Sommergedichte – Anita Menger

Sommergedichte, Sommerlyrik, Sommerpoesie von Anita Menger

Inhaltsverzeichnis

Sommergedichte

An den Sommer

Autorin: Anita Menger

„Oh Sommer wann fängst du denn an?“
hörst du uns alle fragen.
Weil er dich nicht erwarten kann
beginnt der Mensch zu klagen.

So gehst du also an dein Werk,
bringst warme Sonnentage,
doch kaum kommst du so recht in Fahrt
erreicht dich neue Klage.

„Oh weh, so schwül und drückend heiß –
jetzt treibst du´s auf die Spitze!“
„Das hält der stärkste Mensch nicht aus –
die reinste Affenhitze!“

„Nun denn!“ denkst du und schickst sogleich –
wie immer edler Ritter –
mit Blitz und Donner obendrein,
ein herrliches Gewitter.

Wir atmen auf und sind erlöst:
„Hab Dank für diesen Segen!“
und doch vernimmst du bald darauf:
„Wann hört denn auf der Regen?“

So stehst du unter Dauerstress.
Es jedem Recht zu machen
gelingt dir nie – doch bitt´ ich dich:
„Lass´ oft die Sonne lachen!“

© Anita Menger

Glücklicher Mann mit Sonnenbrille und mexikanischem Hut
Glücklicher Mann mit Sonnenbrille und mexikanischem Hut
Bild von Yolanda Jost auf Pixabay

Herr Sommer und Frau Sonne

Autorin: Anita Menger

Der Sommer ist ein fescher Mann
drum liebt ihn auch die Sonne.
Sie zeigt ihm gern was sie so kann
und strahlt ihn an mit Wonne.

Doch heute da vergisst sie sich
zeigt heiß ihm die Gefühle.
Er ruft die Wolken: Rettet mich,
verschafft mir etwas Kühle.

Da ziehen dunkle Wolken auf
vermindern so die Hitze.
Die Sonne reagiert darauf
und schleudert wütend Blitze.

Sofort ist hier die Hölle los
mit Donner, Blitz und Regen.
Der Sommer denkt – wie kann man bloß
sich derartig erregen.

Da er ein Mann ist mit Verstand
lässt er sie erst mal toben.
Er sieht dem Schauspiel zu gebannt,
bevor er geht nach oben.

Dort sagt er zärtlich dann zu ihr:
Ich will bestimmt nicht prahlen
doch denke ich du passt zu mir.
Nun kann sie wieder strahlen.

© Anita Menger

Blitz und Gewitter auf einem Feld
Blitz und Gewitter auf einem Feld
Bild von Ingo Jakubke auf Pixabay

Sommerfreuden

Autorin: Anita Menger

Faltertanz auf Blumenwiesen.
Sommernächte lau und still.
Herrlich, kühles Nass genießen.
Vater schürt den Gartengrill.

Sommernächte lau und still.
Zauberhafter Duft der Rosen.
Vater schürt den Gartengrill.
Endlich wieder kurze Hosen.

Zauberhafter Duft der Rosen.
Trubel herrscht am Badestrand.
Endlich wieder kurze Hosen.
Barfuß durch den heißen Sand.

Trubel herrscht am Badestrand.
Herrlich, kühles Nass genießen.
Barfuß durch den heißen Sand.
Faltertanz auf Blumenwiesen.

© Anita Menger

Tagpfauenauge auf Blumenwiese
Tagpfauenauge auf Blumenwiese
Bild von Jindřich Škrla auf Pixabay

Sommerwind

Autorin: Anita Menger

Behaglich sitze ich in diesem Garten
genieß den leichten, warmen Sommerwind.
Freu mich an Blumen, die in vielen Arten
und bunten Farben hier versammelt sind.

Belausche Vögel – suche zu entdecken
zu welchem Tier wohl jener Ruf gehört.
Die zwei dort scheinen sich verliebt zu necken,
ein and´rer schimpft – ob ihn das so empört?

Begeistert lass ich meine Blicke schweifen,
ich träume einfach nur so vor mich hin.
Versuche nichts Bestimmtes zu begreifen.

und frag auch nicht nach meines Lebens Sinn.
Will diesmal nur die Möglichkeit ergreifen
um mich zu freuen – daran, dass ich bin.

© Anita Menger

Junge Frau schwingt im Garten
Junge Frau schwingt im Garten
Bild von Pexels auf Pixabay