lenkrad ist?
K: Klar doch, meinen Sie ich bin blöd? Moment... öttl öttl öttl öttl... ist das das Geräusch?
S: Nein, das ist der Anlasser. Hmm, scheint nicht anzuspringen. Ist denn Benzin drin?
K: Keine Ahnung. Sie haben mir das Auto doch verkauft, was weiß ich was da alles drin ist.
S: Da gibt es hinter dem Lenkrad eine Anzeige dafür.
K: Oh je, da gibt es so viele Anzeigen. Welche denn? Die, bei der die Skala bis 220 geht? Oder die mit 8000?
S: Nein, das sind der Tacho und der Drehzahlmesser. Ein kleineres Instrument, unterhalb des Tachos.
K: Dazwischen ist noch ein kleineres, allerdings oberhalb. Das hat gleich zwei Zeiger. Einer steht auf 10, der kleinere, und der größere auf 1.
S: Das ist die Uhr. UNTEN!!
K: Ah ja, hier ist noch was… steht ganz unten auf 50 Grad.
S: Das ist das Kühlwasserthermometer. Rechts daneben.
K: Ah, ja hier. Das mit der kleinen Zapfsäule?
S: Ja, genau. Was zeigt es an?
K: Steht auf 0.
S: Na also, da haben wir schon das Problem. Ist kein Benzin drin.
K: Hee, hören Sie mal, ich habe 25.000 € für das Auto gelöhnt. Dafür haben Sie mir versprochen, dass alles drin ist, was es für das Modell überhaupt gibt. Und dass mehr drin ist als im Auto meines Nachbarn.
S: Ja, das haben Sie ja auch alles drin... Klimaanlage, Schiebedach, Ledersitze.
K: Und dieses 'Benzin'? Wird das noch eingebaut? Was kostet denn das schon wieder? Dauert die Montage sehr lange?
S: Das bekommen Sie an der Tankstelle. Das ist der Betriebsstoff, sonst fährt es natürlich nicht.
K: Das hat mir aber beim Verkaufsgespräch keiner gesagt!
S: So etwas setzen wir voraus.
K: Aber... ich bin doch Fahranfänger, woher soll ich denn das wissen? Stand auch nicht in Ihrem bunten Prospekt! Wissen Sie was? Holen Sie Ihr tolles Auto wieder ab, ich fahre weiterhin mit dem Fahrrad, da weiß ich wenigstens, dass es geht.

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Neulich beim Reifenhändler

Autor: Wolfgang Weber

Kundin: Guten Tag!
Händler: Guten Tag, meine Dame. Was kann ich für sie tun?
Kundin: Ich brauche neue Reifen.
Händler: Für ihr Auto?
Kundin: Natürlich für MEIN Auto. Oder meinen sie, ich will die Reifen verschenken? ...und...für meine Füße sind sie auch nicht, dafür gibt's schließlich Schuhe!
Händler: Ja, natürlich, ich dachte nur, sie möchten vielleicht Fahrradreifen. Aber egal, was haben sie denn für ein Auto?
Kundin: Ein gelbes...
Händler: Tut mir leid, wir führen keine gelben Reifen.
Kundin: Ich wollte doch auch keine gelben Reifen...
Händler: Verraten sie mir denn, welches Auto-Modell sie haben?
Kundin: Kein Modellauto! Für mein richtiges Auto!
Händler: Nun gut, welche Reifengröße benötigen Sie?
Kundin: Ähm, also, so genau weiß ich das nicht. Aber bis auf die Straße sollten sie schon langen.
Händler: Ich sehe schon, so kommen wir nicht weiter, da hilft nur der Fahrzeugschein.
Kundin: Fahrzeugschein? Nein, nein, ich bezahle bar!
Händler: Das hilft also auch nicht. Darf ich mir ihr Auto mal ansehen?
Kundin: Ansehen? Ich will ihnen das Auto nicht verkaufen, ich möchte Reifen bei Ihnen kaufen!
Händler: Schon klar. Ich muss mir auch nur die Reifen ansehen, wegen der Größe, verstehen sie?
Kundin: Ach so … es steht draußen … das Gelbe!
Händler: (geht raus- sieht nach- kommt wieder) Gut, das hätten wir. Möchten Sie Sommer- oder Winterreifen?
Kundin: Hallo, ich besitze nur dieses Auto. Oder meinen Sie, ich hätte für jede Jahreszeit eins?
Händler: Nein, natürlich nicht. Also nehmen wir Allwetter Reifen für das ganze Jahr.
Kundin: Das ist prima. Ich fahre ja auch bei jedem Wetter.
Händler: Wie sieht’s aus mit Felgen?
Kundin: Nee, mit Felgen sieht`s bestimmt doof aus. Ich nehme lieber Reifen.
Händler: Ich meinte doch, ob sie zusätzlich neue Felgen benötigen.
Kundin: Neue Felgen? Verkaufen sie auch alte? Hinterher verkaufen sie mir auch noch alte Reifen!
Händler: Nein, wir verkaufen selbstverständlich nur neue Reifen. Und wenn sie keine Felgen benötigen, ziehen wir die Reifen eben um.
Kundin: So´n Quatsch! Die Reifen brauchen sie nicht umziehen. Ich hab meinen Reifen bisher noch nie was angezogen. Reifen mit Schlips und Kragen! Sie spinnen doch wohl!
Händler: Aber meine Dame! Reifen umziehen ist ein Fachbegriff und bedeutet soviel wie alte Reifen runter, neue Reifen drauf!
Kundin: Na, da bin ich aber beruhigt!
Händler: Also ziehen wir die Reifen nur auf und...
Kundin: Halt! Aufziehen brauchen sie die nicht. Mein Auto wird mit einem Motor angetrieben!
Händler: … und auswuchten, wollte ich sagen.
Kundin: Also, so langsam wird es mir aber zu bunt! Auswuchten sagen sie? Können sie die Reifen nicht ein wenig pfleglicher behandeln?
Händler: Auswuchten ist auch ein Fachbegriff. Auswuchten muss sein, weil das Auto sonst bei einer bestimmten Geschwindigkeit anfängt zu vibrieren.
Kundin: Vibrieren? Nee nee, dann lassen sie das mal mit dem auswuchten. Ein Auto mit eingebautem Vibrator wollte ich schon immer haben!
Händler: Gut, wie sie wünschen. Macht dann zusammen 590 €.
Kundin: WAAAAS? So teuer?
Händler: Ich habe ihnen schon einen Rabatt eingerechnet. Kann ich ihnen vielleicht runderneuerte Reifen empfehlen, die sind wesentlich billiger.
Kundin: Runderneuerte Reifen?
Händler: Ja, passen sie gut auf. Ich erkläre ihnen das mal so, das sie das auch verstehen. Also, runderneuerte Reifen sind wie alte Schuhe, die neue Sohlen bekommen!
Kundin: Ach, das geht?
Händler: Selbstverständlich geht das.
Kundin: Oh, danke für den Tipp. Ich gehe jetzt erst mal zum Schuster und frage, ob er mir neue Sohlen auf die Reifen macht. Kostet pro Schuh nämlich immer nur 5 €. Auf Wiedersehen!

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Sketche für 3 Personen

Der (liquide) Kunde ist König

Autor: unbekannt

Personen: Bankangestellte (B), Kunde (K) und Manager (M)

Szene: Ein Mann kommt in die Bank und geht an einen freien Schalter. Eine durchgestylte, arrogant blickende Bankangestellte bedient ihn.

B: Guten Tag, was kann ich für Sie tun?
K: Ich will ein Scheiß-Konto eröffnen.
B: Wie bitte?! Ich glaube, ich habe sie nicht richtig verstanden!
K: Was gibt's da zu verstehen, ich will in dieser Drecksbank einfach nur ein abgefuckt beschissenes Konto eröffnen.
B: Entschuldigen Sie, aber Sie sollten wirklich nicht in diesem Ton mit mir reden.
K: Hör zu, Puppe, wenn ich mit dir reden will, dann sag ich das. Heute will ich aber bloß ein stinkendes Scheißkonto eröffnen.
B: Ich werde jetzt den Manager holen. Sie rennt weg. Weiter hinten sieht man Sie dann aufgeregt mit einem gelackten Schlipsträger tuscheln, der daraufhin seine Brust schwellt und erhobenen Hauptes mit der Schalterangestellten im Schlepptau auf den Mann zugeht.
M: Guten Tag der Herr, was für ein Problem gibt es?
K: Es gibt kein verdammtes Scheiß-Problem, ich habe nur 16 Millionen Euro im Lotto gewonnen und will dafür hier ein beschissenes verficktes Konto eröffnen!
M: Aha, und diese dumme Drecks-Schlampe hier macht Ihnen Schwierigkeiten?

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Seite zuletzt geändert: 03.04.2015