Sommergedichte – Heinrich Heine

Sommergedichte, Sommerlyrik, Sommerpoesie von Heinrich Heine

Inhaltsverzeichnis

Sommergedichte

Dämmernd liegt der Sommerabend

Autor: Heinrich Heine

Dämmernd liegt der Sommerabend
Über Wald und grünen Wiesen;
Goldner Mond im blauen Himmel
Strahlt herunter, duftig labend.

An dem Bache zirpt die Grille,
Und es regt sich in dem Wasser,
Und der Wandrer hört ein Plätschern
Und ein Atmen in der Stille.

Dorten, an dem Bach alleine,
Badet sich die schöne Elfe;
Arm und Nacken, weiß und lieblich,
Schimmern in dem Mondenscheine.

Tanzende Feen
Tanzende Feen
Gemälde von August Malmström
Public domain, via Wikimedia Commons

Der Schmetterling ist in die Rose verliebt

Autor: Heinrich Heine

Der Schmetterling ist in die Rose verliebt,
Umflattert sie tausendmal,
Ihn selber aber, goldig zart,
Umflattert der liebende Sonnenstrahl.

Jedoch, in wen ist die Rose verliebt?
Das wüßt ich gar zu gern.
Ist es die singende Nachtigall?
Ist es der schweigende Abendstern?

Ich weiß nicht, in wen die Rose verliebt;
Ich aber lieb euch all’:
Rose, Schmetterling, Sonnenstrahl,
Abendstern und Nachtigall.

Schmetterling auf Rose
Schmetterling auf Rose
Bild von Hans Benn auf Pixabay

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Juli
August