Sommergedichte – Olaf Lüken

Sommergedichte, Sommerlyrik, Sommerpoesie von Olaf Lüken

Inhaltsverzeichnis

Sommergedichte

Altweibersommer

Autor: Olaf Lüken

Wenn kürzer wird des Tages Reigen,
wenn das Körn längst eingeholt,
wenn Drachen in die Lüfte steigen,
dann ist der Sommer very old.

© Olaf Lüken

Drachen steigen lassen
Drachen steigen lassen
Bild von Michael Sames auf Pixabay

Am Bach

Autor: Olaf Lüken

Frösche, die um die Wette quaken.
Über’m Wasser schwirren Schnaken:
„Biester! – ich hab’ euch ausgemacht.“
Der Schwarm darauf tausendfach lacht.

Die meisten Mücken nicht entzücken,
kennen die Tücken, auf dem Rücken.
Willst dich bücken, kommen sie auch,
stechen in den Hintern, bepieksen den Bauch.

Unter’m Mond ein paar Büsche wehen,
dahinter des Bauern Sensen mähen.
Ein Mückenschwarm hin und her sich schwingt,
lauthals die frechsten Lieder singt.

Der Mond knipst seine Lampe aus.
Es summt und surrt: „O, welch ein Graus!“
Ich schlafe ein, träum’ von ’ner Mück’.
Eine sticht zu: „Du mieses Stück!“

Nach dem Piekser geht’s zum Tanze,
es surrt die Mücke, es wippt die Wanze.
Manche Schnake hält still die Wacht.
Der surrende Rest, er singt und lacht.

© Olaf Lüken

Quakende Frösche im Teich
Quakende Frösche im Teich
Bild von Irene Wirsing auf Pixabay
Sommerliche Wärme nach regenreichen Wochen bietet ideale Brutbedingungen für Mücken. Durch den vielen Regen haben sich Tümpel oder Pfützen gebildet, die sich ideal für die Eiablage eignen.

Gartenglück

Autor: Olaf Lüken

Mit neuer Kraft erwacht der Morgen,
verspricht uns einen neuen Tag.
Vorbei sind auch die alten Sorgen.
Es kläfft der Hund, es schreit das Blag.

Der Tag wird keiner wie die meisten,
die man sofort vergessen will.
Gaumenglück vom Allerfeinsten.
Es lockt das Eis, es glüht der Grill!

Im Garten will ich Freunde treffen,
vielleicht auch einen Mobbing-Feind.
Wir werden lachen, feixen, äffen,
derweil die Sonne heftig scheint.

Ganz gleich, was heute uns erwartet.
Im Garten steigt der Freunde Blut.
Wohlfühl-Raketen sind gestartet,
auch Fleisch und Eis schmecken sehr gut.

© Olaf Lüken

Gartenparty – Sommerfest
Gartenparty – Sommerfest
Bild von G.C. auf Pixabay

Heiße Sommertage

Autor: Olaf Lüken

Wenn rote Tulpen fröhlich sprießen,
die Bäche wieder gurgelnd fließen.
Wenn Gräser aus dem Erdreich schießen.
Dann geht Oma gleich die Blumen gießen,
und Opa lässt die Läden schließen.
Keine Wolken, kein Regen, keine Blitze.
Der Mensch schmort in der Mittagshitze.

© Olaf Lüken

Blumen gießen mit der Gießkanne
Blumen gießen mit der Gießkanne
Bild von M. H. auf Pixabay

Hitze

Autor: Olaf Lüken

Die Hitze brennt,
die Erde versengt.
Der Wind steht still.
Mir schwitzt die Brill’.
Es glüht das Land.
Es spinnt mein Verstand.
Ich lieg’ auf dem Grill,
oben drauf - etwas Dill.
Es bleibt weiter heiß.
Zeit für’n Erdbeereis!

© Olaf Lüken

Zeit für ein Eis
Zeit für ein Eis
Bild von G.C. auf Pixabay

Hitzegewitter

Autor: Olaf Lüken

Schwarz ist der Himmel, nirgend Licht,
überall Finsternis, schwarzes Nichts.
Die Luft ist schwül. Mein Herz wird bang.
Feiert die Welt bald ihren Abgesang?

Es blitzt und donnert, so der Verlauf.
Regen prasselt, lockert Böden auf.
Tropfen für Tropfen, sie fallen schwer.
Aus Flüssen werden Ströme, Richtung Meer.

Die Erde ist klatschnass. Es brummt der Bär.
Die Luft ist kühl. Es schießt ein Gewehr.

© Olaf Lüken

Gewitterwolken über einer Wiese
Gewitterwolken über einer Wiese
Bild von Bernhard Jaeck auf Pixabay

Hochsommer auf dem Land

Autor: Olaf Lüken

Kinder singen laute Lieder.
Sonnenglut erreicht die Flur.
Ein Bussard zupft sich am Gefieder,
und Hitze befällt die All-Natur.

Auf den bunten Blumenkronen,
wiegt fröhlich sich ein Schmetterling.
Dachse gern im Schatten wohnen.
Am Rheine trällern Star und Fink.

Es kommen aufs Feld herangezogen,
der Bauer und die Bäuerin.
Sieh’ überall die gold’nen Wogen.
Mähmaschinen mähen sie hin.

Hör’ der Kinder Lieder schallen.
Die Sonne lacht, lädt ein zum Traum.
Und die Karren, mit den Ballen,
suchen der Tenne kühlen Raum.

Der Sommer bestimmt die zweite Zeit.
Und ist doch nur Teil der Ewigkeit!

© Olaf Lüken

Mähdrescher bei der Getreideernte
Mähdrescher bei der Getreideernte
Bild von André Rathgeber auf Pixabay

Kühle Frische braucht der Sommer

Autor: Olaf Lüken

Sekt oder Selters, das ist die Frage,
besonders, wenn heiße Sommertage,
verlangen nach einer kühlen Brause.
Die Welt braucht eine Champagner-Pause.

Man kann auch eine Selters trinken
und in Nüchternheit versinken.
Jetzt stelle ich den Sekt mal kalt.
Kühler Trank wird nur selten alt.

Frische kann beim Öffnen spritzen,
bis der Gast hat einen Sitzen.
Bitte nicht am Korken reiben.
Lieber länger sitzenbleiben!

Die Alte ist längst Vergangenheit.
Die neue Flasche steht schon bereit.
Wenn der Sektkorken richtig knallt.
Der Gast sich eine Neue krallt.

© Olaf Lüken

Sekt in Champagner-Gläser
Sekt in Champagner-Gläser
Bild von congerdesign auf Pixabay

Sommer adé

Autor: Olaf Lüken

Mein Freund, der Sommer, geht dahin.
Wo willst du jetzt nur bleiben?
Du gabst der Schönheit einen Sinn.
Sieh’ nur des Herbstes Treiben!

Du warst mir Lied in Moll und Dur,
die Traube zum besten Weine.
Zuletzt ein Seufzer der Natur.
Wind schauert durch alle Haine.

Du schwandest wieder, allzu bald!
Licht und Wärme sind entbunden.
Herbststurm rauscht durch den lichten Wald.
Der Sommer hat Ruhe gefunden.

© Olaf Lüken

Trauben am Weinstock
Trauben am Weinstock
Bild von Nicky ❤️🌿🐞🌿❤️ auf Pixabay

Sommerhitze

Autor: Olaf Lüken

Ein Köter heult und jault.
Ihn plagt die Affenhitze.
Nicht Wolken, Regen, noch Blitze,
der Dorfteich stinkt, weil fault.

Auch die Straßen atmen Staub,
höre zwei Türen knarren,
davor ein leerer Karren.
Auf dem Boden erstes Laub.

Es ist zu schwül, um nachzudenken.
Die Hitze knallt auf den Asphalt.
Kraft entgeht auch meinen Gelenken.
Ein Bauer, der seine Fäuste ballt.

Das ganze Dorf in Quarantäne.
Die Sonne zeigt jetzt ihre Zähne.
Ihr Blecken gerät zum Hitzegraus.
Das Klima steht vor seinem AUS!

© Olaf Lüken

Schäferhund hat Durst
Schäferhund hat Durst
Bild von Anja auf Pixabay

Sommerkapriolen 1850

Autor: Olaf Lüken

Blitze, Donner und viel Gezitter.
Über’s Land zieht ein Gewitter.
Zurück die Bauern, auf müden Gäulen,
zum Himmel steigen Feuersäulen.
Sein Pfeifchen schmaucht der alte Pitter.
Er spielt die Klampfe, nennt’s ’ne Zither.

© Olaf Lüken

Blitze am Himmel
Blitze am Himmel
Bild von sethink auf Pixabay

Sommernachtstraum

Autor: Olaf Lüken

Sommernächte, so lind und lau,
verlassen ihr Traumgelände.
Süßer Atem meiner Frau,
angenehm, weil mild, nicht rau,
spüre ihre warmen Hände.

Ihr Atem spült die Träume fort,
Bilder, die lautlos entschwinden.
Sie, die liebt auch ein liebes Wort,
das die Sehnsucht trägt mit sich fort,
und niemand wird’s wiederfinden!

© Olaf Lüken

Paar umarmt sich in der Abenddämmerung
Paar umarmt sich in der Abenddämmerung
Bild von Darius Smiley auf Pixabay

Sommerregen

Autor: Olaf Lüken

Es jagen Stürme
grauschwarze Wolken.
Und was gemolken,
sucht Stadt und Türme.

Dauerregen trifft grüne Flur,
erfrischt die Lüfte, nässt ein, die Natur.
Wo ist die Sonne, wo ihr Glanz?
Ich seh’ nur des Waldes dunklen Kranz.

Dieser Sturm sucht neue Regionen.
Er hat viel Wasser herabgesandt.
Regenperlen, in die Millionen,
treffen auf ein pitschnasses Land.

War im Vorjahr die Hitze kein Segen,
„verwöhnt“ uns heute der Dauerregen.

© Olaf Lüken

Sommerregen
Sommerregen
Bild: Tadam, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Sommerwinde

Autor: Olaf Lüken

Sommerwinde böig und kühl, doch nicht schwer,
streichen über Gärten, Wiesen und Felder her.
Erfrischen Hirne, Haut und Locken,
läuten leise die Blütenglocken.

Was ich spüre, was ich fühle.
ist der Winde sanfte Kühle.
Auch mein Herz kommt schnell zur Ruh.
Sommerwinde blasen keine Türen zu.

Halme werden nur leicht gebogen.
Ähren, die sich auf Feldern wogen.
Im Hintergrund ein Gelb und Blau.
Der Wind tut gut. Er ist nicht rau!

© Olaf Lüken

Storch auf einer Wiese
Storch auf einer Wiese
Bild von Andreas Hoja auf Pixabay

Weitere Gedichte passend zum Sommer von Olaf Lüken:

Juni
Juli
August