Sommergedichte – Sieglinde Seiler

Sommergedichte, Sommerlyrik, Sommerpoesie von Sieglinde Seiler

Inhaltsverzeichnis

Sommergedichte

Belastende Sommerhitze

Autorin: Sieglinde Seiler

Es war nur eine kurze Verschnaufspause –
leider dreht sich das Hitzekarussel wieder!
Wenigstens die Nächte zeigten sich kühler.
Doch tagsüber brennt die Sonne hernieder.

Die Hitze hat uns um den Schlaf gebracht.
Müde, gerädert, gähnend und aus der Spur,
schleppt man sich frühzeitig aus dem Bett,
um zu lüften, ganz entgegen seiner Natur.

Die sengende, z.T. schwüle Hitze belastet.
Über das Lüften kommt kaum Kühle herein.
Man versucht früh die Räume abzudunkeln,
denn über Deutschland liegt die heiße Pein.

Man schleicht tranig wieder zurück ins Bett.
Irgendwann ist die zerhackte Nacht zuende.
Gewitterregen ziehen an Crailsheim vorbei.
Der Wetterbericht verspricht keine Wende.

Viele Menschen müssen draußen arbeiten!
Eigentlich hat man zu gar nichts richtig Lust.
Unser Körper möchte am liebsten ausruh`n,
den Sommer genießen - ohne Sommerfrust.

Ungarn mußte ein Kernkraftwerk abschalten.
da die Donau bereits zu wenig Wasser führt.
Hierzulande verbrannter Rasen und Blumen.
Die massive Klimaveränderung uns berührt!

Der heiße Sommer geht in eine neue Runde,
zeigt des Klimawandels ungezähmte Macht,
nimmt uns so schöne Sommererinnerungen,
denn er hat uns um viele Eindrücke gebracht.

© 03.08.2026 Sieglinde Seiler

Hitzwelle im Sommer
Hitzwelle im Sommer
Bild von Stefan Schweihofer auf Pixabay

Bienenweide

Autorin: Sieglinde Seiler

Die Frühlingsblumen und Baumblüten dienen
als Weide vielen Insekten und fleißigen Bienen.
Scheint die Sonne strahlend warm vom Himmel,
herrscht im Sommer dort ein buntes Getümmel.

Ob Rittersporn, Rosen oder roter Sonnenhut –
der Blütennektar schmeckt unterschiedlich gut!
Aufgeregt surrt es im Blumengarten und summt
ein ständiges Hin und Her, wo es auch brummt.

Vereinzelt kommt eine dicke Hummel angeflogen –
sie scheint von einer seltenen Blüte angezogen!
Grünschimmernde laute Mücken mischen mit –
die zartlilafarbene Zwiebelblüte ist heute der „Hit“.

Leuchtend gelbe Höschen haben die Bienen an.
An ihren Beinen hängen pralle Blütenpollen dran.
Sie fliegen unentwegt von einer Blüte zur andern,
denn zum Honigsammeln müssen sie wandern.

© 03.08.2005 Sieglinde Seiler

Blumenwiese, Bienenweide
Blumenwiese, Bienenweide
Bild von Bruno auf Pixabay

Die Jagst im Sommer

Autorin: Sieglinde Seiler

Die trübe Wasseroberfläche der Jagst,
mit einem Seerosenteppich geschmückt,
das Wasser träge in ihrem Bett fließend,
in das sich der Erlen Schatten tief bückt.

Der Bäume jetzt dunkles Sommergrün
säumt des Flusses kurvenreichen Lauf.
Von den am Jagstufer dösenden Enten
wacht ein Erpel aus seinem Schlaf auf.

Watschelnd strebt er zum Jagstwasser,
lässt sich hineinfallen in das kühle Nass.
Die anderen Enten träumen noch weiter,
sich sonnend im säumenden Ufergras.

© 18.07.2026 Sieglinde Seiler

Jagst bei Crailsheim
Jagst bei Crailsheim
Foto von qwesy qwesy, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
Die Jagst ist ein naturnaher Nebenfluss des Neckars im Norden Baden-Württembergs. Sie ist einer der letzten ökologisch intakten Flusslebensräume der Region, weist kaum Flussbegradigungen auf und ist für den Naturschutz so wertvoll.

Ein Wunder für einen Tag

Autorin: Sieglinde Seiler

Schon einige Jahre stand mein Kugelkaktus
auf der Fensterbank, bevor er endlich blühte.
Plötzlich trieb er eine unscheinbare Knospe,
die sich allmählich um ihr Aufblühen mühte.

Die Knospe wuchs immer mehr in die Länge.
Ihr Wachstumstempo empfand ich als rasant,
bis nach einer Länge der Knospe von 20 cm,
eines Abends ihr baldiges Platzen bevorstand.

Dieses wollte ich mir nicht entgehen lassen,
denn ich war neugierig wie ein kleines Kind,
nachdem jeweils die Knospen der Kakteenart,
erst in den Nachtstunden am Aufplatzen sind.

Schließlich spitzten rosafarbene Blütenblätter
aus ihrer schützenden Knospenhülle heraus.
Dieser Teil der Knospe wurde immer praller,
bis die Blüte verließ ihr grünes Knospenhaus.

Fast wie im Zeitraffer spielte sich das alles ab.
Anfangs kam die Blüte etwas zerknittert daher.
Doch innerhalb der folgenden Nachtstunden
zeigte sie von ihrem Geheimnis immer mehr.

Vollständig entfaltete sie ihre zauberhafte Blüte,
die rund und von vollkommener Schönheit war.
Staubgefäße ragten aus dem Trichter der Blüte
und auch eine Art Stempel wurde dort sichtbar.

Das Zimmer schwelgte in einer Parfümwolke.
Nicht störend war der lieblich süße Blütenduft.
Die Blüte hatte das Ausmaß von 13 Zentimeter
und erfüllte noch am nächsten Morgen die Luft.

Leider ist es dieser Kakteenart nicht vergönnt,
dass die zarten Blüten mehrere Tage lang leben.
Bereits mit Beginn der nächsten Sommernacht,
musste die Blüte ihr schönes Strahlen aufgeben.

Doch erfreut uns der Kaktus wieder im August
mit seinen großen bezaubernd schönen Blüten.
Deshalb werde auch ich mich darum bemühen,
seine stachelige Kugel das Jahr über zu hüten.

Zu unserer Goldenen Hochzeit hat sein Kollege
gleich mehrere dieser schönen Blüten getrieben,
als wollte er uns „zu 50 Ehejahren“ gratulieren –.
Das hat sich in das Gedächtnis eingeschrieben.

© 18.08.2023 Sieglinde Seiler

Kugelkaktus
Kugelkaktus
Foto: © Sieglinde Seiler

Frühsommerlich

Autorin: Sieglinde Seiler

Zeitig schleicht sich der Sommer
schon mitten im Mai mit Hitze an.
Seine Zelte ganz aufzuschlagen,
ist des Sommers geheimer Plan.

Mit sommerlichen Temperaturen
umarmt er die pralle Frühlingsnatur,
tischt überaus heftige Gewitter auf,
seines Auftritts schwülwarme Spur.

Bei dem schwülen Sommerwetter,
wachsen die Pilze in den Wäldern.
Das Gras schießt auf den Wiesen
wie das Getreide auf den Feldern.

© 18.05.2023 Sieglinde Seiler

Getreidefeld, Gerste
Getreidefeld, Gerste
Bild von Peggychoucair auf Pixabay

Gewitter

Autorin: Sieglinde Seiler

Bedrohliche finstere Regenwolken
ziehen nachmittags am Horizont auf.
Zu lange wird es nicht mehr dauern
und das Gewitter nimmt seinen Lauf.

Der Vögel Liedergesang verstummt,
als von fern der erste Donner grollt,
Das Sommergewitter kommt näher,
das sengender Hitze Rechnung zollt.

Es wird rasch dunkler, beinahe finster
und es zeigt sich ein mächtiger Wind.
Eine Frau schließt ein offenes Fenster
und ruft ins Haus zu kommen ihr Kind.

Fast gespenstisch ist die Stimmung
und auch die Natur hält den Atem an.
Fühlbar ist die aufgestaute Energie,
die sich nun drastisch entladen kann.

Der erste Blitz zuckt grell vom Himmel.
Laut prasselt starker Regen hernieder,
gibt dem durch die Hitze ausgedörrten
Erdboden reichlich Feuchtigkeit wieder.

Der Regen klopft an Fensterscheiben
und der Sturm peitscht den Regen an.
Das Sommerunwetter bleibt eine Zeit.
Dann bricht sich die Sonne die Bahn.

Endlich zieht die Gewitterfront weiter.
Die Luft ist abgekühlt und riecht frisch.
Das Gewitter hat der durstigen Sonne
randvolle Wasserpfützen aufgetischt.

In ihnen spiegelt sich gern die Sonne
wenn sie strahlend die Erde anscheint.
Ihre Anblick ist uns viel lieber, als wenn
der Himmel sich so austobt und weint.

© 24.03.2005 Sieglinde Seiler

Gewitterwolken
Gewitterwolken
Bild von Tobias Hämmer auf Pixabay

Heißer Sommer

Autorin: Sieglinde Seiler

Typischer Heugeruch und Grillenzirpen,
schon frühmorgens ist’s sommerlich heiß,
die schwüle Wärme besetzte die Häuser -
ob bald die Abkühlung kommt – wer weiß!

Blau ist unter der Sonne das Himmelszelt
wo die Schönwetterwolken zügig ziehen,
als wollten auch sie in östlicher Richtung
vor der arg brütenden Sonnenglut fliehen.

Die Rosen blühen in allerlei satten Farben.
Sie verströmen bereitwillig süßlichen Duft.
Die Getreidekörner reifen auf den Halmen
auf ihre Ernte wartend in der Sommerluft.

© 19.07.2010 Sieglinde Seiler

Roter Rosenstrauch
Roter Rosenstrauch
Foto: © Sieglinde Seiler
Sommerzeit ist Rosenzeit. Die Gärten und Parks erwachen mit bunten Farben und tollem Duft. Rosen blühen in einer Fülle und Schönheit.

Holunderblüte

Autorin: Sieglinde Seiler

Der Holunderbusch
treibt seine Blüten aus,
schmückt Ende Mai
manches Bauernhaus.
Eigenwillig duften
seine filigranen Blüten,
während die Schäfer
jetzt ihre Schafe hüten.

© 28.05.2023 Sieglinde Seiler

Holunderblüten
Holunderblüten
Bild von Ralph auf Pixabay

Klimawandel

Autorin: Sieglinde Seiler

Wie fühlt sich wohl ein kleines Blümchen,
von der argen Sonnenhitze fast versengt,
das mit zu wenig Wasser haushalten muß,
wenn es an seine Fortpflanzung denkt?
Es rollt tagsüber gekonnt seine Blätter ein,
um sich vor der Sonnenglut zu schützen.
Damit es sich in der Nacht erholen kann,
wird es Möglichkeiten, die es hat, nützen.

© 22.07.2023 Sieglinde Seiler

Kalifornischer Mohn
Kalifornischer Mohn
Bild von Leopictures auf Pixabay

Sommerblüten

Autorin: Sieglinde Seiler

Während Sonnenblumen Felder schmücken,
ihr leuchtendes Gelb in unseren Blick rücken,
scheuen bunte Lilien im Garten keine Mühen
und lassen jetzt ihre Trichterblüten aufblühen.
Stattliche Sonnenhutblüten suchen das Licht.
Rote Rosen zeigen ihr schönes Blütengesicht.
so dass sie guten Insektenbesuch verbuchen,
von Bienen und Hummeln, die Nektar suchen.
Auch Schmetterlinge legen dort ein eine Rast.
Sie sind gerne beim süßen Blütennektar Gast.

© 18.07.2023 Sieglinde Seiler

Sonnenhut mit Pfauenauge
Sonnenhut mit Pfauenauge
Bild: © Sieglinde Seiler

Sommerfrust

Autorin: Sieglinde Seiler

Der Menschen Sommerlust
weicht dem Sommerfrust,
denn vor Kälte schnaubend
kommt der Sommer daher.
Man kocht sich heißen Tee
für die arg erkältete Brust.
Statt einem Sommergefühl
hadert man mit ihm sehr.

© 14.06.2012 Sieglinde Seiler

Farbenfrohe Wiese im Frühsommer
Farbenfrohe Wiese im Frühsommer
Bild von Karsten Paulick auf Pixabay

Sommersonne pur …

Autorin Sieglinde Seiler

Der Sommer gab im Juni sein Stell-dich-ein.
Er lud schleunigst seine sengende Hitze ein.
Am Morgen treibt er das Thermometer hoch.
Wer kann, verkriecht sich in sein Mauseloch.

Obwohl wir Menschen auf Abkühlung warten
und Pflanzen und Blumen lechzen im Garten,
fiel leider nicht vom Himmel der nasse Segen.
Wir bräuchten doch so notwendig den Regen.

Gestern kündigten die Medien Starkregen an,
der, wie schon öfter, Bäume entwurzeln kann.
Zum Himmel geht mancher sorgenvolle Blick,
denkt man an zerstörende Sturzfluten zurück.

Schön wären normale Sommertemperaturen,
wo Spaziergänge möglich sind in den Fluren,
Getreideähren sanft wogen im seichten Wind
und am Wegrand blüht manches Blumenkind.

Schön sind laue Abende, die man nicht vergißt,
weil das Sitzen auf der Terasse so erholsam ist,
man die Sonne verabschiedet mit ihrem Schein,
Vögel oder Grillen zuhört bei einem Glas Wein.

Stattdessen sitzen wir im abgedunkelten Haus,
sperren mit Jalousinen Sonnenstrahlen hinaus,
weil so die Hitze für Ältere etwas erträglicher ist,
aber meine Seele das „Sommergefühl“ vermißt.

© 27.06.2025 Sieglinde Seiler

Lechzende Blumen
Lechzende Blumen
Bild: © Sieglinde Seiler

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August