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Brügge

Autor: Olaf Lüken

Belfried, Turm am zentralen Marktplatz in Brügge
Belfried, Turm am zentralen Marktplatz in Brügge
Bild von NoName_13 auf Pixabay

Nichts von dem ist hier Gewöhnlichkeit.
Auf den Straßen Touristengeschrei.
Märkte führen Buntes von den Bauern.

Wenn der Ort umhüllt von der Abendzeit,
hörst von den Häusern kein leises Trauern.
Klagen übersteigen selbst die Mauern.

Bedauern die stolze Vergangenheit 1)

© Olaf Lüken

1) Brügge gehörte einst zu den reichsten Hansestädten.

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Campen auf Kampen (Sylt)

Camping im Zelt
Camping im Zelt
Bild von chulmin park auf Pixabay

Autor: Olaf Lüken

Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
macht Camping zu recht kleinen Preisen.
Vom Zelt zum stattlichen Wohnmobil,
markiert der Granden Lebensstil.

Vor fünfzig Jahren:

Wir reisten zum Campen nach Sylt,
wo die Nordsee das Eiland umspült.
Einmal ans Meer, eine Spanne nur,
Möwen belauschen, in Gottes Natur.
Wattengras und Dünensand,
und das Leben tobt am Strand!

Fürs Mahl wurde auf dem Gaskocher gekocht.
Stürmte es, wurde das Zelt mit TESA gestopft.
Abends gegrillt, mit Wodka und Bier.
Die Leute kamen. Wir waren ein "WIR!"

Die Nächte waren nicht frei von Tücken.
Uns zerstachen die grausamsten Mücken.
Ganz in der Frühe, kaum ganz wach,
ging’s mit den Fliegen zum WC-Gemach.

Zähne putzen, waschen, pinkeln:
„Ach wie schön war doch Hamminkeln!“
Musik erscholl aus dem Radio.
Ein "O sole mio" mit Heino samt Trio.

Mein Nachbar freute sich umso mehr,
stellte er fest, die Batterie war leer.
Nichts schaffen, faul auf der Decke liegen,
Bier aussaufen, aber ganz gediegen!

Gemütlich eine Kippe kauen,
den Mädels auf ihre Bodys schauen.
Es war eine Welt für wenig Geld.
Gab’s Alternativen zu einem Zelt?

Heute bin ich alt und ohne Schatz.
Ich brauche keinen Campingplatz.

© Olaf Lüken

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Die Welt ist meine Heimat

Autor: Olaf Lüken

Ich wandre durch ein „fremdes Land“,
bewahr mir einen freien Sinn.
Heimat ist mir jeder Strand,
wenn ich als Freund und Gast hier bin.

Den hellen Wegen geh ich nach,
von London, bis ins schöne Kent.
Jedes Dach ist mir Gemach.
Mein Herz vor voller Freude brennt.

Ich lass mich ziehen mit dem Wind,
und hab mich mit der Welt vermählt.
Die Menschen mir auch Freunde sind,
hab ich mit Freuden ausgewählt.

Ich geh durch GOTTES Wunderwelt,
bin EINER, der gar nichts vermisst.
Wohin GOTT mich hat hingestellt;
dort meine Seele lebt und ist.

© Olaf Lüken

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Durch die Fränkische Schweiz

Autor: Olaf Lüken

Ein Landstrich, so gar nicht arm an Reizen,
mit Feldern, Bächen, Wald und Flur.
Folge nur der romantischen Spur. 1)
Die Gegend wird nicht mit Vielfalt geizen.

Ich höre Fahrer Motoren heizen,
Ritter in schwarzer Lackmontur,
auf Motorrädern sitzend, stur,
rasen durch die Idylle deutscher Schweizen.

An jeder Stelle wird der Sucher belohnt,
wenn Landschaft sich mit Kultur verbindet
und jedem Geist ein Herz innewohnt.

Schlösser, Burgen, Gasthäuser - nah den Linden.
Die Landschaft auch dir wie ein Gruß erklingt,
uns viel Freude und Lust beim Wandern bringt.

© Olaf Lüken

1) 100 Schlösser und Burgen gibt es in der Fränkischen Schweiz. 35 davon sind bewohnt.

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Eine frische Sommernacht

Autor: Olaf Lüken

Wenn am Himmel tausend Sterne hängen,
in Galaxien noch weiter ausgespannt.
Wenn Blumenblüten Gräser überspringen,
dann duftet sehr frisch, das ganze Land.

Bäume leuchten wie Amethyste.
Verbunden füllen sie die Reihn.
Von den Bergen, bis zur Küste,
trinkt der Mensch gern Bier und Wein.

Ein jedes Herz will Freude spüren.
Kein Weg soll in die Irre gehen.
Geöffnet werden Tore und Türen.
Und niemand sagt: „Auf Wiedersehen.“

© Olaf Lüken

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Siegburg - die Schöne

Autor: Olaf Lüken

Siegburg – Altstadt
Siegburg – Altstadt mit Marktplatz
Bild von falco auf Pixabay

Wo der Markt ist hell erleuchtet
und ein Denkmal schweigend wacht,
wo der Regen sanft und warm sprüht,
und Annos Schrein zeigt güldene Pracht.

In den weiß getünchten Kirchen,
seh’ ich traumgleich Himmelsbilder.
Für große Leute kleine Schilder.
Kostbarkeiten hinterm Türchen.

Die Stadt ist auch Herr Humperdinck,
ein weltberühmter Komponist.
Er schuf die Oper „Hänsel und Gretel“.
Sein Märchen voller Zauber ist.

Siegburger Steinzeug. Kennt ihr es nicht?
Keramikkunst vom Feinsten.
Der Ton ist hier am Reinsten.
Es leuchtet Sammlers Angesicht.

Die Sonne strahlt in jede Ecke.
Und Wärme tut der Seele gut.
Der Karneval ist für de Jecke.
Bürgersinn stiftet Geld und Gut.

Mädchen lachen in den Straßen,
schauen froh ins bunte Leben.
Jungen eher scheu sich geben,
radeln rum, wenn auch in Maßen.

Michaelsberg, Museum und Markt,
Brauhaus, Geschäfte, Musikhall’.
Siegburg, die Schöne trifft ins Mark!
Sie funkelt wie ein edler Kristall.

Ein roter Ball hüpft überm Rasen.
Ne Taube zupft an einem Blatt.
Ein Bube popelt in der Nasen,
zeigt stolz, was er gefunden hat.

Siegburg ist mein Wunschtraumort,
hoch über den Ufern der Sieg.
Für den Gast ein Überraschungshort,
fernab von Elend, Leid und Krieg.

© Olaf Lüken

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Siegburg am 1.1.

Autor: Olaf Lüken

Marktplatz von Siegburg
Siegburger Marktplatz
Bild von Traitor, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein neues Jahr erlebt die Stadt,
wie niemand sie erforschet hat.
Helle Straßen und dunkle Ecken,
wo Häuser wachsen und Mauern bröckeln.

Marktplatz, Museum und alte Abtei,
Kinderspiel hier, dort Liebelei.
Die Stadt, bald tausend Jahre alt,
lässt keinen Menschen wirklich kalt.

Zwar mittelgroß, doch strahlend schön,
musst langsam nur die Stadt begehn.
Sieh die Pflanzen, sie die Tiere,
hör’ aufs Knarren der Kirchentüre.

Schau die Menschen, die spazieren,
Bürger, Gäste, ohne Allüren.
Auch sie entdecken deine Stadt,
die uns so viel zu erzählen hat.

© Olaf Lüken

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Siegburger Sommer

Autor: Olaf Lüken

Siegburger Abtei St. Michael
Die Siegburger Abtei Sankt Michael von Süden mit dem erhaltenen Johannistürmchen (links)
Bild von Beckstet, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Wenn Siegburgs Plätze sonnig schweigen.
Ein Schauer unterbricht den Reigen.
Wenn abends strahlen goldene Sterne.
Dann grüßt die Stadt, auch aus der Ferne.

Siegburg am Sommermorgen.
Ich nehme meinen Wanderstab.
Gleich schwinden meine Sorgen,
wandere ich zur Sieg hinab.

Vertraut ist mir der Stadt Gesicht.
Siegburg ist wert für ein Gedicht.
Was werden wohl die Häuser träumen,
die die schönsten Plätze säumen.

Blumenduft liegt in der Luft.
Es atmen die Balkone.
Siegburgs bunter Sommer ruft.
Am Himmel surrt ’ne Drohne.

Vom Berg grüßt die Abtei, seit vielhundert Jahren.
Die Stadt lebt den Frohsinn, Du kannst es erfahren.
Selbst die Sieg zeigt manche Regung.
Fluss und Stadt sind in Bewegung!

© Olaf Lüken

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