August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

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August Heinrich Hoffmann von FallerslebenHoffmann von Fallersleben
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August Heinrich Hoffmann (* 02.04.1798 in Fallersleben, heute Stadtteil von Wolfsburg; †  19.01.1874 in Corvey) war Hochschullehrer für Germanistik, Dichter sowie Sammler und Herausgeber alter Schriften aus verschiedenen Sprachen.

Eigentlich wollte der Kaufmannssohn Theologe werden und ging dazu an die Universität in Göttingen. Nach einer Begegnung mit Jakob und Wilhelm Grimm wechselte er zum Germanistik-Studium nach Bonn. Später ging Hoffmann nach Breslau, wo er 1823 Professor wurde.

1840 gab er die Gedichtsammlung „Unpolitische Lieder“ heraus, die trotz des unauffälligen Titels viel brisanten politischen Zündstoff enthielt. Frei und mutig, sich nur seinem Vaterlande verantwortlich fühlend, richteten diese Verse ihre Pfeile gegen deutsche Kleinstaaterei, Fürstenwillkür und Adelsherrschaft, gegen Zensur und Polizeibespitzelung. Die Lieder wurden von der Bevölkerung mit Begeisterung aufgenommen. 1842 verlor Hoffmann sein Professorenamt und wurde danach 39mal aus deutschen Staaten ausgewiesen.

Hoffmann schrieb die spätere deutsche Nationalhymne „Das „Lied der Deutschen“ sowie weit mehr als 500 Volks- und Kinderlieder wie „Ein Männlein steht im Walde“, „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ oder „Alle Vöglein sind schon da“. Lieder und Reime, die fast jeder in Deutschland kennt, aber kaum jemand dem Autor zuordnen kann.

Zur Unterscheidung von anderen Trägern des häufigen Familiennamens Hoffmann nahm er als Zusatz den Herkunftsnamen von Fallersleben an.

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